Gründerin mit 2,4 Mio. € in Series A. Trotzdem blank!
2021 hat Carolin Ackermann für ihr Deep Tech Startup SEAWATER Cubes GmbH 2,4 Mio. € in einer Series A einsammelt.
Dann ging der Ärger los.
𝗡𝘂𝗿 𝟭 𝗠𝗶𝗼. € 𝗸𝗮𝗺 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗺 𝗕𝗮𝗻𝗸𝗸𝗼𝗻𝘁𝗼 𝗮𝗻. 𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺?
Vertragsdetails, die viele Start-ups nicht auf der Agenda haben. Im Kleingedruckten steht, dass die Auszahlung an Meilensteine gekoppelt ist.
Dieser Meilenstein sollte die 1. erfolgreiche Pilotanlage beim Kunden sein. Doch ein Lieferant baut Mist gebaut. Das Becken, in dem Fische aufgezogen werden, war undicht.
Nachbesserung nötig, die Anlage ging 3 Monate später in Betrieb.
➡️ Ergebnis: Meilenstein gerissen. Der Investor ohne Verständnis "Ihr habt den Meilenstein gerissen, deswegen bekommt ihr die Kohle nicht"
"𝗗𝗮𝗻𝗻 𝗳𝗶𝗻𝗴 𝗯𝗲𝗶 𝘂𝗻𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗞𝗿𝗶𝘀𝗲𝗻𝗺𝗼𝗱𝘂𝘀 𝗮𝗻" so Caroline.
Mit Carolin habe ich im Podcast von fuer-gruender.de den Realitäts-Check gemacht. Welche Wahrheiten verbergen sich häufig hinter den schillernden PR-Meldungen?
Warum? Damit es Gründer und Gründerinnen nicht ebenfalls auf die harte Tour lernen zu müssen.
💡Die Erfahrung von Caroline:
Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Announced Cash und Available Cash, was die Gründenden dann final haben. Da sind viele versteckte Krisen, die im Hintergrund losgetreten werden, weil das Geld nicht so kommt, wie es geplant ist.
Das reißt immer eine unheimlich 𝗴𝗿𝗼ß𝗲 𝗟𝗶𝗾𝘂𝗶𝗱𝗶𝘁ä𝘁𝘀𝗹ü𝗰𝗸𝗲. Das führt dazu, dass man als CEO oder CFO, schon viel früher wieder ins Fundraising gehen muss. In den Dauermodus von Finanzierung und Liquiditätsengpässen.
𝗪𝗮𝘀 𝘄ü𝗿𝗱𝗲 𝗖𝗮𝗿𝗼𝗹𝗶𝗻𝗲 𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀 𝗺𝗮𝗰𝗵𝗲𝗻?
"Ich würde die Tranchen kleiner stückelen. Lieber die Latte niedriger legen, kleinere Zwischenziele in den Vertrag einarbeiten und Puffer einplanen."
👏 Danke Carolin für die Offenheit, deine Erfahrungen zu teilen. Und wertvolles Wissen an die angehenden Gründer und Gründerinnen weiterzugeben.
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Welche Erfahrung hast du im Kleingedruckten von Finanzierungsverträgen gemacht?