Samstag, 31. Mai 2025

Patchworktage in Goslar - Vertiefen

Heute früh habe ich ja schon über meinen gestrigen Besuch in Goslar berichtet und habe geschrieben, dass ich schon gern noch einmal hinfahren würde, um mir einige Ausstellungen noch einmal genauer anzusehen. So richtig doll begeistert war Steffen heute früh von meiner Idee nicht - gefahren sind wir dann doch. Damit es heute nicht ganz so anstrengend wird, haben wir in der Innenstadt im Parkhaus geparkt, das war zwar kostenpflichtig, aber näher an den Ausstellungsorten. Gestern sind wir doch ein ganzes Stück gelaufen.

Ich wollte gern noch einmal die Ausstellung in der Rathsstube und die Rubinausstellung sehen. Mit der Ausstellung "unter dem Sternenhimmel" haben wir begonnen.

Der Wettergott meinte es bisher sehr gut, sicher hat er ein Herz für Quilter, denn an beiden Tagen war das Wetter einfach traumhaft, heute war es schon fast ein wenig zu warm. Aber alles ist besser als Regen. Die Ausstellung in der Rathsstube habe ich mir noch einmal ganz genau angesehen, dort waren die Quilts zur Ausschreibung "Frauen" sowie die Sammlungsquilts der Patchworkgilde ausgestellt. Da wir heute zeitiger in dieser Ausstellung waren, fand ich es auch nicht ganz so dunkel wie gestern.
Einen tollen Quilt habe ich noch entdeckt: Frauen mit Dutt von Claudia Scheja. Wie man sieht, hat nicht nur mir der Quilt gefallen, sondern auch den Juroren, denn der Quilt hat den 3. Platz der Ausschreibung gewonnen. Auch wenn es "nur" Kreise sind, so kann man doch sehr gut erkennen, was sie darstellen. Auch wenn meine Oma nie einen Dutt getragen hat, ich kenne sie nur mit kurzen Haaren, war ich an meine Oma erinnert.
Das Quilting tut ein Übriges, aber da ist Claudia Scheja auch eine Meisterin ihres Fachs.

Unser Weg führte uns dann noch einmal in den Kuma, dort habe ich noch ein wenig eingekauft, eigentlich wollte ich ja nur Sticknadeln kaufen und keine Stoff, aber es ist dann doch ein wenig mehr geworden. 
Eigentlich hält sich mein Einkauf in Grenzen: Gestern habe ich Seide und zwei Stickbilder für den Überraschungsbaum und zwei Bücher gekauft, heute Sticknadeln, Stickgarne, passend für eine Datei, die es ab morgen gibt (auch für den Überraschungsbaum) und die drei Stoffe, die ganz laut nach mir gerufen haben.

Ich habe mir dann in aller Ruhe noch einmal die Kursleiterquilts angesehen. Es waren einige schöne Arbeiten dabei, allerdings fand ich manche Ausführung nicht so schön. Aber das ist sicher auch Ansichtssache.
Der Kursleiterquilt, der Grundlage für den Sew Along der Patchworkgilde ist, wird morgen verlost. 
Es war eine gute Entscheidung, diese Ausstellung noch einmal anzusehen, denn dort habe ich Regina und ihre Schwester Jana getroffen. Wir haben eine ganze Weile geplaudert, ich habe mich gefreut, sie zu treffen. Auch gestern habe ich liebe Quilterinnen getroffen: Maja habe ich getroffen und Ingrid aus Berlin. Sehr habe ich mich auch über eine stille Blogleserin aus H. gefreut, die mich angesprochen hat. Wir haben uns lange unterhalten und ich habe mich darüber sehr gefreut, wie auch über jedes andere Treffen und Gespräch. 😍 Zum Abschluss haben wir uns dann noch einmal die Rubin-Ausstellung angesehen. Auch das war eine gute Entscheidung, denn auch dort war das Licht heute ein wenig heller als gestern.
Dieses sind die Quilts der Ausschreibung der Patchworkgilde zum Thema Rubin - 40 Jahre. Der Quilt sollte ausschließlich aus roten Stoffen gefertigt sein und eine 40, egal in welcher Form, enthalten. Es war echt spannend, die 40 im jeweiligen Quilt zu suchen. Auch hier waren wirklich ganz tolle Quilts zu sehen. Mit einer Besucherin kam in in's Gespräch, weil bei einem Ausstellungsquilt das Namensschild runtergefallen war. Sie hatte mir erzählt, dass sie sich an der Ausschreibung auch beteiligt hat, aber sozusagen einen "Not"quilt eingereicht hat. Ihren ersten Quilt konnte sie nicht einreichen, weil der nicht ausschließlich aus roten Stoffen bestand. Sie zeigte mir den Quilt auf ihrem Handy: Der war wunderschön!!! Aber auch ihr zweiter Quilt gefiel mir sehr gut:

