Mittwoch, 31. Oktober 2018

Das Rapsfeld im Herbst

Könnt Ihr Euch noch an mein Rapsfeld erinnern? Im Mai hatte ich ein Rapsfeld genäht und daraus dann einzelne AMC. Für einen Tausch brauchte ich mal wieder eine AMC und diejenige, mit der ich tauschen möchte, bekam damals den in voller Blüte stehenden Kirschbaum geschickt. D. fragte nun, ob ich vielleicht passend einen Baum im Herbst nähen könnte. Da ich AMC selten auf Vorrat nähe, nähe ich für einen Tausch immer aktuell. So auch dieses Mal.

Mir kam dann die Idee, den Acker, den ich im Frühjahr als leuchtend gelbes Rapsfeld genäht habe, noch einmal im Herbst darzustellen. Das habe ich auch gemacht. Als erstes habe ich aus verschiedenen Stoffstücken eine Landschaft dargestellt. Damals habe ich die Stoff herkömmlich rechts auf rechts aneinander genäht. Dieses Mal habe ich mit den Stoffstücken eine Unterlage belegt, Tüll darauf gelegt und dann die Stoffe festgequiltet.
Die Stoffe, die ich verwendet habe, sind im Himmelbereich handgefärbter Baumwollsatin und im unsereren Bereich die Reste, die von meinem Gartenquilt über waren. Ich fand, die passten sehr gut. Nachdem ich mein Stoffstück schon als Landschaft gequiltet hatte, habe ich es auseinander geschnitten und meine einzelnen Landschaftsbereiche verziert.
Heute bin ich dann endlich dazu gekommen, meine AMC zu vollenden. Meist fehlte nicht mehr viel: Hier und da ein paar Igel, eine Eule, der Hund und der Kürbis mussten noch aufgenäht werden. Und so sieht das leuchtend gelbe Rapsfeld nun im Herbst aus:
Oben links schwebt hein Heißtluftballon über das schon für die Winterruhe vorbereitete Feld. Über die Felder ziehen sich Hagebuttenhecken hin.
 Das Feld rechts daneben ist auch bereits für den Winter vorbereitet. In dem Busch hat eine Igelfamilie Zuflucht gesucht, es scheint, als bräche gleich ein Unwetter los.
Ganz rechts ist das Unwetter schon angekommen. Auf einem Baum, von dem der Sturm schon alle Blätter weg geweht hat, sitzt eine Eule und wartet, dass der Regen vorbei geht. Auch dieses Feld ist bereits für den Winter vorbereitet.
In der zweiten Reihe links ist der Kirschbaum zu sehen. An ihm hängen nur noch vereinzelte Blätter. Unter dem Baum hat der Bauer das Laub zusammengefegt und als Haufen liegen gelassen. Auch dort wohnt eine Igelfamilie. Das Feld scheint mit einer Herbstfrucht bestellt zu sein, denn es ist noch etwas grün.
Auf dem Teil rechts daneben findet sich Wiesenblumen. Der Bauer hat ja an seinem Rapsfeld einen Blühstreifen für die Bienen angelegt und so lässt er natürlich auch die Wiesenblumen blühen.
   
Über das ganz rechte Feld läuft gerade ein Hund. Ob er seinem Herrchen weggelaufen ist oder ob er versucht, mit dem Wind zu spielen? ich weiß es nicht. Das Feld ist noch nicht ganz abgeerntet, im oberen Teil ist aber zu erkennen, dass auch ein Teil dieses Feldes bereits für den Winter hergerichtet ist. Auch hier findet sich eine Hagebuttenhecke, sicher werden die Früchte demnächst geerntet und zu leckerem Tee verarbeitet.
 
Auf dem untersten Teil des Feldes findet sich ebenfalls eine Hagebuttenhecke. Vor der Hecke hat der Bauer die Kürbisse aufgereiht. Demnächst werden sie abgeholt und auf dem örtlichen Wochenmarkt angeboten. Gerade jetzt sind ja Kürbisse sehr gefragt. :-)

Ja und nun wisst Ihr, wie das leuchtend gelbe Rapsfeld im Herbst aussieht. Es ist noch einiges zu tun, aber der Bauer hat auch schon ganz viel geschafft und kann sehr zufrieden sein. Mal sehen, wann sich der Winter einstellt und die Landschaft mit einer dicken Schneedecke überzieht. Vielleicht schaue ich dann mal wieder vorbei und zeige Euch die Landschaft im Winter.

