Samstag, 29. März 2025

neue Wege gehen...

Irgendwann im letzten Jahr hatte ich irgendwo im Netz (Facebook oder Instagram) einen tollen Quilt (Dripping Rainbows) von Birgit Schüller gesehen. Als ich dann gelesen hatte, dass es dazu einen Onlinekurs geben wird, habe ich erst einmal gefragt, wie das läuft und mich dann dafür angemeldet. Ich und ein Onlinekurs... Ob das wohl was werden wird? Eigentlich mag ich Zoom-Meetings gar nicht, das war in Zeiten von Corona immer ein Graus für mich und ich war immer ganz still und habe nix gesagt. 😂Gut, aber weil mir doch der Quilt so gut gefallen hat, habe ich es dann gemacht.

Letzten Sonnabend war es dann soweit und der Onlinekurs startete (da ich im  Februar spontan einen anderen Onlinekurs hatte, wusste ich schon ein klein wenig, wie es abläuft). Es war ein wenig ungünstig, denn Steffen lag im Krankenhaus und Katharina hatte zwei Freundinnen als Schlafgast da. Aber die Mädels haben das prima gemacht und ich konnte dem Kurs folgen. Ich bin bei sowas ja immer ziemlich zurückhaltend, weil ich bei Fremden erst einmal abwartend bin, aber letztendlich war meine Sorge unbegründet und der Kurs toll.

Zu Beginn gab es erst einmal eine Einweisung in den Kurs und Hinweise, wie was zu nähen ist. Ich hatte am Abend vorher schon die bunten Stoffe und den Hintergrundstoff in Streifen geschnitten, das war gut, so konnte ich dann gleich mit der Arbeit beginnen.

Die Blöcke werden mit dem Quick Curve Ruler zugeschnitten. Das Lineal habe ich schon seit Ewigkeiten, aber bisher noch nie verwendet (glaube ich 😳, zumindest kann ich mich daran erinnern 😂). Vor Ewigkeiten hatte ich mir mal noch Stoffe Ombre Confetti gekauft, diese habe ich verwendet, Hintergrundstoff musste ich mir noch dazu kaufen.
Ich habe mich Säue für Säue vorgearbeitet. Als erstes habe ich die bunten Stoffe in Bogen geschnitten, diese dann ausgelegt und vertauscht. Normal ist in der Mitte ja die helle Stelle und nach außen hin werden die Stoffe dunkel. Mir gefiel es, wie Birgit ihren Quilt genäht hat, sie hat die dunklen Stoffe in die Mitte gesetzt. Das wollte ich auch gern und so musste ich immer vertauschen. Beim ersten Mal hat das fast auf Anhieb geklappt.
Das Nähen ging, trotz der Rundungen, wirklich gut. Das war das aller kleinste Problem. Schwierig war es dann für mich, die Blöcke passgenau zusammenzunähen. Birgit gab den Hinweis, eine Stecknadel 1/4 Inch von oben in die Naht zu stecken und das gleiche dann beim zweiten Block zu machen. So findet man gut den Übergang für die Bögen. Das hat auch, bis auf wenige Ausnahmen, gut funktioniert. Und wenn es nicht gepasst hat, dann habe ich eben getrennt.
Am Tag des Kurses habe ich insgesamt vier Säulen genäht, somit ist bisher die rote Sektion schon gut genäht. Allerdings bin ich mit dem Sortieren immer mal wieder durcheinander gekommen. Obwohl ich mehrfach neu angefangen habe, ist es doch bei manchen Säulen so, dass der Farbverlauft nicht ganz passt, es grenzt ein dunkleres Stück an ein helleres. Ich denke, aber, dass das nicht wirklich auffallen wird. Am Sonntag habe ich dann zwei weitere Säulen genäht und bin damit vom roten über den orangen in den gelben Bereich gegangen.
Heute habe ich dann mal wieder an meinem Projekt weitergenäht. Grün war die Farbe des Tages. Ich habe aber gemerkt, dass es mir heute überhaupt nicht von der Hand ging. Die Bögen nähen klappte gut, aber das Aneinandernähen der Blöcke war eine halbe Katastrophe. Gleich beim ersten Block musste ich dreimal trennen. Ich hatte tatsächlich überlegt, gleich wieder aufzuhören. Die Abweichung beim ersten Block habe ich auch nicht völlig beseitigen können, aber nach drei Versuchen habe ich es dann einfach so gelassen. Ich denke, es wird in der Gesamtheit nicht weiter auffallen. Nun habe ich schon acht Farbsäulen genäht, fünfzehn werden es insgesamt. Es liegt also noch ein ganzes Stück "Arbeit" vor  mir.
Ich muss meine Säulen dann noch zurecht schneiden, oben und unten werden sie mit hellen bzw. schwarzen Stoffen verlängert und dann zu einem Panel zusammengenäht. Aber das dauert noch eine ganze Weile, ehe ich soweit bin. Ich denke aber, dass es am Ende richtig, richtig schön werden wird! 😍