Es waren wirklich tolle Ideen dabei, ich fand es spannend, wie unterschiedlich jede das Thema umgesetzt hat. Vielleicht sollte ich auch mal wieder an einer Ausschreibung teilnehmen, vielleicht für die nächsten Patchworktage?
Und dann hoffe ich, dass die Zeit so langsam verrinnt, wie bei einer Sanduhr oder noch besser, dass oben die Zutaten reinkommen und unten fertige Patchworkarbeiten raus. Das wäre doch mal was!

Es war ein schöner zweiter Tag auf den Patchworktagen, ich habe alles, was ich in Ruhe angucken wollte, noch einmal ansehen können. Es war gut, dass wir doch noch einmal gefahren sind und heute musste Steffen auch nicht so viel laufen wie gestern.
 
Ach so, da fällt mir ein: Das wird ein weiterer Stein auf meinem Glückquilt, denn die zwei Tagen waren wirklich Glück. 🍀

Patchworktage in Goslar - ein erster Überblick

Gestern war es nun soweit: Meine ersten Patchworktage. Bisher hatte es nie mit einem Besuch geklappt, meist waren sie einfach zu weit weg und/oder es stand fußballmäßig was auf dem Programm. Dieses Mal aber sind die Patchworktage in meiner Nähe und ich habe rechtzeitig jedem, der es wissen wollte und auch denjenigen, die es nicht wissen wollten, gesagt, dass ich dort hinfahren möchte. So haben wir es gestern dann auch gemacht: Wir sind nach Goslar gefahren.

Am Tag vorher sind wir vom Schwimmen in Braunlage über Goslar (😂😂😂) nach Hause gefahren, um schon einmal zu gucken, wo wir parken können. Das hätten wir uns allerdings sparen können, denn die Parkplätze relativ in der Nähe der Veranstaltungsorte waren alle voll. Da half es auch nichts, dreimal die Runde zu fahren, die Parkplätze blieben voll. Ich war schon drauf und dran, alles abzublasen und wieder nach Hause zu fahren. Steffen konnte überhaupt nicht verstehen, dass mich die Parkplatzsuche dermaßen gestresst hat und so hatten wir bereits vor Beginn die erste Meinungsverschiedenheit. Naja, ich bin dann nicht nach Hause, sondern auf den Großparkplatz gefahren. Wir musste ein bisschen bis in die Stadt laufen, das wollte ich wegen Steffen vermeiden.

Goslar ist wirklich sehr schön und es war schon irgendwie schön, zum Veranstaltungsort zu laufen. Es war ein klein wenig wie Urlaub. Gestartet haben wir unseren Rundgang im KuMa. Ich war von den vielen Menschen zu Anfang ein wenig erschlagen, manche Gänge waren auch recht eng, an der rechten Seite hingen Quilts, links standen Händler und dazwischen viele Menschen. Später bei den weiteren Ausstellungen hat sich das dann gut verteilt.