Montag, 29. Oktober 2018

Projekttaschen

Habt zunächst vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinem letzten Post. Die  Jacke, der Anorak von Katharina ist im Einsatz und sie liebt sie. Das Wort Anorak ist eines aus meiner Kindheit, vor einer Weile habe ich irgendwo etwas über untergegangene Wörter gelesen. Da waren so tolle Wörter wie "kommod" oder "Backfisch" dabei. "Anorak" könnte da auch mit reinpassen, das Wort sagt heute kaum noch einer. An solchen Worten merke ich immer wieder, wie wandelbar Sprache doch ist. Susanne schrieb in ihrem Kommentar, dass sie die Jacke gar nicht gekauft hätte, aber die Jacke nicht zu kaufen, hätte ich nicht machen können, Katharina hat sich doch so sehr darauf gefreut. :-)

Ich habe am Wochenende aber nicht nur Katharinas Jacke geändert, sondern auch was genäht: Nämlich zwei Projekttaschen. Ich habe die schon oft bei Euch bewundert, zum Nähen bin ich bisher aber nicht gekommen. Es war bei mir schon häufig so, dass ich den Trends hinterher hinke und das ist nicht erst so, seitdem es das Netz gibt, auch zu analogen Zeiten war es so. Das, was z. B. alle gelesen haben, hat mich erst Jahre später interessiert. Naja und so habe ich meine Projekttasche eben auch erst Jahre später genäht.

Verwendet habe ich dafür einen Block von einem Bom-Projekt, welches ich nicht weiternähen wollte. Die Farben und die Stoffe fand ich damals schön, aber... ...naja, wie das so ist. Egal. So hatte ich wenigstens einen Block für meine Tasche.
Für die Vorderseite habe ich durchsichtige Tischdeckenfolie verwendet. So kann ich immer sehen, was in der Tasche ist.
Am Sonntag war meine Tasche auch schon im Einsatz. Jonathan hatte nämlich ein Fußballspiel und ich war Fahrer. Eine Halbzeit habe ich mir das Spiel angesehen und dabei mächtig gefroren. Die zweite Halbzeit habe ich mich dann im Auto in meine Decke gehüllt und versucht, wieder warm zu werden. Sticken war mit den kalten Fingern gar nicht so einfach...
Katharina fand die Tasche so toll, dass sie auch gern eine haben wollte. Den Wunsch konnte ich ihr nicht abschlagen und os habe ich Sonntag - bevor ich losgefahren bin - schnell eine Tasche für sie genäht. Ich hätte gar nicht damit gerechnet, dass ich sie noch komplett fertig bekomme., aber es hat geklappt.
Für die Rückseite haben wir zwei Blöcke verwendet, die ich mal aus einem Tausch bekommen habe. Katharina fand die Schneemänner so schön, also Schneemänner. Für die Vorderseite habe ich wieder die Tischdenekfolie genommen. Steffen hat mit davon kürzlich zwei Meter gekauft, ich kann also noch viele Projekttaschen nähen.
 Auf die obere Seite habe ich Katahrinas Namen gequiltet.
Ich habe ihr die Tasche dann hingelegt, da sie it Johannes unterwegs war, als ich gefahren bin. Johannes hatte ich dann die Bilder aufs Handy geschickt und er hat sie Katharina gezeigt - und sie hat sich so darüber gefreut. Im Moment nutzt sie die Tasche, um darin einen Teil ihrer Bausteine zu transportieren. Mal sehen, wie lange sie die Tasche dafür nutzen wird. ;-)

Es hat Spaß gemacht, die Taschen zu nähen, das ist ein schnelles Projekt für zwischendurch und ich denke, ich werde wohl noch die ein oder andere Tasche nähen. Projekte habe ich auf jeden Fall genug und auch genug angefangene Projekte, die irgendwo verstaut werden müssen.