Dienstag, 25. März 2025

Zeit - ein kostbares Gut

Habt vielen lieben Dank für eure Kommentare zu dem genähten Spatzjournal. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Die KUSV#4 hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich war das erste Mal dabei, und das Journal ist schon lange bei der Empfängerin angekommen und sie hat sich darüber sehr gefreut. Meine ehemalige Kollegin und ihre Tochter dachten erst gar nicht, dass es selbst genäht ist. ;-) Ein klein wenig habe ich bei den anderen schon mal geguckt, was sie so Schönes genäht haben, aber so richtig viel Zeit hatte ich nicht. Überhaupt, Zeit, das ist im Moment wieder ein "Problem" für mich: Für nichts ist richtig Zeit, alles kann ich nur halbherzig machen, ich muss mich immer zerteilen...

Am letzten Montag waren Steffen und ich zum Konzert in Magdeburg in der Getec-Arena. Ich hatte ihm zum Geburtstag Tickets für Alphaville geschenkt. Als wir im Februar die Diagnose bekamen, hätte ich das Konzert am liebsten gecancelt, Steffen meinte aber, wir warten erst einmal ab und entscheiden dann. Das war mal wieder eine gute Idee, denn es ging ihm ja gut (einzig mit dem Knie hatte er Probleme) und so waren wir am Montag in Magdeburg zum Konzert. Ich persönlich kannte nur drei Lieder von Alphaville, aber es war ein echt schöner Abend. Klar hört sich der Sänger nicht mehr an wie vor 30, 40 Jahren, aber das ist ja normal. Am besten fand ich den Keyboarder, der ging sowas von auf in seinem Job, das war richtig schön zu sehen. Toll war auch die Lichtshow. Da ich ja Montag arbeiten war und wir direkt nach der Arbeit nach Magdeburg gefahren sind, war der Tag wirklich anstrengend und ich war froh, als wir dann nachts zu Hause waren, aber es war richtig, richtig schön. 

Steffen war in der letzten Woche nun wieder im Krankenhaus, der zweite Zyklus hat begonnen. Die gesamte Woche war ein stetiges Auf und Ab, erst wurde mit der Chemo einen Tag später begonnen, da die Entzündungswerte zu hoch waren (es war zum Glück keine Lungenentzündung), dann hieß es am Freitag, dass ein Nierenwert nicht so richtig schön ist, wenn das so bliebe, müsste mit der Chemo pausiert werden. Zum Glück war der Wert Sonnabend dann aber doch wieder schön, so dass es planmäßig bis Sonntag weiterging. Seit gestern ist Steffen nun wieder zu Hause. 

Noch geht es ihm sehr gut, einzig die Haare sind ausgefallen. Mitte März hatten wir sie schon sehr kurz geschnitten, da da der Haarausfall schon anfing. Das war für mich ein schwerer Moment, auch wenn es ja nur Haare sind und die auch wieder wachsen. Aber das war nochmal so ein Moment, wo es eben ganz offensichtlich ist, dass Steffen Krebs hat. Als er nun im Krankenhaus war, wurde es immer mehr. Da die Haare aber nicht gleichmäßig ausgefallen sind, sondern stellenweise, sah es auch überhaupt nicht mehr schön aus und so haben wir dann gestern Abend, als ich von der Arbeit nach Hause kam, die Haare ganz abrasiert. Inzwischen habe ich mich auch daran gewöhnt und finde es gar nicht mal schlecht. 😍Ich hatte Steffen auch angeboten, aus Solidarität meine Haare auch mit abzuschneiden, aber das wollte er nicht. Jonathan hat es einfach gemacht, dass sein Papa nicht allein mit einer Glatze rumlaufen muss. Steffen war darüber  sehr gerührt.

