Von aussen der Blick auf einen kleinen Teil des Neulandparks.
Mein Rudel ist "Baumpate".
Das heißt, meine beiden Menschen haben wohl irgendwo einen Baum gepflanzt - oder?
Wofür und warum wohl? Doch bestimmt nicht für mich? Na - ja - die Aktion lief schon im November 2004 - also lange vor meiner Zeit.
Frauchen möchte dazu ein wenig Aufklärung für diejenigen Besucher meines Blogs geben, die sich für den Hintergrund interessieren.
Natürlich haben meine Beiden damit auch eine Verpflichtung übernommen, die vor allen Dingen darin besteht, den "Neulandpark" (ehemals Landesgartenschaugelände NRW 2005) - direkt am Rhein gelegen - öfter zu besuchen und auch ein wenig auf diesen wunderschönen Amberbaum, den sie meinem Enkelkumpel gewidmet haben, aufzupassen und diesen sehr schönen und interessanten Park anderen Menschen ans Herz zu legen. Für diejenigen, die es nicht wissen: Der Park entstand auf einer unvorstellbar großen und sehr - sehr schrecklich vergifteten Müllhalde der Firma Bayer AG, die dort seit Jahrzehnten ihren Giftmüll entsorgte!!!!!!! Niemand glaubte je, dass dort eines Tages "neues Land" entstehen würde. So sehr die Zweifler versuchten ihre Bedenken dagegen immer wieder in die Öffentlichkeit zu bringen, blieben Visionäre beim Thema und so wurde von Bayer nicht nur eine unermessliche hohe Summe Geld in die Sanierung gesteckt - nein auch das Land und die Stadt steuerten Millionen für die Rekultivierung hinzu. Die Alternative wäre geblieben: Ein meterhoher Zaun - eine unüberwindbare Absperrung und damit der Verlust einer Riesenfläche unmittelbar am Rhein, aber auch - die Lösung des schrecklich gefährlichen Problems den nächsten Generationen zu überlassen.
So sind alle Investitionen unter dem Park, auf und innerhalb des Geländes nach Sicherheitsaspekten von höchstmöglichem Standard und unter Abwägung von evtl. Risiken in der Zukunft geflossen.
Insoweit ist die Bezeichung: Neulandpark tatsächlich zutreffend und die LAGA 2005 war eine der bisher erfolgreichsten ihrer Art in NRW und darüber hinaus. Die Stadt - unsere Bürger und die Besucher - haben den Park angenommen und viele - sehr viele Ehrenamtler - vor denen ich mich immer wieder verneige - tragen zur Pflege, zur Sicherheit und zum Gedeihen des Parkes bei. Viele Bürger haben Bäume und Sträucher - sowie Bänke und auch Skulpturen gespendet. Eine der Tatsachen, dass Gelder und persönliche Leistungen vom Verursacher bis hin zum Bürger und Nutzer in die richtige - gemeinsame Richtung geflossen sind. Dass es dennoch zu Vandalismus von pupertierenden Jugendlichen in den ersten Jahren gekommen ist, trübte oft die wertvolle Arbeit der Gärtner und deren Helfer/innen. Daher - und das ist eine deutliche Zeiterscheinung - versuchen Wachleute dem entgegen zu wirken. Durch geregelte Öffnungszeiten hat die Stadt bzw. deren Sportpark GmbH u.a. auch viele attraktive Open-Air Veranstaltungen dort geplant und so hat der Park einen festen Platz im kulturellen - und im sportlichen Leben unserer Stadt.
Er ist sowas wie ein Zeichen der Hoffnung - der Einsicht und der Umkehr.
Auf alle Fälle aber immer wieder ein "Ziel" - auch viele schöne Radtouren durch die Stadt und die Umgebung und auch aus dem Bergischen Land führen dort hin.
Mein Rudel fährt gerne und regelmäßig zu Besuch bei "ihrem" Patenkind vorbei, schaut nach und hält es in Bildern fest. Mein Enkelkumpel ist stolz, dass dieser Baum seinen Namen trägt.
Es ist ein kräftiger canadischer (!) Amberbaum - so steht es jedenfalls auf der Urkunde und auch auf dem Messingschild - das auf einem Granitsockel - direkt unten neben dem Stamm - angebracht wurde.
Nun sollte ich ja sehr glücklich darüber sein, dass mein Rudel - quasi an so prominenter und auch stark freqentierter Örtlichkeit - einen eigenen Baum besitzt.
Weit gefehlt, denn der Zugang ist für uns Vierbeiner leider nicht gestattet. Nix da - so drehe ich immer meine Runde mit Herrchen direkt an den Rheinwiesen und Frauchen läuft bis zum Baum und erzählt ihm zumindestens kleine Geschichten, teilt ihm Sorgen mit und erfreut sich natürlich von Herzen daran, dass er gedeiht und groß und stark ist - sie meint, dass er der kräftigste und der allerallerallerschönstgewachsene Amberbaum auf dem gesamten Gelände ist. Die Pracht seiner Blattfarbe wird sicher auch noch von ihr festgehalten, denn in der letzten Woche waren alle Blätter noch sattgrün und kein Hinweis auf den Indiansummer zu sehen.
Mein Frauchen findet es sehr wohltuend, diesen Baum so gesund wachsen zu sehn und glaubt daher ganz fest an noch viele - viele - viele gesunde gemeinsame Jahre, in denen er allen Stürmen und Wetterkapriolen widersteht. Sie hofft, dass er auch noch nach Jahrzehnten ein gesunder Baum - mit ganz starken Wurzeln und vielen kräftigen Ästen sein wird.
Auch wenn ich mein Beinchen nicht an ihm heben darf. Ich spüre genau, dass dieser Baum irgendwie auch ein Symbol für Hoffnung ist, was meinem Rudel Kraft gibt und daher gefällt mir der Gedanke schon sehr: Amberbaumpate.
Unser Baum steht ganz weit hinten in der langen Reihe - schön, dass er dort prächtig gedeiht.




