Eine Oper von Mozart aus Jungen Jahren (er war gerade mal 19 Jahre alt) in einer Corona gerechten 90-minütigen Kurzfassung.
Das Ganze findet in der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins statt:
Es war für mich an der Zeit die Distanz, die ich mir in der vergangenen Corona geprägten Zeit auferlegt hatte, zu relativieren und neu zu überdenken.
Natürlich nicht ohne Abstand und den vorgegebenen notwendigen Hygiene-Maßnahmen im Blick zu behalten.
Gespannt war ich, auf die Art der Inszenierung und der sehr kurz gehaltenen Fassung, die uns die Kieler Opernhausbühne darbieten wollte.
Bei der Oper handelt es sich um ein Verwirrspiel der Liebe, das nicht wirklich in 90 Minuten darzustellen ist.
Umso mehr war ich überrascht, dass man es geschafft hatte eine Kurzfassung darzubieten, die die Handlung verstehen ließ, sehr gewitzt und mit Esprit von gesungenen Passagen zu den erzählerisch, erklärenden hin und her wechseln konnte, ohne die Darstellung in ihrem Gesamteindruck wirklich zu unterbrechen.
Mir war jedoch der Wechsel vom Gesungenen zum erzählerischen Part, in emotionaler Sicht, einfach zu brutal! Die Stimmung und die Emotionen die der Gesang und die musische Untermalung normalerweise in mir wecken, hat nicht wirklich stattgefunden.
Es war Jedesmal ein Rausreißen und wieder Eintauchen, aus und in die emotionale Ebene....
Die Oper war für mich unter diesen Zwängen trotzdem sehr gelungen und ich würde diese äußerst kreative Art und Darstellung immer wieder unterstützen und bin sehr froh, dass es äußerst kreative Menschen gibt, die nicht ausschließlich auf die Digitalisierung, in dieser herausfordernden Zeit, setzen.
Ich freue mich schon auf die Premiere von:
Open-Air und im wunderschönen Burgplatz der großartigen Stadt der Welfen...
... in Originallänge :-).
Wie geht Ihr mit dieser herausfordernden Zeit um? Weckt es Eure Kreativität oder empfindet Ihr diese Zeit als eher lähmend?
Bleibt Gesund,
Eure Cristina