Am Wochenende hatte ich für Steffen einen Hut genäht. Verwendet habe ich dafür den Stoff, den ich eigentlich für die Mütze gekauft hatte. Im Netz hatte ich gelesen, dass man einen Baumwollviskosestoff verwenden soll, da der wohl atmungsaktiv sein soll. Also habe ich mich auf die Suche nach solch einem Stoff gemacht. Die Mütze, die ich daraus genäht hatte, war allerdings untragbar, da viiiiiel zu eng. Ich habe dann auch einem normalen Jersey eine Mütze genäht, die passte besser. Da die Mütze aber doppellagig ist und dadurch recht warm, habe ich am Wochenende noch den Hut genäht. Genäht habe ich den nach dem Schnitt Bucket Hat von Pattydoo.

Ich überlege tatsächlich, ob ich mir nicht auch so einen Hut nähen sollte, ich finde den nämlich gar nicht schlecht und weiter finde ich, dass er mir auch gut steht. 😂Ein bisschen von dem schwarzen Stoff habe ich auch noch.

Mein kleiner Gelmerodaquilt hat in der Zwischenzeit weitere Punkte bekommen, noch sind es mehr gelbe als lila Punkte. In mein Spatzjournal schreibe ich immer mal was zu der jeweiligen Woche auf, ich habe gemerkt, dass das gut ist, denn viele Sachen geraten im Moment, weil einfach wieder zu viel in meinem Kopf drin ist, schnell wieder in Vergessenheit, sind aber doch irgendwie wichtig für mich. Auch mein Inneres ist ein stetiges Auf und Ab, mal bin ich wie gelähmt und leise Zweifel wollen sich in meinen Kopf schieben, dann wiederum ist da diese unbändige Zuversicht, die zum Glück überwiegt.

Das gelbe Herz habe ich wieder abgetrennt, ich hatte ja seinerzeit schon überlegt, ob das überhaupt stimmig ist. Mir hat es nicht gefallen, es war viel zu groß und so habe ich es dann kurzer Hand wieder abgetrennt. So sieht der Quilt einfach schöner aus. Ich habe noch ein viel kleineres Herz bestellt, vielleicht nähe ich das an, wenn alles geschafft ist.

Manchmal sind es auch die kleinen Momente, die mir Halt geben: Als wir zum Beispiel am vergangenen Wochenende bei unserer Freundin zum Geburtstag waren, habe ich eine ehemalige Kollegin meiner Mutter getroffen und mit ihr gesprochen und sie sagte dann zu mir "Ach Mädchen, ich weiß, wovon du sprichst.". Das tat so gut, ja, eigentlich bin ich doch ein Mädchen und brauche manchmal so einen Zuspruch. Oder an diesem Wochenende hatte ich unsere Nachbarin getroffen und mit ihr gesprochen und dann nahm sie mich in den Arm und drückte mich. Das fand ich so toll, das hat mein Herz berührt.

Als ich gestern von der Arbeit nach Hause kam, stand der Kranz, der sonst bei unserer Nachbarin auf dem Schuhschrank steht, bei uns. Ich hatte erst Katharina im Verdacht, dass sie den mitgenommen hat... Aber nein, unsere Nachbarin hat mir den geschenkt, sie häkelt immer wieder neue Sachen und verschenkt dann die anderen. Ich mag den Kranz sehr und freue mich immer über die Jahreszeitendeko, wenn ich die Treppe hochgehe und nun ist der Kranz meiner:

Zeit ist ein kostbares Gut und wenn ich halb fünf wach bin, obwohl mein Wecker eigentlich erst um dreiviertel sechs klingelt, kann ich die geschenkte Zeit gut nutzen, zum Beispiel, um mal wieder einen Blogbeitrag zu schreiben. Auch wenn das mein Hobby und nicht lebensnotwendig ist, hat mir das doch gerade so richtig gut getan und ich gehe heute mit einem Lächeln in den Arbeitstag. 