Freitag, 26. Oktober 2018

Größe 128 - mit Affenarmen

Gestern haben wir einen Brief mit Werbung bekommen und Katharina hatte sich auf der Stelle in eine pink-lila Steppjacke verliebt. Da sie sich noch nie ein Kleidungsstück gewünscht hat, habe ich ihr den Wunsch erfüllt und die Jacke gekauft. Die Jacke gab es allerdings erst ab Größe 128, derzeit trägt sie 122. Egal, ich habe die Jacke trotzdem mitgenommen. Sie passte, allerdings waren die Ärmel viiiiiiel zu lang.
Ganze zwei "Felder" müssten von den Ärmel abgeschnitten werden. Erst habe ich überlegt, die Ärmel nur umzukrempeln, aber dann habe ich mir überlegt, dass dies bei Kindern blöd ist. Also blieb nur, die Ärmel abzuschneiden. Es ist gar nicht so einfach, in ein neu gekauftes Kleidungsstück zu schneiden.
Ich habe dann an die Ärmel Bündchen angenäht. Die hätten zwar ein kleines bisschen  kleiner sein können, aber so geht es auch.
 
Das Bündchen kann zuerst eingeklappt oder halbiert werden und wenn es ganz ausgeklappt ist, passt die Jacke hoffentlich im nächsten Winter auch noch. ;-)
 
Katharina ist zufrieden und glücklich mit ihrer Jacke - und dann bin ich es auch. :-)

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Heute ist ein Freutag

Vor einer ganzen Weile hatte ich im Internet, ich weiß gar nicht mehr wo, ein Foto von einem Quilttablett gesehen. Nach einer Weile suchen, habe ich entdeckt, wo es das gibt. Allerdings hat mich der Preis vom Kauf abgehalten und so dringend brauchte ich das nicht wirklich. Es wäre nur schön gewesen. Und so habe ich das Tablett wieder vergessen.

Seitdem ich versuche, meinen Garnrollenhalter auf einer Plattform zu verkaufen, bin ich zwangsläufig dort häufiger unterwegs. Spaßeshalber habe ich mal nach einem Quiltrahmen gesucht und freundlicherweise bietet die Plattform, wie das Netz überhaupt auch, zu den Suchvorschlägen immer wieder passende Angebote an. Tja und so hatte ich kürzlich eine Anzeige gesehen, wo jemand einen Quiltrahmen verkauft. Der war für mich nicht interessant, aber das in einer anderen Anzeige angebotene Tablett. Es war genau so eines, wie ich vor einer Weile entdeckt hatte. Nach einer kurzen Überlegung habe ich die Verkäuferin dann angeschrieben und schnell waren wir uns einig und heute schon kam das Paket an. Das war eine Freude. Ich liebe es ja Post und erst recht Pakete zu bekommen und das Auspacken ist immer was ganz Besonderes.
Mein Tablett war, wie man sehen kann, gut verpackt. Und das ist das gute Stück.
Es ist an alles gedacht, was zum Quilten gebraucht wird: Ablage für die Fingerhüte, für Nadelröhrchen, für Garne, für Nadeln und für andere Sachen sowieso. Das Tablett ist so gearbeitet, dass es auf einen Quiltrahmen gestellt werden kann. Dafür möchte ich es aber nicht verwenden, sondern für meine Utensilien, die ich um Applizieren, Handnähen und Sticken benötige und so habe ich mein Tablett gleich mal bestückt:
Schön, oder??? Vielleicht werde ich mein Tablett nachher noch einweihen und ein wenig an meinen Blöcken weiter sticken. Gestern hatte ich ja wieder Fahrdienst für Jonathan und so habe ich ein bisschen gestickt.
Der Treppe hatte ich schon am Wochenende ein Geländer verpasst. So ist sie nicht mehr ganz so gefährlich. Gestern beim Warten habe ich mich dann mit der Küche beschäftigt. Es ist nicht wirklich viel an den einzlenen Blöcken zu sticken, aber es sind so viele kleine Motive und die halten mich doch ziemlich auf. In meiner Küche habe ich gestern zunächst die Pflanzen gestickt, die am Regal zum Trocknen hängen. Fertig geworden bin ich damit jedoch nicht.
So und jetzt werde ich weiter sticken und mal schauen, wie sich mein Tablett beim Arbeiten macht... :-)

