Montag, 31. Oktober 2022

Eine Karte zu Halloween

Seit einer ganzen Weile tausche ich mit Astrid AMC. In diesem Jahr ist unser Tasuch durch mein Chaos im Frühjahr/Sommer in's Stocken geraten und wir haben ihn zunächst einmal ausgesetzt.

Nachdem es bei mir wieder in ruhigeren Bahnen verlief, haben wir den Tausch wieder aufgenommen. Astrid hatte für dieses Jahr eine Liste mit Vorschlägen erarbeitet, welches Thema wir in welchem Monta "abarbeiten" wollen. Für Oktober gab es das Thema Halloween.

Halloween ist überhaupt nicht meins, ich mag auch das von Tür zu Tür gehen nicht, aber egal. So ein Tausch soll ja auch eine Herausforderung sein und so habe ich mich irgendwann an die AMC gesetzt. Als Hintergrund habe ich mich für einen weißen Stoff entschieden, den ich mit löslichem Kaffee gefärbt habe. Der hatte nach meiner Idee die richtige Farbe für eine Halloween-AMC.

Meine Überlegung war, auf diese Karte einen Kürbis zu applizieren. Eigentlich dachte ich, ich habe noch Mylar-Folie, aber ich habe sie nicht gefunden. So habe ich geschmolzene Angelinafastern unter die ausgeschnittenen Augen und den Mund gelegt. Allerdings wäre das fast schief gegangen, denn ich habe nicht daran gedacht, dass die Fasern unter Hitze schmelzen... 🙈

Zum Kürbis hat sich noch eine Fledermaus gesellt und ganz versteckt, rechts unter der Spitze hat eine Spinne Platz genommen.

Damit es noch ein wenig mehr gruselig aussieht, habe ich die Karte mit grauer Filzwolle überzogen, welche ich punktuell festgenäht habe. Die schwarze Spitze habe ich von meiner ehemaligen Kolleging aus dem Nachlass ihrer Mutter bekommen. Das ist ein wahrer Schatz, den ich da bekommen habe: Ein großer Schuhkarton voll mit Spitzen und Bändern. Da finde ich eigentlich fast immer was passendes.

Die Spitze oben rechts in der Ecke ist von einem ausrangierten BH von mir, den ich auseinander geschnitten habe. So kommt diese nun auch noch zum Einsatz.

Meine AMC ist auch schon seit einer Weile bei Astrid angekommen und sie hat sich darüber gefreut. Nun werden wir unseren monatlichen Tausch wieder aufnehmen. Ich freue mich darauf schon.

Donnerstag, 27. Oktober 2022

Weiter geht es mit Klimt

Weiter geht es mit der Erzählung von meinem Klimtquilt. Ich hatte ja geschrieben, dass ich mir Stoff bestellt hatte, um die Blöcke hängend anzuordnen. Ich denke, da kann man es einfacher sehen und das Gute ist, ich muss die Blöcke nicht immer wieder wegräumen.

Eine Weile hatte ich zwischen Flanell und Molton geschwankt... ...und mich dann für Molton entschieden. Allerdings musste ich feststellen, dass die Stoffe auf Molton nicht wirklich halten. Linkes Hexagon angedrückt, rechtes Hexagon auch, linkes Hexagon runtergefallen, rechtes Hexagon auch. Ok, Molton funktioniert also nicht.

Ach schade, und dabei hatte ich so auf eine "Designwand" gehofft. Naja, ein wenig kann ich es verwenden, ich muss halt die Blöcke mit Stecknadeln festheften. Egal, was soll's. Für's erste geht es und letztendlich werde ich den Molton dann als Rückseite für den Quilt verwenden.

Meine genähten Blöcke, ich finde, es sieht einfach schön aus.

Und dann folgt - so finde ich es - das Schönste an einem One-Block-Wonder-Quilt: Das Auslegen, Anordnen und Sortieren der Blöcke. Ja, das ist für mich die schönste Arbeit an einem Quilt.

