Habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare und eure Erfahrungen, die ihr so vielfältig mit mir geteilt habt, das zeigt mir, wir sind nicht allein mit unseren Sorgen. Über jeden einzelnen Kommentar habe ich mich bei meinem vorigen Post noch viel mehr als sonst gefreut. Im Moment genieße ich einfach die Zeit und das Leben und schiebe den Gedanken, dass uns jetzt sechs Jahre Bangen bevorstehen, einfach gaaaaanz weit nach hinten. Wir haben uns und uns wurde noch weitere Zeit zusammen geschenkt und das ist im Moment einfach das Wichtigste und das Schönste. 😊
Nun aber wieder zu meiner Überschrift: Der Brief hat mich mal wieder völlig aus der Bahn geworfen. Am Donnerstag hatten wir auf Arbeit einen sehr dicken Brief mit dabei, der als Einschreiben mit Rückschein versandt worden ist. Der Rückschein klebte noch auf dem Brief, sicher ist er der Post durchgerutscht. Auf jeden Fall zeigte meine Kollegin mir den Brief und drückte ihn mir in die Hand. Ich habe erst gar nicht verstanden, warum ich den Rückschein ausfüllen sollte, das macht nämlich diejenige, die die Postfrau gerade greifen kann...
Nun also ich. Na gut, dann mache ich das eben und dann habe ich erst gesehen, dass der Brief an mich adressiert war. Persönlich! Auweia, das konnten nur die Ergebnisse der ersten Einsendeaufgabe des Fernstudiums sein... ...und so war es! Nachdem ich das realisiert hatte, kamen mir sofort die Tränen und ich habe mich nicht getraut, den Brief aufzumachen. Was, wenn es schon wieder vorbei ist? Denn das Bestehen der Einsendeaufgabe berechtigt erst, an der Präsenzphase teilzunehmen. Und das Bestehen der dortigen Klausur berechtigt erst dazu, im nächsten Semester weiterzumachen...
Meine beiden Kolleginnen haben mir Mut zugesprochen und gesagt, ich habe es sowieso geschafft und ich soll den Brief nun endlich aufmachen. Mit zittrigen Fingern und total verheult habe ich es dann doch irgendwie geschafft, den Brief aufzumachen, das Rausholen des Schreibens hat noch einmal gedauert und dann stand dort: Vollbefriedigend! Hurra! Ich darf nach Leipzig!!! Und dann flossen die Tränen, Tränen der Freude, der Erleichterung, es fiel alles der letzten Monate von mir ab. Ich konnte mich gar nicht weider einkriegen, selbst abends zu Hause kamen mir immer wieder die Tränen. Ich bin so, so froh!!!
(Ich muss mich grad mal sammeln, ich träne gerade wieder...) Ich kann es noch immer nicht so recht glauben, dass ich das wirklich geschafft habe, habe ich doch viele Jahre um Handels- und Gesellschaftsrecht einen großen Bogen gemacht. Das ist das, was mir in meinem Beruf gar nicht liegt und was ich - ehrlich gesagt - auch nicht so mag. Aber zu diesem Thema war die erste Einsendeaufgabe zu schreiben und das war für mich sozusagen ein Kaltstart.
Und soooo schlecht war ich gar nicht, einzig in dem Teilbereich, mit dem ich so sehr gehadert habe, nämlich die Änderung der Firma der KG, habe ich die wenigsten Punkte bekommen. Gut, das ist Ansporn für mich, bei der nächsten Aufgabe mich mit dem Teil, der mich Nerven kostet, noch mehr zu beschäftigen.
Ich habe mir dann auch mal die Punkteschlüssel angesehen und meiner Kollegin froh erzählt, dass ich Glück hatte, denn zwei Punkte weniger und ich hätte eine vier gehabt. Sie meinte dann aber nur, nein, zwei Punkte mehr und ich hätte eine zwei gehabt und das stimmt, sie hatte recht.
Aber egal, ob zwei oder drei oder vier: Ich bin froh, dass ich die Aufgabe geschafft habe und bin - ehrlich gesagt - ein wenig stolz auf mich. Als ich das Fernstudium begonnen habe, wussten wir zwar, dass Steffen in's Krankenhaus muss, aber wir wussten nicht, was uns danach noch erwartet und auch wie sich die Situation sonst so entwickelt, war da noch nicht absehbar.
Nun werde ich mich mit den verbleibenden beiden Kurseinheiten beschäftigen, ich habe noch gut zwei Monate, um diese durchzuarbeiten und heute abend werde ich dann mal das Hotel für Leipzig buchen!