Samstag, 13. Oktober 2018

Mein ganz persönliches "Freitag-Abend-Nähen"

Heute ist nun der Tag, an dem Steffen und Katharina aus Berlin zurückkommen und ich freue mich schon sehr, beide wieder in die Arme schließen zu können. Gestern aber habe ich die Zeit des Fast-Alleinseins noch einmal ausgiebig genutzt. Wie überhaupt die ganze Woche: Ich habe die Zeit genossen und mit Nichtstun verbracht. Also, das Nichtstun bezog sich dabei allerdings eher auf Haushalt und dergleichen, genäht habe ich in den Tagen häufig und wenn ich nicht genäht habe, war ich mit der Crew der Enterprise 1701D unterwegs - oder ich habe beides gemacht. ;-)

Bei meinem Quilthaus bin ich nun beim Dach angekommen. Gestern habe ich mal alle Zimmer zusammen ausgelegt, hauptsächlich, um zu überprüfen, ob der Stoff, den ich für das Dach ausgesucht habe, nicht zu dunkel ist. Aber ich denke, es ist so wirklich gut.
So habe ich dann zunächst die Außenseiten für das Dach zugeschnitten. Appliziert habe ich allerdings noch nichts weiter. Ich habe mich dann entschlossen, den Kaleidoskop-Quilt weiter zu nähen. Die Kaleidoskope waren schnell genäht. Und dann fing mein eigentliches Problem an. Laut Anleitung sollten die Quadrate, die zwischen die Kaleidoskope gesetzt werden, 6,5 Inch groß zugeschnitten werden. Das habe ich auch gemacht, allerdings waren die dann irgendwie zu klein.
Das Quadrat passte genau zwischen die Kaleidoskope, beim ersten passte das noch ganz gut, aber bei der Weiterverarbeitung kam ich dann an meine Grenzen.
Ich habe dann alles wieder getrennt und die Quadrate 7 Inch groß geschnitten und dann ließen sich die Kaleidoskope auch für mich gut mit den Quadraten zusammen nähen. Plötzlich fügte es sich irgendwie fast wie von allein zusammen. Nachdem ich dann das Mittelteil zusammen gesetzt hatte, war es schon recht spät und zunächst hatte ich überlegt, das Top heute fertig zu nähen. Dann habe ich aber überlegt, dass es gar nicht mehr viel wäre und ich mein Top ja auch fertig nähen könnte. Also habe ich die Randstreifen genommen und auch diese noch an mein Top genäht. Da ich bei diesem Top nun schon so viele Y-Nähte genäht habe, kam es auf vier weitere auch nicht mehr an und so habe ich den Rand - wie vorgesehen - mit Y-Nähten gearbeitet. Auf diese vier Nähte mehr oder weniger kommt es nun auch nicht an.
Bis auf diese eine Ecke sind sie auch ganz passabel geworden und so habe ich gestern in meinem ganz persönlichen Freitag-Abend-Nähen ein Top fertig genäht.
Mal schauen, vielleicht schaffe ich es heute noch, mein Top mit Vlies und Rückseite zu verbinden, damit ich bald mit dem Quilten beginnen kann, so dass ich - hoffentlich - noch in diesem Herbst eine Tischdecke für unseren neuen Tisch haben werde.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Zwei Trainingseinheiten später...

In dieser Woche habe ich Jonathan zweimal zum Training nach Thale gefahren. Zum Hin- und Herfahren ist die Zeit zu kurz und so habe ich dann gleich dort gewartet.

Es versteht sich doch von selbst, dass ich mir wieder was zum Handarbeiten mitgenommen habe. Das letzte Zimmer von meinem Quilthaus war noch zu arbeiten. Dieses hatte, seitdem Katharina gesagt hatte, sie möchte auch nähen, etwas beiseite gelegt, denn da sind nur einfache Rechtecke und Quadrate zu applizieren und das mit normalem Vorstich.

Am Dienstag habe ich den ersten, größten Teil appliziert.
 
