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Sonntag, 30. März 2014

Ich hatte irgendwann mal ne kreative Ader...

...und so gaaaanz langsam taucht sie auch wieder auf.

Die Arbeit, das Wetter, was auch immer. Und auch heute gibt's hier nur ein Bilderbuch... ;-)


Wir erkunden die Umgebung... liebevoll restaurierte Hausfassaden in Hameln. Das hier ist eine der schlichteren, aber gerade das fand ich schön.


Wie immer nähe ich das Binding von Hand an. Macht mehr Arbeit, aber ich finde, es lohnt sich. Dieses Mal eine einfache Umschlagkante bei einem kleinen Projekt, auf nur zwei Stoffen, das nach Abschluss wahrscheinlich in unserem Flur hängen wird.


Beim Bauern im Nachbardorf gibt es wunderbaren Apfelsaft in großen Zapfboxen. Sooooo lecker! Das Apfelgelee, das ich darauf im Herbst gekocht habe, ist jetzt schon alle. Heute also flugs noch mal welches nachgekocht. Jammy!



Mein Kräutergarten. Äh. Also, das sollen irgendwann mal Kräuter werden. Ich bin gespannt.


Experimentelle Küchenphase: Selbst kandierter Ingwer mit braunem Zucker. Ergebnis: Lecker! Und ganz einfach, man muss nur ein paar Tage einplanen, bis er durchkandiert ist.


Gefilzte Blüte mit Maulbeerseide...


...und echte Blüte an grüner Kerze. Frühling!!! :)


Und jetzt ist auch das Apfelgelee fertig. Nächstes Projekt: Kissenbezüge für das Sofa im Wohnzimmer. Ich liebe unsere Kissen in 60x40cm, aber man findet kaum noch Bezüge dafür. Also werde ich mich mal durch den Stoffvorrat wühlen... und wie immer dann doch noch was kaufen, hüstel.

Habt einen schönen Sonntag und eine sonnige Woche!

Samstag, 8. Februar 2014

Veränderungen...

...sind wichtig.

Und ja, ich gebe es zu- ich bin ein Mensch, der sich nur schwer von Gewohnheiten trennt. Manchmal muss das aber sein, manchmal ist es besser und manchmal macht es einfach nur Spaß und geht ganz leicht. Und gerade habe ich das Glück, dass bei vielen Veränderungen die Freude überwiegt...

Für euch am offensichtlichsten ist sicher das neue Design. Das orange sah so nach Herbst aus und im Moment ist mir doch sehr nach Frühling. Also gab es heute ein frischeres Design für das Blog und auch für die Wohnung, in der grün jetzt den Ton angibt.

Ich habe angefangen, einen Tischläufer zu lieseln, nach dem Muster "Mother Earth". Ein echtes Jahrhundertprojekt, auch, wenn es bei mir ja nur ein Bruchteil dessen wird, was eigentlich vorgesehen ist. In einer unvorsichtigen Minute habe ich mir in den Kopf gesetzt, dafür Reste zu verbrauchen, und das war dann das Ergebnis:


Gaaaanz dezentes Chaos.
Zwischenzeitlich ist wieder aufgeräumt und ich stichele so vor mich hin. Vermutlich bin ich damit in 10 Jahren noch nicht fertig. Aktuell gibt es allerdings den Tisch, auf den das ganze soll, noch gar nicht... der Liebste und ich können uns nämlich nicht einigen. Der Liebste hat sich -zumindest gefühlt- den größten Tisch auf Erden ausgesucht. Ich finde den zwar auch schön, finde aber auch, dass das selbe Modell in einer Nummer kleiner durchaus reichen würde. Meistens sind wir zu zweit, wofür brauchen wir also einen Tisch, der sich auf über drei Meter ausziehen lässt? Wofür? Na... weil eben. Ist doch klar. ;-)

