Ha, diesen Sommer war ich nicht komplett untätig an der Nähmaschine, ich habe es nur leider nicht geschafft irgendwas davon hier zu zeigen. Schande über mein Haupt. Daher wird es hier eine kurze Zusammenfassung der entstandenen Teile geben, mit jeweils einer kurzen Beschreibung, insofern mir etwas erwähnenswertes dazu einfällt. :)
Starten wir einfach mal mit ein paar T-Shirts.
Das erste hier ist das Elise Tee von Fine Motor Skills, ein kostenlose Schnittmuster. Genäht habe ich es aus einem leicht durchsichtig-strukturiertem Poly-Jersey in Größe S. Nachdem ich die Bündchen angenäht hatte, für welche es extra ein Schnittteil gab, hätte ich mich ohrfeigen können, es nicht vorher einmal anprobiert zu haben. Denn die Bündchen standen blöd ab, weil sie zu weit waren. Overlocknähte trennen habe ich dann hier auch direkt gelernt. Getragen habe ich es diesen Sommer nicht wirklich, da es mir von der Form nicht so wirklich toll gefällt, aber bei dem Umzug meiner Schwester, am heißesten Tag des Jahres, hat es mir durch seine Luftigkeit gute Dienste geleistet.
Dann bin auch ich dieses Jahr nicht um das Kimono Tee von Maria Denmark herumgekommen. Hier zu sehen aus einem schönen Streifenstoff, den ich mir auf dem ersten Stoffmarkt dieses Jahres gekauft habe. Leider ist er auch recht polylastig (ich wurde leider durch die schönen Streifen geblendet) und pillt recht doll.
Das gleiche Schnittmuster habe ich dann noch einmal mit dem Stoff vom Elise Tee kombiniert, und bin damit deutlich glücklicher. Mit einem Top drunter, kann man es auch außerhalb des Strandes oder 40 °C-Umzügen tragen.
Dann habe ich noch eine Bluse genäht, nach dem Schnitt Alice aus der La Maison Victor (Juli/August). Aus einem ganz weichem, etwas durchsichtigem Streifenstoff von Marc Aurel. Eigentlich sind die Streifen für Querstreifen gewebt, aber ich habe einfach 90 Grad versetzt zum Fadenlauf zugeschnitten. Was ich richtig gut fand, war die in der Anleitung beschriebene Verarbeitung der Passe. Ich habe mich schon oft geärgert, wenn das innere Passenteil nur durch Nahtumbügeln, an das Rückenteil genäht wurde und damit dann Außen abgesteppt wurde (keine Ahnung, ob das jetzt verständlich beschrieben ist…). Bei mir wurde das nämlich meinst etwas krumm…Hier wir das Rückenteil, nachdem die Passe schon am Vorderteil angenäht ist, durch ein paar Verrenkungen und einige Nadeln zwischen die beiden Passenteile genäht und dann gewendet. Das Ergebnis: eine saubere Naht, die dann ebenso sauber abgesteppt werden kann. Die Bluse trug ich dann im August in Italien, als ich meinen ersten Vortrag auf einer internationalen Tagung halten durfte. Sagen wir so: sie hat mir Glück gebracht.
Weiter geht es mit ein paar Beinkleidern.

Schon etwas länger hatte ich den Hollyburnschnitt von Sewaholic auf meinem Rechner, und diesen Sommer hat dieser Ankerstoff uns auch endlich zusammengeführt. Die äußeren beiden Bilder zeigen ihn in noch nicht komplett vollendeter Form, in Venedig in der Mitte zieren ihn dann auch noch zwei rote Knöpfe.
Genäht habe ich Version B, die mit der mittleren Länge. Nach der ersten Anprobe habe ich aber noch einmal beherzt zur Schere gegriffen und um 10 cm gekürzt.
Hier präsentiere ich, mit einigen Mückenstichen versehen, die Maritime Shorts von Grainline Studio. Auf den Fotos erkennt man es leider nicht so genau, aber der Stoff ist ganz fein hellblau gestreift. Und dabei gar nicht durchsichtig. Denn er hat eine mittelblaue Rückseite, die bei den Taschen auch ins Spiel kommt. So eine Shorts hatte ich schon für letztes Jahr geplant, der Stoff lag auch schon bereit (wieder ein Stoffcoupon von der Arbeit meiner Mama) und dieses Jahr war es das letzte was ich vor dem Abflug nach Italien noch fertig gestellt hatte.
Kommen wir nun noch zu einem Kleid und einer Jacke.

Bei dem Kleid handelt es sich um McCall’s 6887 aus einem mittelblauem Denim. Es war das erste Kleidungsstück mit Prinzessnähten für mich, und die Anpassung hätte sicherlich noch besser sein können. Beim Nähen habe ich mich komplett an dem Sewalong bei lladybird gehalten und das Kleid nicht gefüttert. Verstürzt habe ich die Säume und Ausschnitte mit pinkem Sternchenschrägband, welches noch von der Babydecke übrig war.

Bei der Rückenansicht habe ich 3 statt 2 Knöpfen angenäht, und dafür selbstbeziehbare Knöpfe genommen. Auf den Bilden ist es leider nicht zu erkennen, aber ich habe versucht einen Stern vom Schrägbandstoff so gut es geht mittig zu platzieren. Getragen habe ich es dann auch am Comer See.
Ha, den Abschluss mach doch tatsächlich ein Kleidungsstück, dass ich noch nicht wirklich getragen habe. Der Schnitt ist wieder eine Alegra, allerdings habe ich dieses Mal die Schultern verbreitert, allerdings das Anpassen der Ärmellänge vergessen. Mit dem Zusammenspiel zwischen Stoff und Schnitt bin ich nicht so zufrieden. Bei der ersten Alegra war der Stoff etwas dehnbarer, was hier leider komplett fehlt. Daher sind die Ärmel etwas eng. Mit T-Shirt geht es gerade noch so, aber lange Ärmel darunter sind nicht möglich. Aus Ermangelung an passendem Garn, sind die Ärmelsäume und der untere Saum mit einem Verlaufsgarn abgesteppt.
Puh, jetzt sind wir auch durch mit der Sommernachlese. Während meines Tagungsaufenthaltes im August, hat es tatsächlich geklappt, dass ich jeden Tag me made getragen habe. Beim Gala Dinner durfte das Cambie Dress noch einmal raus, und auch der Morris Blazer war ein wirklich guter Begleiter.
Jetzt wird es aber langsam mal Zeit, dass ich mich an meine Herbst- und Wintergarderobe mache. Auch wenn ich einige der hier gezeigten Teile, noch gerne etwas tragen würde, aber der Herbst ruft!