Ja, es ist wirklich einfacher, die Blöcke hängend als liegend anzuordnen. Und Rückenschonender ist es auf jeden Fall.
Ich finde, das sieht schon ganz gut aus und ist ein Zustand, an dem ich gut weiterarbeiten kann.

Mittwoch, 26. Oktober 2022

Ein Klimt für meinen Geldbeutel... ;-)

Habt vielen Dank für eure lieben Worte zu meinem letzten Beitrag. Noch habe ich nicht mit meiner Sehnsuchtsjane begonnen. Dafür benötige ich noch eine Zutat, ich hoffe, sie kommt demnächst.

Am letzten Freitag habe ich das Ergebnis meiner ersten Klausur bekommen. Ich hatte ja ein ganz gutes Gefühl nach dem Schreiben und was soll ich sagen: Ich bin sowas von zufrieden! 😊

Wenn ich jetzt das Foto wieder sehe, freue ich mich gerade wieder darüber. Die nächste Arbeit habe ich bereits abgeschickt, die fiel mir deutlich einfacher, als die erste Einsendearbeit. Nun hoffe ich nur, dass ich mich nicht überschätzt habe...

Aber eigentlich wollte ich ja was ganz anderes erzählen. Im Netz (klar, wo sonst), ist mir mal wieder ein schöner Quilt über den Weg gelaufen. Ein One-Block-Wonder-Quilt aus Klimtpanelen. Logisch, dass ich mich gleich auf die Suche nach sieben dieser Panele gemacht habe. Und ich bin auch fündig geworden, zwar musste ich in zwei unterschiedlichen Shops bestellen, aber das war mir egal.

 

Zunächst stand also erst einmal schneiden, schneiden, schneiden auf dem Programm. 

Rückblickend kann ich sagen, dass es besser gewesen wäre, die schwarze Musterborte komplett wegzuschneiden, denn das Schwarz passt nicht in das Gesamtbild der Blöcke. Aber gut, das weiß ich erst jetzt. 

10 Päckchen Hexagone liegen nun und warten darauf, dass ich sie zusammennähe. Das habe ich vor eineinhalb Wochen am Sonntag gemacht. Es war mal wieder richtig schön, unbeschwert zu nähen. Ich muss aber auch sagen, dass ich es am nächsten Tag doch sehr gemerkt habe...

Wenn die Übergänge uns Muster so perfekt passen, wie auf dem oberen Foto, freut mich das unheimlich.
Dieses Hexagon finde ich besonders gut gelungen, da ist doch noch gut das Muster zu erkennen.

Am Ende des Sonntags waren die meisten der Hexagone zusammengenäht; viel war nicht mehr zu nähen. 

Vier Päckchen waren noch über. Da ich unter der Woche derzeit aber nicht nähe, habe ich zunächst alles erst einmal wieder in die Kiste gepackt und verstaut.

Meine Idee war auch, mir ein Stück Stoff zu kaufen, auf dem die Hexagone haften, so dass ich die Anordnung dieses Mal nicht auf dem Fußboden liegend, sondern hängend, festlegen kann. Den Stoff hatte ich bestellt und wartete nun, dass er geliefert wird.

Sonntag, 9. Oktober 2022

Ja oder ja

Ich stöbere ja gern auf ebay Kleinanzeigen, das ein oder andere Schnäppchen, egal in welchem Bereich, habe ich dort schon gemacht. Könnt ihr euch noch an die Bummelmeile erinnern? Oder im Sommer, da habe ich einen Palandt, der jetzt nicht mehr Palandt heißt, gefunden, für nur ein paar Euro. Es war nicht die aktuellste Ausgabe, aber das war egal, die zwei, drei neueren Auflagen konnte ich gut verschmerzen. Auch habe ich da schon den ein oder anderen schönen Anhänger für mein Pandora Armband entdeckt.