Noch etwas bremst die Fertigstellung gehörig ab: Ich arbeite wieder. Endlich! Und endlich in Vollzeit. Im Kundenservice eines ortsansässigen Möbelhauses mache ich jetzt einen auf Feuerwehr. Genau das, was ich schon jahrelang gern gemacht habe und doch wieder ganz anders. Im Moment ist es noch sehr spannend, wie sich das Ganze entwickeln wird. Viel neues, viel zu lernen und abends kippe ich eigentlich nur noch ins Bett. Wird schon, und dann ist auch wieder mehr Luft zum Nähen :)

Ein bißchen gefilzt habe ich aber doch: Von den Sitzkissen, die ich meiner Mutter zu Weihnachten gefilzt habe, hatte ich noch viele abgeschnittene Stücke. Die habe ich auf passende Größe geschnitten und mit Lammwolle drumherum zu einem ganz ansehnlichen Haufen von kleinen, weichen Kieseln gefilzt. Und wer genau hinguckt, entdeckt auf dem Bild auch das Geschenk des Liebsten, das nur gegen ein Versprechen zu bekommen war...


Im Herbst geht's los. Mein Jahr wird spannend, glaube ich...


Donnerstag, 2. Januar 2014

Kawumm...

...da isses, das neue Jahr.

Und wie es aussieht, hält es jetzt schon (mindestens) zwei ordentliche Überraschungen bereit. Verraten darf ich noch nichts, nur soweit: Es dürfte ein spannendes Jahr für mich werden...

Euch allen ein gesundes, frohes Jahr 2014!

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Wer hat den Keks...

...denn nun eigentlich geklaut?

Vielleicht erinnert ihr euch noch an das Krümelmonster, das hier in Hannover dieses Jahr den goldenen Keks gestohlen hat. Wer das eigentlich war, konnte nie ermittelt werden... bis jetzt.

Denn ich behaupte: das waren die Neffen des Liebsten!
Deswegen bekommen sie zu Weihnachten diese Shirts:


Ich habe bei dawanda gelbe Flockfolie bestellt, einen Keks gezeichnet, darauf den Schriftzug und das dann durchgepaust und mit einem Cutter ausgeschnitten. Ging ganz gut.

Statt Label gab es ein schlichtes "J"- und das aus der Not heraus. Die dämliche Diebstahlsicherung im Laden hat nämlich mal wieder ein nettes Löchlein in den Jersey gepiekst. Hmpf. Aber dank der Bügelfolie ist es nun fest fixiert, nicht mehr zu sehen. Und so im Nachhinein finde ich sogar, dass das ganz nett aussieht.

Dann hatte ich zwei Mal den Schriftzug übrig. Wegschmeißen habe ich mal wieder nicht übers Herz gebracht, also "mal schnell" noch zwei Halstücher dazu genäht. Wenn man sich allerdings erst noch den Schnitt zeichnen muss, wird aus mal schnell ein halber Vormittag. Ich lern das nicht mehr, seufz.


Leider ist der Schriftzug nicht so gut zu erkennen. Allerdings war das der Stoff, der noch am ehesten passte, und extra noch neuen kaufen- nee, dann doch nicht. Der rot-weiße ist kuschliger Hilco-Jersey, die Rückseite ein flauschiger Baumwollsweat. Warm, aber insgesamt wohl eher ein Übergangs-Teilchen.
Ein Tuch ist gerade gestreift, eins schräg, das erkennt man auf dem Bild nicht so gut. Die Jungs sind recht eng beieinander, die Tücher also nur wenig unterschiedlich groß. Die unterschiedlichen Streifen verhindern dann das ewige "Wem gehört jetzt welches?"-Gesuche.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Noch nicht ganz fertig...

...aber waaah! 
Ich bin so verknallt, dass ich ihn euch trotzdem schon zeigen muss.


Meine kleine Dachs-Wuchtbrumme :) 
Werde ich jetzt noch weiter einfilzen und verfeinern, die Zeichnung muss noch etwas anders, aber das Grundgerüst steht und ich denke, man kann erkennen, dass es ein Dachs sein soll.

Dachse haben sehr große Nasen... aber diese ist doch etwas zu größ, da muss ich noch mal dran feilen.
 

Herr Dachs grinst. Tzzz.