Vom KuMa sind wir dann zur Neuwerkkirche, von dort zur Worthschule, dann zur Turnhalle der Goetheschule, zum Schwiecheldthaus, dann zum MitMachhaus, zur Rathsdiele, zur Touristinfo und zum Großen Heiligen Kreuz. Und dann waren wir platt. Wir konnten beide nicht mehr, mussten aber wieder zum Auto zurück. Steffen war so erschöpft, ich habe ihn dann an einer Ecke stehengelassen und das Auto geholt und ihn dann dort eingesammelt. Leider konnte ich in die Straße nicht reinfahren, da es eine Einbahnstraße war, ich musste dann im Kreuzungsbereich halten, Dinge, die ich sonst nie, nie, niemals machen würde, ist nämlich verboten.
Auf dem Weg nach Hause haben wir dann ein weiteres Patchworkgildefähnchen gesehen, dieses trug die Nummer 1. Ok, schnell gedreht und auch dort noch angehalten. Steffen blieb im Auto und so habe ich mir dann die letzte Ausstellung auch noch angesehen. 
Dieser Quilt von Scott Culley ist das Erkennungszeichen der Patchworktage.
Wir haben tatsächlich alle Ausstellungen angesehen, das wird mir jetzt erst beim Schreiben bewusst. Es waren schöne Ausstellungen dabei, aber auch Quilts, die ich persönlich niemals in eine Ausstellung gegeben hätte, da die Art der Anfertigung nicht meinem Anspruch entsprach. 

Begeistert haben mich die Arbeiten von Renate Wilde. Diese kann man so gar nicht wirklich beschreiben, man muss sie gesehen haben. Diese Arbeiten haben mein Herz berührt, das habe ich ihr dann auch gesagt. Sie war an ihrem Ausstellungsstand und hat erzählt, wie sie ihre Arbeiten anfertigt. Leider habe ich dem Gespräch erst später gefolgt, so dass ich leider nicht alles mitbekommen habe.
Kopfweiden von Renate Wilde
In manchen Ausstellungsräumen fand ich persönlich das Licht zu dunkel, es war sehr schwer, etwas zu erkennen, besonders bei der Ausstellung der Rubinquilts zum 40jährigen Bestehen der Patchworkgilde. Bei dieser Ausstellung kam erschwerend hinzu, dass der Boden gepflastert und damit extrem uneben war. Auch die Ausstellung in der Rathsdiele war sehr dunkel, so dass ich viele Details in den Quilts erst auf dem Foto erkennen konnte.
Autumn Glow von Olga Prins Lukowski
So zum Beispiel bei diesem Quilt, der zum Sammlungsbestand der Patchworkgilde gehört. Der Quilt ist wunderschön, die Details habe ich aber erst später auf dem Foto gesehen. Arg beeindruckt hat mich auch dieser Quilt:
Frauen - einzigartig von Dagmar Schnuck
Ja, jede Frau ist einzigartig. Ich finde, das ist in diesem Quilt so wunderschön dargestellt worden. Diesen Quilt lohnt es auf jeden Fall länger und näher anzusehen, um alle Einzelheiten entdecken zu können. Gestern war ich ja der Meinung, ein Tag reicht, ich habe nun alles gesehen, gern würde ich heute aber noch einmal nach Goslar fahren, um bestimmte Ausstellungen intensiver anzusehen. Vielleicht kann ich Steffen davon ja noch einmal überzeugen. 😉

Donnerstag, 29. Mai 2025

Da war mal eine Idee

Vielen lieben Dank für eure aufmunternden Worte bezüglich unseres Jahresurlaubs. Ja, ich hätte mich sehr auf drei Wochen Gemeinsamkeit gefreut, nicht immer allein die Verantwortung tragen, gemeinsam entscheiden, planen (naja, wobei die Planung ja sowieso meistens bei mir liegt), Momente gemeinsam erleben. Aber da es so nun nicht ist, mache ich das Beste daraus und freue mich auf drei Wochen "meinen" Urlaub. Die Vorfreude auf Wien steigt mit jedem Tag ein wenig mehr. Wir werden uns zwei Museen und den Stephansdom ansehen, alles andere lassen wir auf uns zukommen und lassen uns treiben von einer hoffentlich schönen Stadt. Das wird schon!