Sonntag, 23. März 2025

KUSV #4 - die Auflösung

Vor einer Woche hatte ich ja schon einen kleinen Blick auf das gewährt, was ich im Rahmen der KUSV #4 von Annette, genäht habe. Nachdem ich wusste, dass ich bei der vierten Runde dabei bin, wusste ich auch schon, was und für wen ich das nähen wollte. 😉Ja, ich bin spontan. Ende letzten Jahres hatte die große Tochter meiner ehemaligen Kollegin für Katharina Schokolade gemacht (ja, es war Dubai-Schokolade und ja, sie war unheimlich lecker und ja, auch wenn der Trend wieder vorbei ist, ich mag sie noch immer).

Annette hatte ein Stück eines Hamburger Liebe Stoffes auf Reisen geschickt, der passte hervorragend zu meiner Idee, denn es waren auf dem Stoff auch Küchenutensilien abgebildet. Ich wollte gern was nähen, was die junge Dame eventuell als Kochbuch verwenden kann. Der Stoff war dafür absolut passend, denn offenbar macht sie so etwas gern. Naja und Love passt doch auch dazu. Nachdem mein Ringbuch so schön geworden ist, habe ich mich entschlossen, für sie auch ein Ringbuch zu nähen.


Die Videoanleitungen zu dem Schnitt sind wirklich klasse. Eigentlich mag ich so etwas nicht, ich blättere lieber in Papier, diese Videos sind aber so interessant und lehrreich gemacht, dass es sich danach wunderbar nähen lasst. Dieses Mal habe ich für den Buchrücken, die Ecken und die Einstecklaschen kein Lederpapier, sondern Kork verwendet. Kork ist ein wenig dicker als das Lederpapier und dadurch eine gewisse Herausforderung beim Nähen, insbesondere wegen ausgelassener Stiche.

Die Ringbuchmechanik ist ein wenig größer als bei meinem Journal, so passt vielleicht das ein oder andere Blatt mehr in das Buch.

Für die Innenseite habe ich einen roten Stoffe genommen, der von meinen Schrei übergeblieben ist. Ich finde, die beiden Farben harmonieren schön miteinander. Verschlossen wird das Journal mit einem blauen Gummi.


Da ich von dem Stoff noch immer einen Rest über hatte, habe ich mich entschlossen, auch noch ein Mäppchen dazu zu nähen. Mein Journal nutze ich ja als Krebs-Tagebuch und dabei habe ich festgestellt, dass ein Mäppchen gar nicht schlecht ist, so hat man immer gleich den Stift zur Hand. Zuerst wollte ich das Mäppchen nicht nähen, weil ich mir nicht sicher war, ob mir der Reißverschluss richtig gelingt. Das erschien mir beim ersten Überfliegen des Videos so kompliziert. Nachdem ich das Video dann aber noch einmal angesehen habe, war es gar nicht mehr so schwer.
  
Das Mäppchen ist schön geworden, allerdings musste ich bei den Ösen ein klein wenig improvisieren, denn die passten nicht ganz genau zur Ringbuchmechanik. Ich habe dann bei den unteren Ösen das Loch ein klein wenig nach unten vergrößert und dann passte es. Leider habe ich erst nachdem die Löcher drin waren, probiert, ob die Löcher zu den Haken passen. 😌
Innen habe ich das Mäppchen ebenfalls mit dem Stoff gefüttert (ja, ich brauche beim Nähen Herausforderungen 😂). Durch die tolle Anleitung im Video geht der Reißverschluss auch von oben nach unten auf und der Stoff ist richtig herum.

Ich habe wieder ein kleines Label aus dem Adventskalender mit eingenäht und vor eines auf das Journal aufgenäht.

 
Ich finde das Journal richtig schön und es hat viel Spaß gemacht, es zu nähen. 
Ich habe mich gefreut, dass ich dieses Mal rechtzeitig mitbekommen, dass es eine neue Runde der KUSV gibt und dass ich daran teilnehmen konnte. Nun werde ich mal gucken, was die anderen Teilnehmer so schönes aus dem Stoff genäht haben.