Außerdem habe ich zu meinem Filztürmchen noch zwei weitere Häuser dazugefilzt. Auch die werden Weihnachten verschenkt, aber zusammen mit ein paar gefilzten Tannen habe ich ein richtiges kleines Dorf hier stehen. Im Dunkeln leuchtet es dank LED-Lichterkette auch noch fein.



 Das rote Haus hat eine gelbe Rankenverzierung bekommen...


...außerdem ein paar Punkte ums Fenster.

 Punkte auch für das blaue...


...aber hier mit Blumenranke.

Habe gestern schon wieder neue Lichterketten und Glasgefäße besorgt... Häuschen bauen macht definitiv süchtig, lach.

Montag, 9. Dezember 2013

Zwischenschritte...

...auf dem Weg zum Hirschen.

Nachdem der Rohling für den Hirschkopf nämlich recht monströs geworden ist (vorsichtig formuliert...), ich ihn aber ungern "plattmachen" würde, muss mir da erst ein möglichst großes, möglichst ähnlich gebautes Tier einfallen. Hmm.

Bis dahin habe ich das zweite Projekt vorangetrieben- den Dachs.


Hier sieht man schon ganz gut, wohin die Reise mal gehen soll. Inzwischen ist die Maske fertig, als nächstes werde ich die Ohren filzen. Ich plane, sie nass zu filzen, mal sehen, wie das klappt. Auch eine Nase hat er theoretisch schon. Und dann werde ich noch mal stundenlang nadeln dürfen, damit alles lange an seinem Platz bleibt.

Den Aha-Effekt hatte ich schon- er wirkt erstaunlich echt. Fast ein wenig gruselig. Hätte ich nicht gedacht.

Aktuell filze ich wirklich viel, auch einiges an Weihnachtsgeschenken, das zeige ich euch dann nach den Feiertagen, hust hust.

Freitag, 18. Oktober 2013

Der erste Stoffmarkt...

..auf besonderen Wunsch eine Liste der Dinge, die ich im Laufe der Jahre für mich als wichtig herausgefunden habe. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit...


Stoffmarkt ist meist zwei Mal jährlich, teilweise auch drei oder vier Mal, je nach Stadt. Die Termine findest du im Netz. Im Grunde genommen sind es Händler, die das Jahr über von Stadt zu Stadt tingeln. Viele sind aus den Niederlanden, aber es werden auch immer mehr Deutsche und teilweise wirst du sogar einen kleinen Stand deines regionalen Stoffgeschäftes finden. Allgemein ist mein subjektives Empfinden, dass die Qualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis in den letzten Jahren doch recht nachgelassen haben. Trotzdem kann sich ein Besuch lohnen.
Wenn du in Grenznähe lebst, kann es sich für dich auch lohnen, den Hüpfer in die Niederlande zu machen. In vielen größeren Städten findet jede Woche an festgelegten Tagen ein Stoffmarkt statt. Google einfach mal nach der Stadt, die am dichtesten zu dir liegt. Jetzt zu Weihnachten solltest du aber nicht fahren, um Weihnachtsstoffe zu kaufen, von denen ist meist fast nichts zu finden.


Du hast einen Stoffmarkt ausgesucht, vielleicht noch eine Freundin gefunden, die mit möchte, und es soll bald los gehen. Toll. Aber fahr nicht einfach so los. Was du im Vorfeld erledigen solltest:

-Such dir einen Babysitter. Und jemanden, der den Hund nimmt. Mit Kindern, Hunden und Kinderwagen auf dem Stoffmarkt unterwegs zu sein, ist kein Vergnügen. Es wird voll. Sehr voll. Und du kannst nicht in Ruhe gucken, wenn neben dran immer jemand drängelt. Wenn du etwas weiter fahren musst, nimm Mann und Kinder doch mit, oft sind die Märkte ja an Sonntagen; vielleicht gibt es in der Stadt einen Zoo oder ein tolles Museum, dann haben alle etwas davon.

-Überleg dir ganz genau, was du kaufen willst. Kauf unbedingt projektbezogen ein, sonst hast du die nächsten Jahre bergeweise Stoff rumliegen, der zwar schön aussieht, für den dir aber partout keine Verwendung einfallen will.