Vor einer Weile hatte ich mir bei Guldusi Stickquadrate gekauft. Die Stickquadrate sind alles in gedeckten Tönen gearbeitet, das hat mir so gut gefallen. Die Stickereien lagen nun schon eine ganze Weile, ich wollte sie gern in einen Baum integrieren. Ich habe schon eine Weile darüber nachgedacht, Ideen gefunden und wieder verworfen. Gestern hatte ich die Idee einen Baum auf einen gepatchten Hintergrund zu applizieren. Grüne Stoffe hatte ich schon rausgesucht. Dann fiel mir ein, dass ich vor einigen Jahren mal an einem BoM von Cotton & Color teilnehmen wollte. Ich hatte mir allerdings nur die erste Lieferung bestellt und dann entschieden, dass mir das Projekt nicht gefiel. Das Stoffpanel hatte ich noch immer in einer Kiste liegen.

Gebügelt sah es dann schon freundlicher aus.
Auf dem Panel sind Linien aufgedruckt, an denen das Panel zerschnitten und wieder zusammen genäht werden soll. In dem Shop gibt es noch ein weiteres Panel aus dem Projekt, auf diesem sind Blätter aufgedruckt. Das habe ich gestern bestellt und werde sehen, wie ich beide zusammenbringen kann.

Meine Stickquadrate habe ich mal auf das Panel gesteckt. 

Ich finde, das könnte gut aussehen. Also habe ich gestern angefangen und die ersten Quadrate auseinandergeschnitten und zwei davon zusammengenäht. Auf diesen beiden Quadraten habe ich bereits ein Stickquadrat appliziert.
Die Äste und Zweige möchte ich dann noch weiter Verzieren, Blätter aufnähen, applizieren, die einzelnen Abschnitte besticken. Auf jeden Fall werde ich die Stellen, an denen der Druck durch das Zusammennähen nicht genau übereinstimmt, Verzieren. Auf dem Versatz werde ich dann sicher ein Blatt applizieren. Die Blätter werde ich aus verschiedenen Materialien arbeiten (Stoff, Wollfilz, selbst gefilzt). Ich denke, dieser Quilt wird sich beim Arbeiten entwickeln und ich denke, das könnte ein langwieriges Projekt werden.
Ab morgen sind ja die Patchworktage in Goslar. Ich freue mich, dass die Veranstaltung endlich einmal in meiner Nähe ist. Ich habe mich deswegen extra für den 30. Mai als Brückentag entschieden. Ich denke, ich werde mindestens zwei Tage dort sein, vielleicht finde ich dort noch weitere Ideen oder Anregungen für meinen Quilt.

Sonntag, 25. Mai 2025

ein letzter lila Stein

Gestern habe ich noch geschrieben, dass die Zeit des schwarzen Quilts vorbei ist. So war es auch. Aber einmal muss er noch zum Einsatz kommen. Ich war gestern schwimmen und Steffen hatte mich angerufen. Als ich dann zurückrief, hatte er die Nachricht, dass er seinen Termin für die Anschlussheilbehandlung mitgeteilt bekommen hat. Ich hatte schon vermutet, dass der Termin selbst so richtig scheiße ist, entweder Katharinas Geburtstag oder unser Urlaub. Und ja, es ist genau unser Urlaub, vorerst drei Wochen, mit der Option auf Verlängerung bis zu 14 Tagen.

So muss der Quilt einen dicken lila Stein verkraften.