Montag, 17. März 2025

Weiter geht es mit Gelmeroda III

Einen kleinen Einblick in mein neues Gelmeroda-Projekt hatte ich hier ja schon gezeigt. Die Korrektur an der Linie habe ich vorgenommen und danach sah das Top dann stimmiger aus. Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare, zu diesem Projekt. 😍Mein gehefteter Quilt hing einige Tage am Schrank, ich habe ihn auf mich wirken lassen und je länger der Quilt dort am Schrank hing, umso stimmiger fand ich ihn am Ende. Durch das Hängenlassen hat sich auch das Klebrige der Oberseite ein wenig verflüchtigt, allerdings auch der Kleber überhaupt. Das habe ich beim Quilten dann gemerkt, die Stoffe lösten sich schon wieder ein wenig.

Ich habe es zunächst so gemacht, dass ich erst einmal alle überlappenden Stoffkanten befestigt habe. Durch die Webart der Stoffe ist es jedoch so, dass die Stoffe ausfransen, je näher man an der Schnittkante näht. So kam es dann auch, dass sich manche Stoffe wieder ein wenig gelöst haben. 

Da ich sowieso beabsichtige, meinen Quilt dicht zu quilten, ist das aber kein Problem. Die offene Kante ist inzwischen zugequiltet. Das Quilten gestaltete sich ein wenig schwierig, weniger wegen des Quiltens, sondern weil mir sehr oft der Faden gerissen ist und ich weiß tatsächlich nicht, warum. Vielleicht habe ich mein Top auch einfach zu schnell unter der Maschine bewegt?!

Ich habe auch festgestellt, dass diese Stoffe auch extrem fusseln beim Quilten. Wenn ich normale Baumwollstoffe habe, ist das nicht so extrem. Ich habe gestern jedes Mal, wenn ich neu aufspulen musste, die Maschine saubergemacht.

Ich habe mich ja entschieden, durch das Quilten dem Quilt Struktur zu geben und die Schatten hinzuzufügen. Dadurch will ich den Quilt relativ dicht quilten, das dauert natürlich und so wird es noch eine ganze Weile dauern, ehe mein Quilt dann wirklich fertig ist. Auf der Rückseite ist gut zu erkennen, was da noch vor mir liegt:
Gut ist auch zu erkennen, dass der Quilt sich momentan noch wellt. Ich hoffe, dass sich das gibt, wenn der Quilt komplett gequiltet ist. Und wenn nicht, muss ich wieder versuchen, das mit dem Binding ein wenig auszugleichen...

Sonntag, 16. März 2025

KUSV #4 - Ein Blick durch's Schlüsselloch

Annette vom Blog Augensterns Welt hat Anfang des Jahres zu einer neuen KUSV aufgerufen. KUSV? Kreative-UFO-Stoff-Verwertung. Annette hat aufgerufen, Stoff, den sie selber nicht mehr vernäht, mit ihr gemeinsam zu vernähen. Auf ihrem Blog hat sie aufgerufen, mitzumachen und dieses Mal habe ich den Beitrag rechtzeitig gesehen und mich angemeldet. Und hey, ich habe wirklich Glück gehabt. Ihr Stoff reichte für alle, die sich beworben hatten und so bekam jeder ein Stück Stoff zugesandt. 

Ziel ist, den Stoff in einem schönen Projekt zu vernähen. Heute kann ein erster Blick auf das Projekt gewährt werden. Gern mache ich das natürlich:
Ich hoffe, ich zeige nicht zu viel, so dass die Auflösung am Ende keine Überraschung mehr ist, andererseits soll der "Blick durch's Schlüsselloch" Lust machen, am Tag der Auflösung (23. März) noch einmal meinen Blog zu besuchen, um eben die Auflösung anzusehen. 😉

Sonntag, 9. März 2025

Gelmeroda III

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Der Prism-Quilt wird am kommenden Sonnabend verschenkt, wohl dann aber noch nicht ausgepackt, da der Geburtstag am Sonntag ist. Ich bin gespannt, was meine Freundin dazu sagen wird.