Vor ein paar Monaten habe ich dort einen traumhaften Quilt entdeckt, in den ich mich auf der Stelle verliebt habe. Da passte einfach alles: Die Farben, die Blöcke, das Quilting... Hach, ich gerade wieder in's Schwärmen. 

Den Quilt habe ich auf meine Favoritenliste gesetzt und fast täglich geguckt, ob er noch da ist. Ganz lange war er noch da... ...und irgendwann war er weg. 

Weg, einfach weg... :-( Todtraurig war ich deswegen. Zunächst habe ich ja Steffen gefragt, ob er mir eventuell eine Freude machen wollte, aber er hat mich nur völlig entgeistert angesehen. Ne, also er hat ihn nicht gekauft.

Also musste ich wohl doch auf die Version des Selbernähens zurückgreifen. Stoff dafür habe ich ja - wenn ich ganz ehrlich sein soll - schon im Sommer irgendwann bestellt. Aber da war immer noch der Gedanke im Hinterkopf, wenn er zu Weihnachten noch da ist, dann...

Naja, nun ist das also Geschichte und in mir ist das Fieber wieder da. Ja, Fieber auf einen weiteren Samplerquilt, ob in der Größe des ersten, weiß ich noch nicht, auf jeden Fall habe ich erst einmal zehn Meter Hintergrundstoff gekauft. Und ihr ahnt es jetzt bestimmt schon, in meinem Kopf geistert ein zweiter Janequilt rum. Ob ich einen weiteren kompletten Quilt nähen möchte, weiß ich noch nicht, aber ich kann ja gedanklich erst einmal planen. Und ich muss sagen, auch wenn ich hin und wieder mal was zwischendurch genäht habe, so vermisse ich Patchwork schon sehr arg. 😓

Der Hintergrund ist ein zartes Limettengrün, ich habe ich wieder für einen Kona entschieden. Ganz genau heißt der Stoff  "Sommer Pear Green".  Bei meiner erste Jane habe ich ja noch ein paar Mal Hintergrundstoff nachgekauft. Ob es mir dieses Mal wieder so ergehen wird? 😂 Auf jeden Fall ist es gut, den genauen Namen zu wissen, denn das hat ich bei meiner ersten Jane auch gerettet.

Ganz entgegen meiner sonstigen Farben wird dieser Quilt werden: Blau und grün. Vielleicht war es das, was mich so unheimlich fasziniert hat? Ich weiß es nicht.
Leider bekomme ich den Hintergrundstoff nicht in seiner Schönheit auf's Foto. Das Grün lässt sich unheimlich schwer fotografieren. Nun ja und ehe ich beginnen kann, wird wohl noch ein wenig Zeit vergehen. Wobei - ein Blöckchen könnte ich ja mal testen. Schließlich bin ich mit der nächsten Einsendearbeit, die Anfang November in Leipzig sein muss, gestern fertig geworden. 😊

Montag, 3. Oktober 2022

Alles hat seine Zeit

Vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem letzten Beitrag. Es freut mich, dass ihr mir die Treue haltet, auch wenn es auf meinem Blog so still ist und ich auch kaum zum Kommentieren bei euch komme. Und trotzdem schaut ihr bei mir vorbei. Das freut mich sehr.

In der vergangenen Woche war ich in Leipzig zur ersten Präsenzphase des Fernstudiums. Was war ich im Vorfeld aufgeregt, aber die Aufregung war eigentlich ganz umsonst. Es ging alles ganz gut, auch die Klausur am Sonnabend habe ich überstanden. Und ich denke auch, dass ich sie bestanden haben werde... Ich habe ein ganz gutes Gefühl dabei. Nach dem Unterricht war ich viel in Leipzig unterwegs und habe dabei festgestellt, dass sich meine genähte Tasche so langsam auflöst.

Dass die Schlaufen nicht mehr schön aussehen, war mir schon aufgefallen. Nun löst sich auch der Stoff auf. Wobei das eigentlich kein Wunder ist, denn die Tasche habe ich wirklich täglich genutzt.
Man sieht es auch, dass der Stoff ziemlich an Farbe verloren hat. Besonders an der Rückseite, weil dort die Tasche immer an der Kleidung scheuert. Nun ja, so wollte ich die Tasche irgendwie nicht mehr nehmen.