Tja, das heißt nun, dass ich - nach all der schweren Zeit, die auch hinter mir liegt - auch noch allein Urlaub mache. Wir hatten zunächst überlegt, alles sauen zu lassen, aber dann hätten wir über 500 Euro in den Sand gesetzt. Auch Katharina braucht die gemeinsame Auszeit und ein wenig Normalität, auch wenn die ganze Sache äußerlich recht wenig mit ihr macht. Innen sieht es bestimmt anders aus.

So habe ich dann gestern Nachmittag nach einem anderen Hotel in Wien gesucht, eines, welches näher am Hauptbahnhof ist und zum anderen habe ich mich dazu entschieden, mit dem Zug, ja sogar mit zweimal umsteigen, nach Düsseldorf zu fahren. Ich habe auch schon Tickets für die Albertina und das Kunsthistorische Museum in Wien gebucht. Nun möchte ich noch nach Tickets für die Chagall-Ausstellung in Düsseldorf kaufen.

Ich werde sehen, ob sich alles dann so fügte, wie ich es hoffe und wünsche und ob es eine schöne Zeit wird. Wir beiden Mädels werden auf jeden Fall alles dafür tun und uns eine schöne Zeit machen.

Heute früh habe ich aber gemerkt, dass es mir zwar besser geht, ich aber noch lange nicht über den Berg bin. Ich muss gucken, dass mich diese Hiobsbotschaft nicht wieder komplett runterzieht...

Samstag, 24. Mai 2025

Mein Glücksquilt

Die erste Arbeitswoche nach dem Urlaub ist geschafft, zu Anfang fiel es mir schwer, aber dann bin ich immer besser in den Rhythmus reingekommen und schwupps war die Woche geschafft. Ich versuche, auf mich aufzupassen und Pausen zu machen und auf die Signale meines Körpers zu hören. Es ist nicht so einfach, da ich das oftmals ignoriert habe. Auf meine Beiträge habe ich liebe Nachrichten bekommen, eine hat mich zu meinem Glücksquilt inspiriert. 

In der E-Mail stand, dass jeder kleine Glücksmoment wie einer der Swarowski-Kristalle und hell strahlt und funkelt.  Da kam mir dann die Idee, den schwarzen Quilt für "beendet" zu erklären. Die Chemo bei Steffen ist beendet, die Onkologie kann nichts mehr für ihn tun (im positiven Sinn) und er ist nun wieder dem Urologen "überlassen". Ich hoffe, dass das Schwerste überstanden ist und dass es nun nur noch aufwärts geht. Ich habe also die letzten Steinchen auf den Quilt geklebt. Er strahlt mehr hell als dunkel. 

Der Quilt hat mich durch eine schwere Zeit begleitet und es war so, wie ich es in meinem Beitrag geschrieben habe, die Dunkelheit hatte nicht das letzte Wort. Wir haben uns einfach nicht unterkriegen lassen. Ich habe für diesen Beitrag Bilder rausgesucht und dabei Bilder vom Beginn der Chemo gesehen, das kommt wir vor, als wenn es schon ganz lange her ist, dabei liegen da gerade einmal zwei, drei Monate dazwischen.

Aber nun ist die Zeit dieses Quilts vorbei. Jetzt gucke ich, dass es mir gutgeht, dass ich wieder in's Gleichgewicht komme und das möglichst nicht mehr verliere. Ich habe damit schon vor ein paar Tagen angefangen. Mein Spatzjournal wird jetzt mein Glücksbuch. Immer, wenn ich glücklich war, werde ich das da reinschreiben und wenn ich irgendwann dann mal wieder denke, dass alles Mist ist und es mir nicht gut geht, gucke ich da rein und erinnere mich an die schönen Moment. Das aber nur in ein Buch zu schreiben, ist auch irgendwie alltäglich und so habe ich mir, angeregt durch die E-Mail, die ich bekommen habe, einen Glücksquilt genäht.

Von meinem Kalender, stand ja noch der Januarquilt aus, bedingt dadurch, dass ich mir erst Ende Januar überlegt habe, zu jeden Kalenderblatt passend einen Quilt zu nähen. Und so habe ich den Januarquilt zu meinem Glücksquilt erkoren.