Ende Februar, als Steffen das zweite Mal im Krankenhaus lag, kam mir die Idee, einen weiteren Gelmerodaquilt zu nähen. Ich habe dann im Buch geblättert und mich für Gelmeroda III entschieden. Ich habe meine Bilder von Frankfurt durchgesehen und tatsächlich, dieser Quilt wurde dort auch ausgestellt.  Also habe ich mir dieses Bild wieder als Poster in der passenden Größe bestellt. Als mir die Idee kam, einen weiteren Gelmerodaquilt zu nähen, hatte ich noch keinen konkreten Zeitplan dazu, erst einmal war nur die Idee da. 

Am Freitag überkam es mich dann sozusagen und ich wollte gern mit dem Quilt anfangen. Stoffe hatte ich noch reichlich, da ich im letzten Jahr viele Oakshot-Stoffe gekauft habe.

Das Gemälde ist in grau mit blau und oliv gemalt. Ich meine, ich hatte im letzten Jahr schon Stoffe in diesen Farbrichtungen gekauft. Zumindest waren passende Stoffe in meinen Kisten. Ich schwankte zwischen "och, das reicht" und "ups, könnte zu wenig sein". 
Ich habe ähnlich wie bei den beiden vorigen Quilts gearbeitet. Als erstes habe ich die Umrisse des Quilts auf den Hintergrundstoff aufgezeichnet, so dass ich ein passendes Maß für die einzelnen Teile hatte. Ich habe an der rechten Seite des Bildes angefangen. Die ersten Teile habe ich mit Vliesofix hinterlegt, so dass ich die ersten Teile fest fixieren konnte. Freitag bin ich nicht wirklich weit mit meinem Quilt gekommen, aber es war so eine tiefe, innere Zufriedenheit in mir, als ich mein angefangenes Teil zum "Feierabend" an meinen Schrank gehängt habe.
Am Sonnabend habe ich dann an meinem Top weiter gearbeitet und bin sehr gut voran gekommen. Es hat wieder richtig viel Spaß gemacht, an dem Top zu arbeiten.
Das Bild enthält viele Schattierungen und Figuren im Vordergrund. Manchmal habe ich die Schatten schon mit einem dunkleren Stoff angedeutet. Die weiteren Schatten werde ich dann durch das Quilten anbringen. Ich werde diesen Quilt auch sehr dicht und intensiv freihand quilten, um damit die Details darzustellen. Gern hätte ich den rechten Himmel im oberen Bereich aus einem Stück gearbeitet, aber leider hatte ich nicht ausreichend Stoff in der Farbe, die mir vorschwebte. Überhaupt hatte ich zunächst geplant, den Quilt mehr in Grautönen zu arbeiten. 
Manchmal habe ich es bei den Schatten so gemacht, dass ich einen Stoff als Hintergrund verwendet habe und dann das Motiv aus dem eigentlich Stoff aufgelegt habe. Auch die Details der Kirche habe ich schon aufgearbeitet. Die Motive habe ich mit Vliesofix appliziert.
Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich festgestellt, dass ich noch eine Sache an meinem Top korrigieren muss. Im Bild ist die Hintergrundlinie auf einer Höhe, meine ist links tiefer als rechts.
Das werde ich nachher noch korrigieren, damit es stimmiger aussieht. Man kann erkennen, dass mein Top bereits geheftet ist. Mit dem Quilten werde ich noch ein wenig warten, in der Hoffnung, dass das Klebrige auf dem Top vom Sprühkleber sich dann verflüchtigt hat. Dieses Mal habe ich auch sehr darauf geachtet, dass beim Sprühen des Klebers keine Tropfen auf dem Top gelandet sind, denn das sind die Flecken auf meine zweiten Quilt, die nicht mehr weggehen.

Gestern war ich eher skeptisch, ob der Quilt wirklich schön geworden ist bzw. schön wird. Heute, wenn ich mir mein Top so ansehe, denke ich, dass der Quilt am Ende doch schön aussehen wird. Auch wenn meine Farben doch anders sind, als im Gemälde. Ich lasse den geheftet Quilt nun noch ein wenig am Schrank hängen und damit auf mich wirken. Und ich denke, dann wird unser Verhältnis ein besseres werden. ;-)

