Vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem letzten Beitrag. Es freut mich, dass ihr mir die Treue haltet, auch wenn es auf meinem Blog so still ist und ich auch kaum zum Kommentieren bei euch komme. Und trotzdem schaut ihr bei mir vorbei. Das freut mich sehr.
In der vergangenen Woche war ich in Leipzig zur ersten Präsenzphase des Fernstudiums. Was war ich im Vorfeld aufgeregt, aber die Aufregung war eigentlich ganz umsonst. Es ging alles ganz gut, auch die Klausur am Sonnabend habe ich überstanden. Und ich denke auch, dass ich sie bestanden haben werde... Ich habe ein ganz gutes Gefühl dabei. Nach dem Unterricht war ich viel in Leipzig unterwegs und habe dabei festgestellt, dass sich meine genähte Tasche so langsam auflöst.
Dass die Schlaufen nicht mehr schön aussehen, war mir schon aufgefallen. Nun löst sich auch der Stoff auf. Wobei das eigentlich kein Wunder ist, denn die Tasche habe ich wirklich täglich genutzt.
Man sieht es auch, dass der Stoff ziemlich an Farbe verloren hat. Besonders an der Rückseite, weil dort die Tasche immer an der Kleidung scheuert. Nun ja, so wollte ich die Tasche irgendwie nicht mehr nehmen.
Ich war hin- und hergerissen, was ich nun tue: Eine neue Tasche kaufen oder eine nähen. Letztendlich habe ich mich für das Nähen entschieden. Zeit hätte ich wohl eigentlich eher weniger gehabt, denn die neue Einsendeaufgabe, die aber auch schon bis zum 9. November eingereicht sein muss, liegt schon seit einer Woche bei mir zu Hause. Allerdings wollte ich erst die Unterlagen des ersten Semesters durcharbeiten und auch erst die Präsenzphase hinter mich bringen. Wobei ich dasgen muss, dass es mich schon ein wenig stresst, dass die Aufgabe nun schon hier ist. Leider gibt es zwischen den einzelnen Semestern keine Pause, das finde ich ein wenig schade. Aber nun gut...
Ich habe zunächst überlegt, mich dann aber dzau entschieden, dieses Wochenende nichts für das Fernstudium zu tun, sondern etwas für meine Seele. Ich vermisse mein Hobby schon sehr und ich finde doch, dass es eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität ist, dass ich dafür derzeit gar keine wirkliche Zeit habe. Umso mehr weiß ich es zu schätzen, was ich bisher hatte - und irgendwann wieder haben werde.
Ich hatte noch zwei Taschensets von Smaragd-Taschen liegen, einmal die kleine Umhängetasche, die ich schon letztes Jahr genäht hatte und zum anderen eine twas größere Umhängetasche in einem satten Braun. Mit dieser Tasche habe ich angefangen, die sollte für mich sein.
Die Sets enthalten alles, was für die Tasche notwendig ist und die Stoffe sind auch schon passend zugeschnitten. So mag ich es und so habe ich mich dann an das Nähen der Tasche gemacht. Die Anleitung ist gut beschrieben und bebildert und so komme auch ich damit klar. Aber ich wäre nicht ich, wenn alles glatt gegangen wäre. So habe ich den Anhänger auf dem Quadrat ein wenig ungünstig angenäht. Ich wollte ihn gern ein wenig dezentral aufgenäht haben. Im Liegen sah das auch gut aus, allerdings habe ich nicht daran gedacht, dass der Anähnger hängt und damit nicht meinem Plan folgt.
Also habe ich meine Tasche noch einmal unter die Nähmaschine gewürgt und den Anhänger noch ein wenig fixiert.
Ja, so gefällt es mir viel besser.
Das Wenden der Tasche durch die Wendeöffnung im Boden des Futters war mal wieder ein wenig tricky und hat mich echt Mühe gekostet, aber es hat geklappt und die Tasche ist fertig geworden.
Die zweite Tasche habe ich heute auch noch genäht, wenn ich mir schon Nähzeit nehme, dann muss es sich aber auch lohnen (nur für Quilts reicht die Zeit nicht, dann sind es eben kleine Teile, die ich dann nähe). Diese Tasche habe ich Katharina versprochen. Ich bin gespannt, was sie dazu sagen wird, denn sie hat sie noch gar nicht fertig gesehen. ;-)
Zum Fotografieren haben Steffen und ich einen Spaziergang gemacht, es war heute so ein schöner sonniger Herbsttag.
Ach ja, ich freue mich. Beide Taschen sind toll geworden und meine braune Tasche werde ich morgen dann gleich einweihen und mit zur Arbeit nehmen. Die andere Tasche war nun wirklich nicht mehr schön. Und auch unser Herbstspaziergang war sehr schön. Sie Sonne schien und war noch schön warm und ich habe die Ruhe sehr genossen (der Trubel in Leipzig ist so gar nichts für mich, da lob ich mir mein Elbingerode - frei nach Goethe...).
Im Naturbad haben sich so schön die Wolken und die Bäume gespiegelt.