Ich war hin- und hergerissen, was ich nun tue: Eine neue Tasche kaufen oder eine nähen. Letztendlich habe ich mich für das Nähen entschieden. Zeit hätte ich wohl eigentlich eher weniger gehabt, denn die neue Einsendeaufgabe, die aber auch schon bis zum 9. November eingereicht sein muss, liegt schon seit einer Woche bei mir zu Hause. Allerdings wollte ich erst die Unterlagen des ersten Semesters durcharbeiten und auch erst die Präsenzphase hinter mich bringen. Wobei ich dasgen muss, dass es mich schon ein wenig stresst, dass die Aufgabe nun schon hier ist. Leider gibt es zwischen den einzelnen Semestern keine Pause, das finde ich ein wenig schade. Aber nun gut...

Ich habe zunächst überlegt, mich dann aber dzau entschieden, dieses Wochenende nichts für das Fernstudium zu tun, sondern etwas für meine Seele. Ich vermisse mein Hobby schon sehr und ich finde doch, dass es eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität ist, dass ich dafür derzeit gar keine wirkliche Zeit habe. Umso mehr weiß ich es zu schätzen, was ich bisher hatte - und irgendwann wieder haben werde.

Ich hatte noch zwei Taschensets von Smaragd-Taschen liegen, einmal die kleine Umhängetasche, die ich schon letztes Jahr genäht hatte und zum anderen eine twas größere Umhängetasche in einem satten Braun. Mit dieser Tasche habe ich angefangen, die sollte für mich sein. 

Die Sets enthalten alles, was für die Tasche notwendig ist und die Stoffe sind auch schon passend zugeschnitten. So mag ich es und so habe ich mich dann an das Nähen der Tasche gemacht. Die Anleitung ist gut beschrieben und bebildert und so komme auch ich damit klar. Aber ich wäre nicht ich, wenn alles glatt gegangen wäre. So habe ich den Anhänger auf dem Quadrat ein wenig ungünstig angenäht. Ich wollte ihn gern ein wenig dezentral aufgenäht haben. Im Liegen sah das auch gut aus, allerdings habe ich nicht daran gedacht, dass der Anähnger hängt und damit nicht meinem Plan folgt.

Also habe ich meine Tasche noch einmal unter die Nähmaschine gewürgt und den Anhänger noch ein wenig fixiert.
Ja, so gefällt es mir viel besser.

Das Wenden der Tasche durch die Wendeöffnung im Boden des Futters war mal wieder ein wenig tricky und hat mich echt Mühe gekostet, aber es hat geklappt und die Tasche ist fertig geworden.

Die zweite Tasche habe ich heute auch noch genäht, wenn ich mir schon Nähzeit nehme, dann muss es sich aber auch lohnen (nur für Quilts reicht die Zeit nicht, dann sind es eben kleine Teile, die ich dann nähe). Diese Tasche habe ich Katharina versprochen. Ich bin gespannt, was sie dazu sagen wird, denn sie hat sie noch gar nicht fertig gesehen. ;-)

Zum Fotografieren haben Steffen und ich einen Spaziergang gemacht, es war heute so ein schöner sonniger Herbsttag.


Ach ja, ich freue mich. Beide Taschen sind toll geworden und meine braune Tasche werde ich morgen dann gleich einweihen und mit zur Arbeit nehmen. Die andere Tasche war nun wirklich nicht mehr schön. Und auch unser Herbstspaziergang war sehr schön. Sie Sonne schien und war noch schön warm und ich habe die Ruhe sehr genossen (der Trubel in Leipzig ist so gar nichts für mich, da lob ich mir mein Elbingerode - frei nach Goethe...).

Im Naturbad haben sich so schön die Wolken und die Bäume gespiegelt.