BND-Spionage-Vorwürfe : Spionieren und spionieren lassen

Der schier unendliche Hunger der NSA auf Daten erschüttert wieder einmal das politische Berlin. Diesmal richtig. Was hat der BND gefiltert und was nicht? Angeheizt wurde die Empörung von einem einmaligen Vorgang.
Hoch oben im Reichstagsgebäude, dort, wo die Fraktionen tagen, hat die Union eine Presselounge. Es ist ein großer Raum, der leicht hundert Zuhörern Platz gibt, die dann auf einen langen Tisch gucken. Dort haben vier oder fünf Abgeordnete Platz, die dem staunenden Publikum etwas erzählen. Hier finden seit Monaten die Unterrichtungen für die Journalisten statt, die sich mit dem NSA-Untersuchungsausschuss befassen. Zwanzig Zuhörer, zwei, drei Vortragende, so war über das Jahr 2014 die häufige Belegung, die Veranstaltungen dauerten eine Dreiviertelstunde oder länger. Klar: Der amerikanische Geheimdienst späht die Bundeskanzlerin aus und das halbe Land noch dazu. Großes Thema.





