Gestern war es nun soweit: Meine ersten Patchworktage. Bisher hatte es nie mit einem Besuch geklappt, meist waren sie einfach zu weit weg und/oder es stand fußballmäßig was auf dem Programm. Dieses Mal aber sind die Patchworktage in meiner Nähe und ich habe rechtzeitig jedem, der es wissen wollte und auch denjenigen, die es nicht wissen wollten, gesagt, dass ich dort hinfahren möchte. So haben wir es gestern dann auch gemacht: Wir sind nach Goslar gefahren.
Am Tag vorher sind wir vom Schwimmen in Braunlage über Goslar (😂😂😂) nach Hause gefahren, um schon einmal zu gucken, wo wir parken können. Das hätten wir uns allerdings sparen können, denn die Parkplätze relativ in der Nähe der Veranstaltungsorte waren alle voll. Da half es auch nichts, dreimal die Runde zu fahren, die Parkplätze blieben voll. Ich war schon drauf und dran, alles abzublasen und wieder nach Hause zu fahren. Steffen konnte überhaupt nicht verstehen, dass mich die Parkplatzsuche dermaßen gestresst hat und so hatten wir bereits vor Beginn die erste Meinungsverschiedenheit. Naja, ich bin dann nicht nach Hause, sondern auf den Großparkplatz gefahren. Wir musste ein bisschen bis in die Stadt laufen, das wollte ich wegen Steffen vermeiden.


Goslar ist wirklich sehr schön und es war schon irgendwie schön, zum Veranstaltungsort zu laufen. Es war ein klein wenig wie Urlaub. Gestartet haben wir unseren Rundgang im KuMa. Ich war von den vielen Menschen zu Anfang ein wenig erschlagen, manche Gänge waren auch recht eng, an der rechten Seite hingen Quilts, links standen Händler und dazwischen viele Menschen. Später bei den weiteren Ausstellungen hat sich das dann gut verteilt.
Vom KuMa sind wir dann zur Neuwerkkirche, von dort zur Worthschule, dann zur Turnhalle der Goetheschule, zum Schwiecheldthaus, dann zum MitMachhaus, zur Rathsdiele, zur Touristinfo und zum Großen Heiligen Kreuz. Und dann waren wir platt. Wir konnten beide nicht mehr, mussten aber wieder zum Auto zurück. Steffen war so erschöpft, ich habe ihn dann an einer Ecke stehengelassen und das Auto geholt und ihn dann dort eingesammelt. Leider konnte ich in die Straße nicht reinfahren, da es eine Einbahnstraße war, ich musste dann im Kreuzungsbereich halten, Dinge, die ich sonst nie, nie, niemals machen würde, ist nämlich verboten.
Auf dem Weg nach Hause haben wir dann ein weiteres Patchworkgildefähnchen gesehen, dieses trug die Nummer 1. Ok, schnell gedreht und auch dort noch angehalten. Steffen blieb im Auto und so habe ich mir dann die letzte Ausstellung auch noch angesehen.
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| Dieser Quilt von Scott Culley ist das Erkennungszeichen der Patchworktage. |
Wir haben tatsächlich alle Ausstellungen angesehen, das wird mir jetzt erst beim Schreiben bewusst. Es waren schöne Ausstellungen dabei, aber auch Quilts, die ich persönlich niemals in eine Ausstellung gegeben hätte, da die Art der Anfertigung nicht meinem Anspruch entsprach.
Begeistert haben mich die Arbeiten von
Renate Wilde. Diese kann man so gar nicht wirklich beschreiben, man muss sie gesehen haben. Diese Arbeiten haben mein Herz berührt, das habe ich ihr dann auch gesagt. Sie war an ihrem Ausstellungsstand und hat erzählt, wie sie ihre Arbeiten anfertigt. Leider habe ich dem Gespräch erst später gefolgt, so dass ich leider nicht alles mitbekommen habe.
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| Kopfweiden von Renate Wilde |
In manchen Ausstellungsräumen fand ich persönlich das Licht zu dunkel, es war sehr schwer, etwas zu erkennen, besonders bei der Ausstellung der Rubinquilts zum 40jährigen Bestehen der Patchworkgilde. Bei dieser Ausstellung kam erschwerend hinzu, dass der Boden gepflastert und damit extrem uneben war. Auch die Ausstellung in der Rathsdiele war sehr dunkel, so dass ich viele Details in den Quilts erst auf dem Foto erkennen konnte.
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| Autumn Glow von Olga Prins Lukowski |
So zum Beispiel bei diesem Quilt, der zum Sammlungsbestand der Patchworkgilde gehört. Der Quilt ist wunderschön, die Details habe ich aber erst später auf dem Foto gesehen. Arg beeindruckt hat mich auch dieser Quilt:
Ja, jede Frau ist einzigartig. Ich finde, das ist in diesem Quilt so wunderschön dargestellt worden. Diesen Quilt lohnt es auf jeden Fall länger und näher anzusehen, um alle Einzelheiten entdecken zu können. Gestern war ich ja der Meinung, ein Tag reicht, ich habe nun alles gesehen, gern würde ich heute aber noch einmal nach Goslar fahren, um bestimmte Ausstellungen intensiver anzusehen. Vielleicht kann ich Steffen davon ja noch einmal überzeugen. 😉