-Schreib dir eine Liste. Am Besten sehr übersichtlich und sehr ausführlich. Du wirst vermutlich überfordert sein mit dem Angebot und sonst die Hälfte vergessen.

-Geh in deinen Stoffladen vor Ort oder ins Netz und schau nach, was das, was du haben möchtest, dort kostet. Versuch, dir ein Bild von der Qualität zu machen, die du für das Geld bekommst. Schreib die Preise neben deine Liste und ggf. eine Notiz wie "basis" oder "hochwertig".


Stoffmarkttag!! Fahr nicht zu spät los, kurz vor Schluß bauen in der Regel alle schon ab. Such dir vorher Parkplätze in der Umgebung heraus; in der Regel sind Parkplätze knapp und gerade, wenn man ortsfremd ist, sucht man sonst ewig. Zu manchen Märkten kommt man auch super mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dann sollte man darüber nachdenken, einen Einkaufstrolley mitzunehmen, um nicht alles schleppen zu müssen.

Zieh' dich nicht zu kalt an und ganz wichtig, zieh Regenkleidung an. Es regnet immer. Immer. Immer, glaub mir! Lass den Regenschirm zu Hause, das ist unpraktisch; du wirst höchstens irgendwem ein Auge ausstechen.

Setz' dir ein Limit. Ich mache das so, dass ich das Geld, was ich ausgeben möchte, bar mitnehme und die EC-Karte ganz zu Hause lasse. Andere nehmen sie mit, um im "Notfall" doch noch bezahlen zu können, wenn sie DER Stoff anspringt. Denk daran, dass es ein Markt unter freiem Himmel ist- du kannst zwar an einigen Ständen mit Karte zahlen, aber eben nicht überall. Außerdem verlierst du bei Kartenzahlung extrem schnell den Überblick, wieviel du ausgegeben hast. Das geht auf dem Stoffmarkt ratzfatz.

Wenn du auf den Markt kommst, kauf nicht sofort drauf los. Mach eine Runde und verschaff dir einen Überblick. Was gibt es wo, was kostet wo wieviel, welche Qualität wird angeboten? Sei ruhig kritisch. Nur, weil es Stoffmarkt ist, heißt es nicht, dass alles ein Schnäppchen ist. Manches ist überteuert oder sein Geld nicht wert. Versuch, neutral zu bleiben und es dann nicht zu kaufen. Als Orientierung hast du ja deine Liste mit den Preisen.


Du hast einen schönen Stoff gefunden und dich bis zum Verkäufer durchgewühlt. Super. Kontrollier den Stoff genau. Oft wird B-Ware verkauft, und nichts ist ärgerlicher, als eine Laufmasche oder ein Loch mitten drin. Wenn für dich geschnitten wird, lass dich nicht ablenken. (Noch ein Grund, Kinder und Mann zu Hause zu lassen, die brüllen immer genau DANN.) Die Händler mögen es nicht, wenn du noch ewig überlegen musst, dass soll zackig gehen. Nimm deine Stoffballen, überlege dir, wieviel du willst, und überschlage grob im Kopf, was es kostet. Die Händler rechnen auch im Kopf zusammen und in all dem Stress sind Rechenfehler schnell passiert.

Sieh dem Händler zu, wenn er schneidet!!! Manche schneiden hinter dem Stand, wo man kaum etwas sieht. Augen auf! Nichts ist ärgerlicher, als wenn sich 3m zu Hause als nur 2,5m herausstellen. Abgesehen vom Geld fehlen dir eventuell die entscheidenden 50cm für dein Projekt, die du vor Ort nirgends bekommst. Du musst wirklich darauf achten, ich habe jetzt schon von soooo vielen gehört, die man betuppt hat; mir selbst ist es auch schon passiert und ich bin da sehr vorsichtig geworden.

Und danach: nach Hause fahren, Stöffchen streicheln, freuen.



Ich hoffe, das hilft dir ein wenig. Du hast noch mehr Tips? Dann schreib sie doch in die Kommentare.

Viel Spaß auf eurem ersten Stoffmarkt.