Ich finde, die Farben passen gut zum Glück: Grün, hell und orange (was ich sowieso mag).Grün steht ja für Hoffnung und auch Harmonie (die Fruchtbarkeit brauche ich dann nicht mehr... 😂), orange steht für das Leben und unter anderem für Fröhlichkeit und weiß ist das Gegenteil von schwarz und passt perfekt als Gegenstück zu meinem schwarzen Quilt. Das passt doch perfekt zu meinem Glücksquilt und so komme ich meinem Ziel, alle zwölf Kalenderblätter in Quilts zu verewigen, näher. 



Meine Stoffauswahl. Wenn ich einen Quilt anfange, suche ich immer die Stoffe raus und überlege, ob sie passend sein können. Auch wenn meine Wahl dann feststeht, ändert sich das beim Nähen meist noch einmal.

Der Anfang ist gemacht und schon da war ich davon überzeugt, dass der Quilt richtig schön wird. Und das ist er auch geworden. 😍
Mein Januarquilt - mein Glücksquilt. Im Himmelbereich habe ich Kreise gequiltet. Vor kurzem habe ich irgendwo von dem Kreislineal für Nähmaschinen gelesen. Vor vielen, vielen Jahren hatte ich mir so ein Teil schon einmal gekauft, aber das war kein Originalzubehör und ich weiß ich schon gar nicht mehr, für welche Nähmaschine das war. Es funktionierte auch nicht so gut. Ich war natürlich von der Idee sofort angetan und habe geguckt, ob es das original auch für Janome gibt. Gibt es. Aber ich habe es, entgegen meiner sonstigen Art, nicht gleich bestellt, sondern erst eine ganze Weile darüber nachgedacht, ob ich es wirklich brauche. Ja, das habe ich wirklich gemacht. Ich bin dann zu dem Schluss gekommen, dass ich es wirklich brauche. Und ich muss sagen, es ist eine prima Sache. Der Glücksquilt ist schon das zweite Teil, welches ich damit bearbeitet habe. Ich brauche noch mehr Übung, aber ich bin bisher begeistert davon. Eigentlich sollten die gequilteten Kreise genau mittig sitzen, hätten sie auch getan, aber ich musste beim Begradigen des Tops darauf achten, dass ich keine der Ecken am Dach kappe und der Quilt ist nun mal nur 15 cm breit. Daher sitzen die Kreise leider nicht genau  mittig.

Da mein Quilt so richtig funkeln soll, wollte ich gern wirkliche Swarowski-Kristalle nehmen. Die Steine, die ich auf dem Aprilquilt aufgeklebt habe, funkeln leider nicht so richtig doll. Ich habe dann gesucht, ob ich noch welche bekomme und bin fündig geworden, in grün gab es noch einige Auswahl. Aufgeklebt habe ich auch schon zwei Steine, für zwei schöne Tage bzw. Momente. 

Der Quilt hängt nun im Wohnzimmer dort, wo vorher der schwarze Quilt hing. Auf dem Foto sind die zwei Steinchen nur wenig zu erkennen, aber sie sind da und ich hoffe, es kommen noch ganz, ganz viele dazu.

Montag, 19. Mai 2025

Das war eine gute Entscheidung!

Seit heute ist mein spontaner Urlaub vorbei und ich gehe wieder arbeiten. Ich gebe es zu, dass es mir nicht ganz so leicht gefallen ist, aber ich denke, es wird (irgendwie) werden. Da ja nun schon die Mitte des Monats vorbei ist, war es natürlich an der Zeit, meinen Monatsquilt auf Arbeit zu wechseln und so habe ich als erste Amtshandlung meine Quilts ausgetauscht. Und auf dieses Bild gucke ich nun, wenn ich an meinem Schreibtisch sitze:

Ich will mich ja nicht selber loben, aber: ICH FINDE DAS SIEHT SO RICHTIG GUT AUS!!! Und ich bin froh, dass ich meinen ersten Versuch verworfen habe und den Quilt für Mai noch einmal neu genäht habe. Ich finde, die Farben der Stoffe passen eigentlich perfekt zum Bild. Von mir aus könnte der Mai jetzt noch ein paar Tage länger gehen, denn das sieht so, so schön aus. 😍Die geblichen Stoffe vom unteren Teil des Kirchturms habe ich ja selber gefärbt, es hat einige Anläufe gebraucht, aber es waren dann ja doch die richtigen Farben dabei.

