Habt vielen lieben Dank für Eure lieben Kommentare zu meinen neuesten Jane-Blöcken. Wie immer habe ich mich sehr darüber gefreut. Auch habe ich mich sehr gefreut, dass ich Dich, liebe
Rela anstecken konnte. Ich bin sehr gespannt auf Deine Jane. ;-) Ich bewundere jeden, der diesen Quilt näht und noch mehr diejenigen, die ihn mit der Hand nähen. Wow!!!
Ich weiß nicht, ob ich schon einmal davon geschrieben habe, dass ich gern mal einen Sonnenaufgang auf dem Brocken erleben möchte und eigentlich war der Plan, das in diesem Sommer mit meinem Schwager in Angriff zu nehmen. Aber irgendwie haben wir nicht zueinander gefunden. Und weil ich befürchtet habe, dass wieder ein Jahr darüber hingeht, habe ich mir Anfang September überlegt: Heute gehe ich auf den Brocken. Mein Plan war allein zu gehen, denn mein Schwager war beim Brockenlauf in Ilsenburg, Johannes und Jonathan beim Fußball und für Steffen ist es einfach zu anstrengend. Glücklicherweise ist Jonathans Spiel dann ausgefallen und Steffen hat ihn dazu "verdonnert", mich zu begleiten. Letztendlich war ich sehr froh darüber, denn ich weiß nicht, ob ich es allein geschafft hätte.
Ausgangspunkt für uns war Schierke, von dort sind wir die Brockenstraße gelaufen.
Auf dem Weg nach oben war es wirklich noch stockfinster. Zwischendurch haben wir auch zwei Hirsche gehört. Ich trau es mich gar nicht zu sagen, dass ich 45 Jahre alt bin und bis dato noch nie Hirsche hab brüllen gehört. Beeindruckend und das war der Moment, wo ich sooo froh war, dass Jonathan dabei war.
Kurz bevor wir den Gipfel erreicht haben, verzog sich die Nacht und machte der Dämmerung Platz. Ein tolles Schauspiel:
Mit jedem Schritt weiter nach oben wurde der Himmel heller und als wir kurz vor der Brockenkuppe waren, ging dann auch die Sonne auf.
Ein Foto vor dem Stein gehört natürlich dazu und ich muss sagen, ich war da schon unheimlich stolz auf uns. Wie immer wehte ein eisiger Wind und ich war froh, dass mir Jonathan seine Mütze überlassen hat.
Und dann war die Sonne so richtig am Aufgehen, die Nacht war endgültig vorbei und macht dem Tag Platz.
Für den Rückweg hätte ich uns sogar eine Fahrt mit der HSB spendiert, allerdings fuhr der erste Zug abwärts erst am späten Vormittag und da wollten wir schon wieder zu Hause am Frühstückstisch sitzen. Also musste wir auch wieder laufen. Da wir nun aber richtig sehen konnten, sind wir auch Abkürzungen gegangen. Als es dann auch hell war, konnten wir sehen, wie viele der Fichten bereits abgestorben sind.
Ich weiß nicht, ob ihr es mitbekommen habt, aber bei uns im Harz grassiert gerade ein massives Fichtensterben, zum einen durch die trockenen Sommer und viele Stürme und zum anderen durch den Borkenkäfer. Im Nationalpark ist es ja so, dass sich die Natur dort selbst überlassen wird. Sie wird sich auch regenerieren, aber da prallen zwei Welten aufeinander, wo es mir im Moment scheint, dass sie nicht miteinander vereinbar sind. Derzeit ist es aber so, dass die Bundeswehr hilft, den Wald aufzuräumen.
Gruselig sieht es aus. Den Wald, den ich aus meiner Kindheit kenne, hohe dunkle Fichten, wird es wohl nicht mehr geben. Die Fichten wurden seinerzeit für den Bergbau gepflanzt, natürlich ist der reine Fichtenwald wohl eher nicht, aber es war der Wald, den ich für mein Zuhause kenne.
Ich wollte es auch unbedingt selbst sehen, wie der Wald nun aussieht. In den Zeitungen und im Fernsehen wurde schon so viel darüber berichtet. Es war ein Erlebnis, auf das ich gut hätte verzichten können... Ich bin gespannt, wie sich der Wald regeneriert und wie der Weg zum Brocken in ein paar Jahren aussehen wird.
Meine Brockenwanderung habe ich zum Anlass genommen, für Astrid die September-AMC zu gestalten. Ich wollte gern meine Wanderung gestalten und so habe ich diese AMC für sie genäht:
Klar, die Berge würden nun besser in die Alpen passen, aber das ist dann wohl die künstlerische Freiheit. Lange habe ich überlegt, wie ich de Rucksack und die Stiefel gestalten könnte und habe ich immer nach Stoff mit solchen Motiven gesucht. Bis mir dann irgendwann die Idee kam, ich kann die zwei Teile ja auch applizieren und selbst gestalten. Das habe ich dann auch gemacht. Die "Träger" vom Rucksack sind frei beweglich, die habe ich nur am Rucksack selbst festgenäht.
Die Stiefel habe ich aus Bastelfilz gearbeitet, für den Rucksack habe ich einen Rest Hintergrundstoff meiner Jane verwendet.
Die Karte ist genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt habe und inzwischen ist sie auch schon bei Astrid angekommen. Astrid hat mir im Gegenzug einen Korb voller Äpfel und Birnen geschickt: