Samstag, 28. September 2019

J - was für eine Reihe

Ja, ja, ja, ihr lest richtig: Ich habe eine weitere Reihe für meine Jane fertig. Hach, ich freu mich so! Wenn ich in den letzten Tagen genäht habe, dann Jane-Blöcke. Einige habe ich schon gezeigt.

Heute ist nun Block J10 fertig geworden. Das war der Block mit den gefühlt hundert Melonen, der hat mir echt Kopfzerbrechen bereitet und ich habe einen kleinen Moment überlegt, den durch einen anderen Block zu ersetzen. Die Überlegung hatte ich aber nur einen wirklich kleinen Moment, ganz ehrlich. ;-)

Die Melonen sind auch nicht so richtig schön geworden, aber bei diesem Block habe ich mal nach dem Motto "Finish ist better than perfect" gehandelt, der bleibt jetzt so
J10 - Chieko's Calla Lily
Manche Ränder sind ein wenig eckig und in der Mitte treffen sich die Melonenspitzen zwar, aber es ist ein ganz schönes Durcheinander... Aber damit möchte ich leben wollen. Zum Applizieren habe ich zunächst mein helles Seidengarn genommen, aber teilweise sind die Stiche ziemlich zu sehen. Glücklicherweise habe ich von Katharina im Sommer ein Tütchen mit Seidengarn bekommen und da war dunkelbraun dabei. Das habe ich dann genommen und da sieht man das Garn nicht mehr so arg. An diesem Block habe ich ein paar Tage gearbeitet.

Am Mittwoch und Donnerstag der letzten Woche habe ich auch noch zwei Blöckchen genäht. Ich hatte das Gefühl, dass bei dieser Reihe besonders viele Appliblöcke dabei sind. Am Mittwoch habe ich J13 genäht. Auch wieder ein Block, wo appliziert werden musste. Dieses Mal aber keine Melonen, sondern... ...tja, was sind das eigentlich für Formen? Keine Ahnung, aber die sind mir besser als die Melonen gelungen:
J13 - Pam's Bells
Für diesen Block habe ich mal wieder ein Lynette-Anderson-Stoff verwendet. Als ich begonnen habe, meine Jane zu nähen, hatte ich ja überlegt, ausschließlich LA-Stoffe zu verarbeiten. Aber so nach und nach haben sich andere Stoffe eingeschlichen. Für die Mitte habe ich extra ein Motiv ausgesucht.

Blieb dann noch der Block mit dem Körbchen. Zu Beginn meiner Jane hatte ich vor diesem Block am meisten Respekt (da hatte ich J10 noch nicht gesehen). Für den Korb hatte ich mir einen schönen Streifenstoff ausgesucht und eigentlich auch ganz, ganz doll aufgepasst, dass die Streifen auch genau waagerecht verlaufen. Aber irgendwie muss ich dann bei Nähen verrutscht sein, auf jeden Fall sind meine Streifen etwas schief.
J12 - Rebecca's Basket
Dadurch, dass die Streifen i oberen Teil so schief verlaufen, sieht auch der Korb schief aus, ist er aber nicht. ;-) Egal, das bleibt so, das hat irgendwie Charme.

Nachdem mein letzter Block heute fertig geworden ist, habe ich auch gleich mal meine Reihe ausgelegt.
Doch, die Reihe gefällt mir sehr gut und ich finde, der Stoff von Frederik passt wirklich gut in die Reihe. Es war wohl doch die richtige Überlegung, ihm eine zweite Chance zu geben. Vielleicht schaffe ich es morgen, meine Blöcke zusammen und an mein bisheriges Mittelteil zu nähen. :-)

Wunscherfüller

Habt vielen lieben Dank für Eure lieben Kommentare zu meinen neuesten Jane-Blöcken. Wie immer habe ich mich sehr darüber gefreut. Auch habe ich mich sehr gefreut, dass ich Dich, liebe Rela anstecken konnte. Ich bin sehr gespannt auf Deine Jane. ;-) Ich bewundere jeden, der diesen Quilt näht und noch mehr diejenigen, die ihn mit der Hand nähen. Wow!!!

Ich weiß nicht, ob ich schon einmal davon geschrieben habe, dass ich gern mal einen Sonnenaufgang auf dem Brocken erleben möchte und eigentlich war der Plan, das in diesem Sommer mit meinem Schwager in Angriff zu nehmen. Aber irgendwie haben wir nicht zueinander gefunden. Und weil ich befürchtet habe, dass wieder ein Jahr darüber hingeht, habe ich mir Anfang September überlegt: Heute gehe ich auf den Brocken. Mein Plan war allein zu gehen, denn mein Schwager war beim Brockenlauf in Ilsenburg, Johannes und Jonathan beim Fußball und für Steffen ist es einfach zu anstrengend. Glücklicherweise ist Jonathans Spiel dann ausgefallen und Steffen hat ihn dazu "verdonnert", mich zu begleiten. Letztendlich war ich sehr froh darüber, denn ich weiß nicht, ob ich es allein geschafft hätte.
 Ausgangspunkt für uns war Schierke, von dort sind wir die Brockenstraße gelaufen.
Auf dem Weg nach oben war es wirklich noch stockfinster. Zwischendurch haben wir auch zwei Hirsche gehört. Ich trau es mich gar nicht zu sagen, dass ich 45 Jahre alt bin und bis dato noch nie Hirsche hab brüllen gehört. Beeindruckend und das war der Moment, wo ich sooo froh war, dass Jonathan dabei war.

Kurz bevor wir den Gipfel erreicht haben, verzog sich die Nacht und machte der Dämmerung Platz. Ein tolles Schauspiel:
Mit jedem Schritt weiter nach oben wurde der Himmel heller und als wir kurz vor der Brockenkuppe waren, ging dann auch die Sonne auf.
 
 
 

Ein Foto vor dem Stein gehört natürlich dazu und ich muss sagen, ich war  da schon unheimlich stolz auf uns. Wie immer wehte ein eisiger Wind und ich war froh, dass mir Jonathan seine Mütze überlassen hat.
Und dann war die Sonne so richtig am Aufgehen, die Nacht war endgültig vorbei und macht dem Tag Platz.
 
Für den Rückweg hätte ich uns sogar eine Fahrt mit der HSB spendiert, allerdings fuhr der erste Zug abwärts erst am späten Vormittag und da wollten wir schon wieder zu Hause am Frühstückstisch sitzen. Also musste wir auch wieder laufen. Da wir nun aber richtig sehen konnten, sind wir auch Abkürzungen gegangen. Als es dann auch hell war, konnten wir sehen, wie viele der Fichten bereits abgestorben sind.

Ich weiß nicht, ob ihr es mitbekommen habt, aber bei uns im Harz grassiert gerade ein massives Fichtensterben, zum einen durch die trockenen Sommer und viele Stürme und zum anderen durch den Borkenkäfer. Im Nationalpark ist es ja so, dass sich die Natur dort selbst überlassen wird. Sie wird sich auch regenerieren, aber da prallen zwei Welten aufeinander, wo es mir im Moment scheint, dass sie nicht miteinander vereinbar sind. Derzeit ist es aber so, dass die Bundeswehr hilft, den Wald aufzuräumen.
 
Gruselig sieht es aus. Den Wald, den ich aus meiner Kindheit kenne, hohe dunkle Fichten, wird es wohl nicht mehr geben. Die Fichten wurden seinerzeit für den Bergbau gepflanzt, natürlich ist der reine Fichtenwald wohl eher nicht, aber es war der Wald, den ich für mein Zuhause kenne.
Ich wollte es auch unbedingt selbst sehen, wie der Wald nun aussieht. In den Zeitungen und im Fernsehen wurde schon so viel darüber berichtet. Es war ein Erlebnis, auf das ich gut hätte verzichten können... Ich bin gespannt, wie sich der Wald regeneriert und wie der Weg zum Brocken in ein paar Jahren aussehen wird.

Meine Brockenwanderung habe ich zum Anlass genommen, für Astrid die September-AMC zu gestalten. Ich wollte gern meine Wanderung gestalten und so habe ich diese AMC für sie genäht:
Klar, die Berge würden nun besser in die Alpen passen, aber das ist dann wohl die künstlerische Freiheit. Lange habe ich überlegt, wie ich de Rucksack und die Stiefel gestalten könnte und habe ich immer nach Stoff mit solchen Motiven gesucht. Bis mir dann irgendwann die Idee kam, ich kann die zwei Teile ja auch applizieren und selbst gestalten. Das habe ich dann auch gemacht. Die "Träger" vom Rucksack sind frei beweglich, die habe ich nur am Rucksack selbst festgenäht.
Die Stiefel habe ich aus Bastelfilz gearbeitet, für den Rucksack habe ich einen Rest Hintergrundstoff meiner Jane verwendet.
Die Karte ist genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt habe und inzwischen ist sie auch schon bei Astrid angekommen. Astrid hat mir im Gegenzug einen Korb voller Äpfel und Birnen geschickt:

Montag, 23. September 2019

Ein zweiter Versuch

Schon seit ein paar Tagen wollte ich gern mal wieder ein paar Jane-Blöcke nähen. Es hat mir sozusagen in den Fingern gejuckt, aber immer kam etwas dazwischen. Am Wochenende habe ich mich nun aber an meine Nähmaschine gesetzt und mal wieder ein paar Blöckchen genäht.

Auch wenn es mir schwer gefallen ist, so bin ich doch dieses Mal streng nach der Reihenfolge vorgegangen und so sind die Blöcke J6 bis J8 entstanden. J10 ist vorbereitet, da müssen aber noch eine gefühlte Million Melonen appliziert werden. ;-)

Angefangen habe ich mit J6. Eigentlich ein wirklich einfacher Block, nur müssen recht viele kleine Teile, in der Größe von 1 Inch, zugeschnitten werden. Verwendet habe ich dafür einen Reststoff. Die Stoffe für meinen Nähmaschinenquilt habe ich mir beim Handarbeitshaus Loose bestellt. Das Handarbeitshaus hat jetzt einen neuen Inhaber, aber der Service ist wie gehabt einfach nur toll. Und wie bisher werden die Stoffe toll verpackt und das Päckchen immer mit einem Stoffstreifen verschnürt. Den letzten musste ich einfach verarbeiten. Zum einen, weil ich die Art der Stoffe unheimlich gern mag und zum anderen weil es eine schöne Erinnerung an meinen Nähmaschinenquilt ist. Und so habe ich den Stoff verarbeitet:
J6 - Granny Weaver
Erst jetzt fällt mir auf, dass ich die Stoffe witzig verteilt habe: Oben gelb und unten blau. Das war so nicht beabsichtigt, sieht aber irgendwie gut aus.

Vor einer ganzen Weile hatte ich einen Block gezeigt, den ich aus einem Stoff genäht habe, den mein Neffe für mich ausgesucht hatte. Allerdings habe ich den Block damals dann noch einmal aus einem anderen Stoff genäht, da der Stoff von Frederik zu grell war. Als ich nun von der Einschulung zurückkam, habe ich überlegt, noch einmal zu gucken, ob ich nicht einen Block finde, der sich für den doch relativ grellen Stoff eignet. Wenn ich ihn zu recht kleinen Teile schneide, könnte es vielleicht gehen. So habe ich also wieder einen Block genäht, der aus kleinen Teilen besteht.
J7 - Chicken Tracks
Auch hier waren die Quadrate in einer Größe von 1 Inch zuzuschneiden. Dieses Mal habe ich auch nicht darauf geachtet, den Stoff genau entlang des Musters zuzuschneiden. So verliert der Stoff etwas von seiner Strenge und Geometrie, wirkt aber auf dem Block etwas... ...lebhaft.  So verarbeitet gefällt mir der Stoff aber gut, nun muss ich sehen, wie der Block in Kombination mit den anderen Blöcken aussieht. Dann entscheide ich, ob der Stoff endgültig die 2. Chance bekommt, ich denke aber schon.

Ich habe mir ja vorgenommen, von meinen "Reisen" immer einen Stoff für meine Jane zu kaufen. Auch am Wochenende, wo ich bei meiner Schwester war, habe ich das Ziel verfolgt. Gar nicht so einfach, denn ich war ja nur ein Wochenende dort. In Kressbronn habe ich einen Stoff bekommen und in Tübingen, zum umbrisch-provencalischen Markt war verkaufsoffener Sonntag. Und ein Geschäft, welches auch Stoffe führte, beteiligte sich daran. Es war zwar auch dort kein Patchworkstoff, den ich gefunden habe, aber der ist schön und so darf er in meine Jane.
J8 - Anna's Anchor
Im Mittelteil ist vom Muster nicht so richtig viel zu erkennen. Bei den Melonen aber habe ich darauf geachtet, dass ich immer verschiedene Blumen wähle und dass diese mittig in den Melonen sitzen. Das ist mir ganz gut gelungen, allerdings sieht man bei den Melonen schon ein wenig die Stiche. Wahrscheinlich muss ich mich erst wieder in das Applizieren reinfinden... ;-)

Das kann ich ja beim nächsten Block üben. Das Grundgerüst dafür habe ich schon vorbereitet. Es müssen dann nur noch ganz viele Melonen appliziert werden.
Eigentlich müsste ich nun doch im Melonen applizieren geübt sein, aber irgendwie geht mir das noch immer nicht so richtig gut von der Hand. :-( Und das nach so langer Jane-Zeit... In Reihe J fehlen mir noch 2 ganze Blöcke und bei dem obigen noch die Applikationen. Dann wäre diese Reihe auch schon geschafft. Wenn Reihe J fertig ist, fehlen mir nur noch 19 Blöcke. Wow!!! Ich glaube, das ist mein Ziel bis zum Jahresende!

Samstag, 21. September 2019

Wochenendnachlese

Ihr Lieben, habt vielen Dank für Eure vielen Kommentare zu meinem Einschulungskleid. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass so viele von Euch Anteil an meinem Kleid genommen haben. Die Änderungen, die ich vorgenommen haben, waren die beste Idee, die ich hatte, denn so ist auch einem Murksteil ein tragbares Kleid geworden. Klar, das Panel hätte noch ein wenig höher sitzen können, so hätte ich das Kleid einen Tucken kürzer machen können, aber auch so habe ich mich wohlgefühlt. ;-)

Am vergangenen Wochenende war es nun soweit, Johannes und ich waren mit meinen Eltern unterwegs in den Süden. Die weite, lange Fahrt mag ich gar nicht, aber ich war froh, dass ich nach der Arbeit am Freitag nicht selbst fahren, sondern nur mitfahren musste. So war es um einiges entspannter für mich.

Am Sonnabend Vormittag waren wir zum Bodensee unterwegs. Der Mann und die Jungs meiner Schwester hatten dort einen Lauf. Ich hätte mir gern noch mehr angesehen, aber dafür war die Zeit leider zur kurz. Welche Stadt mich überhaupt nicht zum Wiederkommen animiert, ist Kressbronn, dort war der Lauf. Die Stadt selbst war für mich... ...naja. Das einzig Positive war der Stoffladen dort, der allerdings hauptsächlich Bekleidungsstoffe führte. Aber einen Stoff habe ich mitgenommen, der als Erinnerung Eingang in meine Jane finden wird.
 
 
 
 
Am Bodensee hat es mir gut gefallen, vielleicht sollten wir da noch einmal mit unserer Familie hinfahren?

Am Sonntagmorgen hat mir meine Schwester dann ihr Dorf gezeigt und wir haben einen kleinen Spaziergang gemacht. Schön ist es dort.
 
 
 
 
 
Wie man sieht, haben wir auch unheimliches Glück mit dem Wetter gehabt. Auf solch warmes Wetter war ich klamottemäßig überhaupt nicht eingestellt. Da war wieder ganz offensichtlich der Unterschied zu unserem Harz zu sehen, mit Sonnenuntergang wird es bei uns kalt und so ist dann auch das Wetter.

Sonntag Nachmittag sind wir nach Tübingen gefahren, dort war umbrisch-provencalischer Markt. Ein Gewusel war in Tübingen, Menschen über Menschen, aber ich fand es trotzdem schön. Und klar, das Wetter war ein Traum.
 
 
 
 
 
 
 
Irgendwann werde ich mir Tübingen mal in aller Ruhe ansehen und mir Zeit dafür nehmen, das habe ich mir ganz fest vorgenommen, denn die Stadt hat mich mal wieder begeistert. :-)

Am Montag war dann die Einschulung und - ja, das Wetter war ein Traum - und ich habe mich in meinem Kleid total wohl gefühlt. Hin und wieder musste ich am Ausschnitt zuppeln, weil er nicht mehr ganz richtig saß, aber auch das war ok. Leider gibt es kein Foto nur von mir bzw. keins, wo man das Kleid im Ganzen sieht. Nur mit einem Selfie kann ich dienen.
 
Nach dem Mittagessen, was total lecker war, habe ich dann mit der Bahn die Heimreise angetreten. Es war das erste Mal, dass ich allein mit dem Zug gefahren bin. Und schon in Reulingen kam der Zug 5 Minuten zu spät.
Glücklicherweise hatte ich in Stuttgart ausreichend Zeit, so dass mich diese fünf Minuten nicht gestört haben. Allerdings ist der Zug in Nürnberg 5 Minuten später losgefahren und das brachte dann meinen Zeitplan in Halle arg in's Wanken, denn da hatte ich nur 7 Minuten Aufenthalt. Aber ich habe dem Zugbegleiter gesagt, dass ich in Halle den Anschlusszug schaffen muss und der hat zum Glück gewartet. Mit einem kleinem Sprint habe ich den Zug dann geschafft. Zum Glück, der andere wäre dann erst 23.09 Uhr gefahren... In Nürnberg hatte ich fast eine dreiviertel Stunde Aufenthalt, da habe ich mir dann den Einschulungskuchen schmecken lassen. Frederik hat darauf bestanden, mir von seinem Kuchen ein Stück mitzugeben, auch wenn dann Nachtmittags beim Kaffee die Torte schon angeschnitten war. Darüber habe ich mich unheimlich gefreut und der Kuchen war total lecker (auch wenn es vielleicht nicht mehr so aussieht).
Es war ein schönes Wochenende, auch wenn ich zwischendurch wieder Heimweh gehabt habe (das werde ich wohl nie ablegen können), ich habe aber meine Familie, die nicht dabei war, unheimlich vermisst und ich war sehr froh, als ich Steffen dann in Wernigerode auf dem Bahnhof gesehen habe. Da hat mein Herz einen kleinen, großen Hüpfer gemacht. :-)