Donnerstag, 6. März 2025

Prism Bom - der Zweite

In ein paar Tagen hat eine Freundin von uns einen runden Geburtstag und ich habe mir schon vor einer Weile überlegt, dass sie dann den zweiten Teil des Prism-BoM bekommt. Ich bin ja damals auch der Idee von Barbara gefolgt und habe mich entschieden, nicht einen großen, sondern zwei kleinere Quilts zu nähen. Den ersten Quilt hat ja die große Katharina zu ihrem runden Geburtstag im letzten Jahr bekommen. Da hatte ich mich für das schwarze Finish-Kit entschieden und eigentlich sollte der zweite Quilt nun mit dem blauen Rand werden. Allerdings habe ich mich dann dagegen entschieden, denn es wird ja nun bald so sein, dass Steffen Krankengeld bekommt und aus diesem Grund habe ich mich für eine kostengünstigere Variante entschieden. 😉

Ich hatte im Internet gesucht, ob ich von einem der Stoffe noch etwas nachkaufen kann und ich bin fündig geworden. Ich habe mich für den blauen Stoff entschieden. Probehalber habe ich die Blöcke mit den Zwischenstreifen mal ausgelegt und ich finde, auch diese Wirkung sehr schön. Die Blöcke habe ich genauso angeordnet, wie in dem anderen Quilt (schließlich habe ich die am Telefon mit Katharina damals schon passend sortiert - je genau, sie hat - unwissend - die Blöcke für ihren Quilt selbst sortiert 😂).

Den Quilt habe ich im Grunde genauso genäht, wie den anderen, mit Zwischenstreifen und einem breiten Rand. Um auf eine passable Größe für einen Kuschelquilt zu kommen, musste ich den Rand relativ breit machen. Erst war ich skeptisch, ob ich den Rand wirklich so breit machen sollte, am Ende war ich dann aber doch mit meiner Entscheidung zufrieden. Die Ecken habe ich als Briefecken genäht, so sieht es schöner aus.

So sieht das Top erst einmal noch ein wenig unspektakulär aus. Als Rückseite habe ich mich für ein weiches Fleece entschieden. Da habe ich wieder so eine Decke genommen, die ich auch für den Quilt von Katharina genommen habe. Das Quiltsandwich lag nun schon ein paar Tage bei uns im Wohnzimmer, gestern habe ich mich nun aufgerafft, den Quilt endlich zu quilten. Dabei habe ich nur gerade Linien gequiltet, quer durch die Blöcke, auch im Rand habe ich gerade Linien gequiltet. Und ich finde, es sieht richtig schön aus.
Auf dem Bild sieht es jetzt ein wenig dunkel aus, denn ich habe ohne Blitz fotografiert, um das Quilting gut erkennen zu können. In Binding habe ich ein kleines Label mit eingefasst (bin ich gerade im Labelfieber? 😉).
 
Das Binding ist ein wenig breit geraten. Ich hatte noch einen Zwischenstreifen über, die hatte ich 2,5 Inch breit geschnitten, und den habe ich gleich für das Binding verwendet. Über die Breite habe ich gar nicht weiter nachgedacht, sondern einfach meine Streifen so breit geschnitten. Nachdem ich das Binding auf der Rückseite angenäht hatte, habe ich überlegt, ob es vielleicht ein bisschen breit ist. Ja, es ist ein wenig breit, aber ich habe so gelassen. Das Binding habe ich von vorn ebenfalls mit der Maschine angenäht, durch die Breite des Bindings ist die Naht dann ausschließlich auf der Rückseite und nicht auf dem rückseitigen Binding mit zu sehen. Das wiederum finde ich gar nicht schlecht.
Dieser Quilt ist dem anderen zwar sehr ähnlich, hat aber doch eine ganz andere Wirkung. Ich freue mich, dass ich einen zweiten schönen Quilt aus dem Bom genäht habe und bin gespannt, was unsere Freundin dazu sagen wird.

Montag, 3. März 2025

von Nana

Schon Ende letzter Woche erreichte mich ein kleines Päckchen von Nana mit den angekündigten Spülis. Auf ihrem Blog hatte sie die schon gezeigt und so konnte ich mich schon vorfreuen. In natura sind die Spülis noch schöner als auf dem Foto.

Der schwarz-weiße ist tunesisch gehäkelt (das weiß ich aber nur, weil es Nana auf ihrem Blog geschrieben hat) und ist ein wenig fester. Der hellblaue ist normal gehäkelt und nicht ganz so fest wie der schwarz-weiße und der dunklere ist gestrickt. Der ist ganz weich.

