Netzangriff auf Bundestag : Es begann mit einer E-Mail

Wie ging der Computerangriff auf den Bundestag im letzten Jahr eigentlich vonstatten? Neue Details deuten darauf hin, wie miserabel die IT-Sicherheit des Parlaments ist. Die mutmaßlich russischen Hacker hatten leichtes Spiel.
Im Mai des vergangenen Jahres wurde bekannt, dass der Bundestag Opfer eines großangelegten Cyberangriffs geworden war. Eingedrungen waren die Täter über den Rechner eines Abgeordneten der Linkspartei. Der Computer des Politikers soll – wahrscheinlich durch das Folgen eines E-Mail-Links oder durch das Öffnen eines Mail-Anhangs – mit Schadsoftware infiziert worden sein. Die Täter benutzten anschließend ein im Internet frei verfügbares Tool namens „mimikatz“, um sich Zugang zu weiteren Rechnern im Netz des Bundestags zu verschaffen. So konnten sie auch auf Rechner von Personen zugreifen, die Administratorrechte für die Active-Directory-Server hatten, also den Zugriff auf das gesamte Netzwerk des Bundestages. Im Verdacht stehen nach wie vor russische Hacker.