In meinen Quilt habe ich drei kleine Stickereien eingearbeitet, die ich Anfang Mai gekauft habe, als wir in Quedlinburg die Ausstellung "Keep your eyes on the planet" angesehen haben. Die Stickereien habe ich schon in dem Bewusstsein gekauft, sie in einem Quilt einzuarbeiten. Ich habe versucht, sie so einzuarbeiten, wie die Motive gestickt sind.

Ein Vogel sitzt auf einem Ast, dort habe ich versucht, einen Baum zu quilten. Für die Vögel, die in den Bergen leben, habe ich Berge in den Hintergrund gequiltet und für die Stickerei im unteren Bereich habe ich dann einfach Struktur gequiltet. Ansonsten habe ich nicht viel mehr gequiltet, sondern nur noch die Konturen gequiltet. So gefällt es mir sehr gut.

Ich freue mich dann auch schon, wenn ich den Quilt dann im Juni mit nach Hause nehmen, denn der gefällt mir mal so richtig gut. 

An den Stellen, wo ich die Stickereien eingearbeitet habe, habe ich zunächst die Maße aufgezeichnet und dann das Top dort eingeschnitten. Ich habe dann die Ecken eingeschnitten und die Nahtzugabe schmal geschnitten. Die Nahtzugabe habe ich dann nach hinten umgelegt und die Stickerei von hinten gegen gesetzt und appliziert. Ich kann es nicht so recht beschreiben, wie ich es gemacht habe, aber ich hoffe, es ist zu verstehen.

Ok, die Stickereien sind nicht ganz gerade geworden, aber das stört mich jetzt nicht weiter, ich finde es schön. 😍 Überhaupt bin ich von den Stickereien begeistert. Ich finde, die sehen sehr schön aus, auch wenn die Motive sehr plakativ sind. Auch die Idee, die dahinter steht, finde ich bemerkenswert, denn das ist oftmals die einzige Möglichkeit, für die Frauen, Geld zu verdienen. Es ist zu hoffen, dass dieses Projekt weitergeführt werden kann. Nachdem der Regierungswechsel in Afghanistan erfolgt ist, war es für die Frauen teilweise ziemlich schwierig, ihre Tätigkeit fortzuführen.

Ach, ich freue mich gerade über meinen schönen Quilt. 😊

Freitag, 16. Mai 2025

Ich häng' an dir

Ich häng' an Dir! Das war das Motto vom Geburtstagswichteln von Ulrike vom Blog Ulrikes Smaating. Heute im Jahr 2012 hat ihr Blog das Licht des Internets entdeckt und Ulrike hat schon oftmals ein Wichteln zum Geburtstag veranstaltet.

Das Wichteln sollte klein und überschaubar bleiben. Ich hatte darüber nachgedacht und es dann doch wieder verworfen. Wie es das Schicksal aber so wollte, habe ich am letzten Tag der Anmeldung noch einmal einen Beitrag dazu gelesen und ich fand, dass das ein Wink des Schicksals war und so habe ich mich angemeldet. 

Mein Wichtelpäckchen kam von Anke vom Blog Ankes Seesterne. Ein Blog, dem ich auch folge. 