Der schwarz-weiße ist schon im Einsatz und eignet sich gut für Dinge, die ein wenig gerubbelt werden müssen, so zum Beispiel der Einsatz der Heißluftfritteuse.

Auf jeden Fall habe ich mich ganz, ganz doll gefreut über diese liebe Geste von Nana und ihre lieben Zeilen, die sie mir auch dazu geschrieben hat. 😍 Herzlichen Dank dafür, liebe Nana.

Samstag, 1. März 2025

Ein neuer Ort für das, was ich mir nicht (mehr) merken kann

Zu Beginn meiner Internetzeit hatte ich für alles die gleichen Zugangsdaten, ich fand das sehr praktisch, so muss ich mir nicht so viel merken. Nachdem ich dann aber vor vielen, vielen Jahren bei der Anmeldung bei einer Seite einen Hinweis bekam, dass diese Daten unter Umständen bei einem Datenverlust dabei gewesen sein könnten (glücklicherweise hatte ich davon nie etwas gemerkt), bin ich dazu übergegangen, mir für jede Seite ein extra Passwort auszudenken. Merken konnte ich mir die allerdings nicht mehr und ich brauchte was, wo ich die notieren konnte.

Zuerst hatte ich einen gelben Zettel, wo Platz war, habe ich was aufgeschrieben, manchmal war es auch ein Briefumschlag, den ich genutzt habe, irgendwann kam dann das Passwortbuch hinzu. Dort habe ich die Sachen nach Kategorie sortiert. Allerdings ist ein Buch mit festen Seiten etwas ungünstig, denn manchmal ändert sich ja doch irgendwas oder der Platz reicht nicht mehr. Naja und so kam eins zum anderen. Schon lange habe ich gesagt, ich brauche ein neues Passwortbuch. Zunächst hatte ich nach einem Buch mit ABC-Register gesucht, aber irgendwie habe ich das nicht gefunden.

Und weil das Nähen des Spatzjournals so ein Spaß gemacht hat und ich bei Das mach ich nachts so einen schönen Stoff gesehen habe, habe ich überlegt, ich nähe einfach noch so ein Journal. Das habe ich nun gestern und heute gemacht und herausgekommen ist dieses schöne Journal:

Ich finde die Kombination von dem Schneckenstoff und dem Lederpapier in orange richtig schön. So farbenfroh und fröhlich. Gern hätte ich auf die Vorderseite wieder ein Label aufgenäht, aber irgendwie habe ich kein schönes gefunden. Von Uschy habe ich vor ein paar Wochen ein riesiges Paket mit Kreativsachen bekommen (Uschy sortiert ein wenig aus) und da bin ich in den vielen, vielen Sachen fündig geworden und so ziert nun eine kleine Schnecke auf einem Stück Lederpapier die Vorderseite meines neuen Journals.
Da ich in meinem jetzigen Passwortbuch einen Stift habe, der immer dort drin bleibt, habe ich mir ein Mäppchen genäht. Vor ein paar Tagen habe ich mir zu meinem ersten Journal auch ein Mäppchen genäht. Erst hatte ich ein wenig Sorge, dass ich das mit dem Reißverschluss nicht ganz verstehe, aber es ging dann besser als gedacht. Inzwischen habe ich mit dem Reißverschluss schon ein wenig Übung und so ging es ganz gut. Allerdings habe ich mein Mäppchen falsch zusammengelegt, so ist das schmalere Teil auf der linken Seite. Eigentlich sollte es rechts sein.
Erst habe ich mich ein wenig darüber geärgert und überlegt, ob ich es noch einmal auftrenne. Dann habe ich mich aber gefragt, ob es so nicht auch machbar ist und warum muss die breite Seite unbedingt links sein? Ich habe ein Label mit eingenäht, schließlich habe ich davon durch den Adventskalender nun reichlich und warum sollte ich die nicht auch verwenden.
Mir fehlen nun nur noch die Ringbucheinlagen und ein Alphabet-Register und dann brauche ich Unmengen an Zeit, um die ganzen Zugangsdaten zu übertragen. ;-)