Den Blumentopf und drei der Vierecke hat Katharina appliziert. Ihr fehlt noch die Ausdauer, aber sie macht das wirklich gut. Und natürlich habe ich sie gefragt, ob ich an dem Block weiter nähen soll oder ob sie das selbst machen möchte.
Das war mein Stand am Dienstag, als die Trainingseinheit beendet war. Viel war dann wirklich nicht mehr zu applizieren. Den Rest habe ich dann heute gemacht. Allerdings war ich heute immer wieder abgelenkt. Schaut mal, was ich heute entdeckt habe:
 
Ob es wirklich Schneegänse waren, weiß ich nicht, auf jeden Fall haben sie ein großes Spektakel veranstaltet. Ich habe sie gehört, lange bevor ich sie gesehen habe.

Bei meinem heutigen Block gab es auch ein bisschen was zu sticken. Sonst habe ich immer erst die Teile bestickt und dann appliziert. Allerdings ist das immer ein bisschen fummelig gewesen, daher habe ich heute erst appliziert und dann gestickt.
Tja... Ich habe x-mal auf meinen Schriftzug geguckt, er ka mir komisch vor, aber den Fehler habe ich erst dann entdeckt, als ich schon ein paar Buchstaben gestickt hatte. Und dann wurde mir schlagartig bewusst, dass da ein "c" fehlt. Also alles wieder retour und dann noch einmal mit "c" bitte. ;-)
So sah mein Blöckchen dann zum Ende der Trainingseinheit aus:
Es ist alles fertig appliziert und besonders niedlich finde ich das kleine Mausloch. Zu Hause habe ich dann zwei kleine Knöpfe gesucht, damit mein Schild auch "o's" bekommt. Gar nicht so einfach, so kleine Knöpfe zu finden, aber ich bin fündig geworden.
Wieder habe ich zum Schluss mal die Knöpfe dieses Blocks aufgelegt und ich finde, er sieht wirklich schön aus.
Und wie ihr seht: Mein Was-auch-immer-Zimmer ist geöffnet. Tretet ein und schaut euch um.
Morgen werde ich versuchen, das Dach zu beginnen und dann bin ich schon fast fertig. Naja, das ist jetzt übertrieben, ich "muss" meine Blöcke ja auch noch besticken. ;-)

Montag, 8. Oktober 2018

"Wird das ne Tischdecke für den neuen Esstisch?"

"Nein, das wird ein Wandquilt."
"Achso, ne Tischdecke wär aber auch gut. Und was für den Herbst passt doch."

Ähm, ja, eigentlich hat Jonathan Recht, aber wenn es doch nun mal ein Wandquilt werden soll... Als im September der neue Katalog vom Handarbeitshaus, hatte mich der Herbstkaleidoskop-Quilt auf Anhieb fasziniert. Eigentlich wollte ich mir keine Packungen mehr bestellen, aber noch zwei, drei Tagen der Überlegung habe ich mir dann doch das Kit bestellt. Nähen wollte ich den Quilt eigentlich in meiner Urlaubswoche, aber da kam es ja doch irgendwie anders.

Gestern nun habe ich mit dem Quilt angefangen. Allein schon wie die Stoffe verpackt sind, ist immer wieder schön.
Und der Bordürenstoff ist wunderschön. Der hat so einen schönen, glatten, aber auch festen Griff.
Und damit fing dann mein Problem auch schon an. Es sollten 8,5 Inch breite Streifen geschnitten werden. Ich war mir nicht sicher, wenn ich den Stoff falte, ob dann das Muster auch wirklich passgenau übereinander liegt. So habe ich den Stoff nur zweimal gefaltet und dann meine Streifen geschnitten. Allerdings wurden die mal mehr, mal weniger 8,5 Inch breit. :-( Ups...

Erst wollte ich die ganze Sache dann weglegen, ich habe es mir dann aber anders überlegt. Ich habe zunächst die Oktagons (?) genäht. Beim Nähen kam mir dann das Gespräch mit Jonathan wieder in den Sinn. Warum eigentlich keine Tischdecke für den neuen Esstisch? Wandquilts habe ich genug und für einen in der Größe von 1,50+ habe ich eigentlich auch gar keinen Platz... Also: Eine Tischdecke.

Probehalber habe ich meine Blöcke mal ausgelegt und ich denke, das wird auch hübsch aussehen.
 