Anke hat mir einen niedlichen Schlüsselanhänger mit einem Katzengesicht genäht. Die Katze guckt freundlich in die Welt. Ich gebe ehrlich zu, dass ich das Prinzip des Schlüsselanhängers erst nach einer ganzen Weile verstanden habe. 😂

An den Karabinerhaken kommt der Schlüssel und mit dem oberen Band kann man den dann in den Bauch der Katze ziehen. Nun muss ich nur noch überlegen, welchen Schlüssel die Katze künftig bewachen darf.

Dazu hat Anke mir eine wunderschöne Karte gebastelt.

 

Die Sachen sind wunderschön und ich habe mich sehr darüber gefreut. In dem kleinen Schächtelchen lag aber nicht nur die süße Karte, sondern auch noch ein kleines Päckchen mit Bastelsachen.
Liebe Anke, hab vielen lieben Dank für diese schöne Überraschung, über die ich mich so sehr gefreut habe. 😍  

Ich habe Marita vom Blog handmade by Martiabw bewichtelt. Ihren Blog kannte ich vorher noch gar nicht. Das ist das Schöne an solchen Aktionen, dass man immer wieder neue  Blogs kennenlernt. Lange habe ich auf ihrem Blog gestöbert, ob ich da vielleicht was zu ihrer Lieblingsfarbe lesen kann, aber ich bin nicht fündig geworden. Gern hätte ich das Schlüsselband in ihren Lieblingsfarben genäht. So habe ich dann meine allerliebsten Lieblingsbänder, die ich schon vor langer Zeit genäht hatte und die für "gut" in mienem Schrank lagen genommen und zu ihr geschickt. Ich fand, das war jetzt genau der richtige Zeitpunkt dafür. Dazu habe ich ihr passend zum Thema eine AMC genäht.

Auf ihrem Blog hatte ich gelesen, dass sie viele Taschen näht. Also habe ich ein paar Anhänger mit Taschen rausgesucht und die mit eingepackt.
Mir hat diese Wichtelaktion von Ulrike viel Spaß gemacht und letztendlich bin ich froh, dass ich mich doch dazu angemeldet habe.

Donnerstag, 15. Mai 2025

Passt das?

Der Mai ist ja schon fast wieder zur Hälfte rum und auf Arbeit hängt noch immer der Gelmerodaquilt von April. Gut, durch meinen Urlaub sehe ich das nicht, aber ich weiß es und ein wenig stört mich das schon, denn farblich passt er so gar nicht zum Kalenderbild.

Für den neuen Monatsquilt hatte ich Stoffe aus dem Bestand rausgesucht. 

Mir fehlte aber etwas in Richtung gelb, allerdings kein leuchtendes, sondern eher ein gedeckte, gebrochenes Gelb. Diese Farbe hatte ich nicht und so habe ich versucht, diese Farbe zu färben. Direkt beim Färben denke ich oft, die Farbe könnte passen, nach dem Waschen verändert sich die Farbe aber immer noch einmal ein wenig. So habe ich dann noch einen zweiten Versuch gestartet. Von beiden Färbeaktionen sind aber Stoffe dabei gewesen, die ich verwenden konnte.  

Mit dem Nähen hatte ich am 1. Mai angefangen, die Stoffe lagen parat und das untere Teil vom Quilt hatte ich auch fertig. Aber dann ging es nicht weiter und so passierte es dann, dass der halbfertige Quilt einige Tage im Schlafzimmer hing. 
Irgendwie passte es nicht so recht zum Kalenderbild, ich war mir auch mit den gelblichen Stoffen überhaupt nicht sicher. Und so habe ich dann - aber nicht lachen - die Stoffe, die in die engere Wahl kamen, eingepackt und auf Arbeit dann probiert, welche Stoffe denn nun am besten zum Bild passen (hat aber keiner gesehen, habe ich schnell nach dem Feierabend probiert 😂).
Man kann gut sehen, dass ich mit meiner ersten Stoffauswahl so ziemlich daneben gelegen habe. Vielleicht hing das Teil deswegen auch eine ganze Weile unfertig im Schlafzimmer? Weil ich intuitiv gespürt habe, dass es doch nicht passt?