Für meine Variante benötige ich sechs Blöcke und so kann ich sogar diejenigen, die nicht passend sind - siehe oben Zuschneiden - aussortieren. Mal schauen, was ich damit mache. Um sie zu verarbeiten müsste ich sie sicher erst einmal auftrennen. Aber das hat noch Zeit. In den nächsten Tagen werde ich dann mal meine restlichen Blöcke fertig nähen und mich mit den Zwischenstücken und dem Zusammensetzen beschäftigen.

Rückblickend muss ich sagen, dass Jonathans Idee gar nicht so schlecht war. :-)

Sonntag, 7. Oktober 2018

Einweihung meiner Nähecke

Ich denke, jetzt bin ich soweit mit meiner Nähecke fertig, dass ich mich wohl fühle. Am Freitag habe ich noch einen Container und Gardinen und Gardinenstoff gekauft. Der Container ersetzt an einem Nähtisch zwei Tischbeine und soll mein Stickgarn aufnehmen, da ich für meinen Garnrollenhalter in meiner neuen Nähecke leider keinen Platz mehr habe. :-(
Den Tritthocker brauche ich, um an die oberen Fächer in meinem Schrank zu kommen. Und notfalls kann ich den auch zum Sitzen nehmen. Mein Stick- und Quiltgarn habe ich heute eingeräumt und ich habe noch so viel Platz in meinem Container.
 
Ich bin absolut fasziniert, wie viel der Container aufnehmen kann. Ich werde davon noch einen weiteren kaufen und an die andere Seite vom Tisch stellen. Ich hoffe, dass ich da dann den Inhalt von den zwei roten Rollcontainern unterbringen kann.

Fürs Schlafzimmer wollte ich auch gern neue Gardinen haben. Ich habe mich für den gleichen Stoff entschieden, wie ich für mein eines Regal verwendet habe. Bei der ersten Gardine ging ja noch alles gut, bei der zweiten habe ich dann noch einmal darüber nachgedacht, ob ich das Faltenband wohl auch richtig herum aufgesteckt habe. Ich kam dann zu der Überzeugung, dass es wohl falsch sein muss und habe alles geändert - um dann nach drei kompletten Nähten feststellen zu müssen, dass es nun wirklich falsch herum aufgenäht ist. Also musste ich alles wieder auftrennen: Drei Meter Faltenband, dreifach aufgenäht... :-(
Ich glaube, das Auftrennen hat bald länger gedauert, als die Gardinen zu nähen.
Farblich passendes Nähgarn ist ja schön, aber beim Auftrennen schrecklich. Irgendwann fiel mir dann meine Lupenlampe ein. Die war dann wirklich ein Segen. :-)
Nach einer gefühlten Ewigkeit waren dann meine Gardinen fertig und ich finde, sie sehen auch wirklich schön aus. Neue Stores gab es auch, die alten waren nun wirklich nicht mehr brauchbar.
Heute habe ich dann meine Nähecke noch ein wenig eingerichtet, so habe ich mein Schild aufgehängt. 
Beim Umräumen fiel mir dann mein So-oder-so-Gesicht in die Hände. Das sollte auf jeden Fall auch wieder einen Platz bekommen. Eigentlich wollte ich den Quilt auf einen Nagel hängen. Nachdem ich die Ösen dieses Mal so richtig gut hinbekommen habe, musste ich feststellen, dass mein Nagel für die Ösen zu groß war. Den ersten Nagel bekam ich aus der Wand nicht mehr raus, also habe ich einen zweiten reingehauen. Da hing mein Quilt aber total blöd. Aus der Not habe ich dann einfach eine Tugend gemacht. Durch meinen Quilt habe ich einen Faden gezogen und den dann auf die beiden Nägel aufgehängt. Es muss ja gewährleistet sein, dass ich meinen Quilt drehen kann, je nachdem, wie gerade meine Stimmung ist...

 
Im Moment hängt das lachende Gesicht im Zimmer, ich hoffe, es hängt viel öfter als das traurige Gesicht.
Morgen zeige ich dann das, was ich heute - sozusagen als richtig wirkliche Einweihung meiner Nähecke - genäht habe. :-)