Posts Tagged '1980'

-Δt (Minus Delta T)

MinusDeltaT-SideA

Lag auch hier rum und ist von einem meiner Lieblingsplattenlabels, und ist noch nen Industriel-Trashzeug.

Ein Mitglied der Band – der mir immer beim noch kuschligen Chaos Computer Congress in Hamburg (Eidelstedter Bürgerhaus) bis Berlin (Haus am Köllnischen Park) über den Weg lief – ist padeluun. Der war sehr umtriebig in den Anfangszeiten der Bürgercomputervernetzung (Mailboxen, Z-Netz, CL-Netz, PGP-Kampagne u. u. u.) was noch alles vor dem Internet hier war. 1987 gründete er den FoeBuD e.V. (Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs). Zumindestens gehört er mit zum Urgestein der Datenschutzbewegung und organisierte immer die Big Brother Award. Einfach mal Googlen.

Die Band selber gibts seit 1978 und kommt aus der Ecke des Ratinger Hof in Düsseldorf.

Die haben ziemlich viel lustiges Zeug gemacht, kann man auch in diversen Publikationen zu dieser Zeit lesen.

Bei einem der ersten Auftritte im Ratinger Hof in Düsseldorf 1978 schütteten sie bei einer von ihnen mit „Putzaktion“ überschriebenen Veranstaltung, Beton über den Boden, warfen mit Tierkadavern um sich und ließen anschließend, eigens für diesen Zweck gezüchtete Fliegen ausschwärmen. Zudem verhinderten sie bewusst den Alkoholkonsum im Lokal an diesem Freitagabend, indem sie Robert Görl mit seinem Schlagzeug auf dem Tresen platzierten.

Quelle: Jürgen Teipel: Verschwende Deine Jugend. Seite 127.

Die Single selber war eine Beilage zu einem Sampler Geräusche Für Die 80er aus gleichen Hause.

Titel:

  1. -Δt (Minus Delta T)

Verlorene Unschuld: V.U. (Die EX bin ich)

VU-Front VU-Back VU-SideA VU-SideB

So hier mal eine Rocksingle des Berliner Senates.

Vom Berliner Senat (für Wissenschaft und Kulturelle Angelegenheiten) ins Leben gerufener Talentwettbewerb lokaler Musiker unterschiedlichster Musikstile. Den Siegern winkte ein Vertrag für eine Singleveröffentlichung in 1000er Auflage (mit Infoblatt!), der Vertrieb wurde von den Musikern selbst übernommen. Von manchen Gruppen hat man später mehr gehört, für die meisten war es ein einmaliges Erscheinen auf dem Musikmarkt. Als Partner für die Tonträger wurden jährlich eine andere Plattenfirma gewonnen, dies erklärt die angegebene Nummerierung.

Quelle: http://www.ndw-wiki.org/index.php?title=Berlin_Rock_News

VU-Inlay

Irgendwie lief ja heute Nacht ein Film im ZDF (Die EX bin ich) der meinen ehemaligen Nachbarn (Bert, eigentlich S. der am gleichen Tag im gleichen Monat im gleichen Jahr geboren ist wie ich) beschreiben soll. Deswegen eine Reaktion…

Ich fang mal mit Korrekturen an, da der Film ja zum Teil versucht Autobiografisch/Dokumentarisch/Authentisch zu sein.

  1. In dem kollektiven Cafe, was es ja immer noch gibt, hat es eine Espressomaschine. (War im Abspann) Nach meinen Erinnerungen wollte S. keine Expressomaschine, da der Filterkaffee im Cafe F. sehr legendär war. War irgendwie ein Statment gegen die Gentrifizierung der Besetzerkneipen.
  2. S. wurde nicht in bei den Unruhen in der Mainzer Straße verhaftet, er war da nach meinen Erinnerungen auch nicht bei den Strassenkämpfen dabei, vielleicht bei den Unterstützerdemos am darauffolgenden Tag (hier kann man mich gern korrigieren). Er ist im Umfeld einer Fernsehdiskussion in der Kulturbrauerei (Explosive – Der heisse Stuhl) verhaftet worden, als er Bierflaschen nach Polizisten geworfen hat.
  3. Die Nutzer mussten keine Mietverträge machen da sie zu der Zeit als der Film spielt, schon 25jährige Nutzungsverträge als Verein mit dem Besitzer (KWV) hatten. Natürlich wurden den Mietern einzelne Mietverträge kurz nach der Räumung der Mainzer Straße direkt von der KWV angeboten, was aber im konkreten Fall eine Auflösung der Hausbesetzung und der Gemeinschaft bedeutet hätte und den finanziellen Ruin/Auflösung des Hausvereines ausgelöst hätte, da die Wohnungen dann über den Staat verwaltet worden wären und die Autonomie der Hausgemeinschaft untergraben hätte.
  4. Das Haus gehört immer noch den Hausbesetzern der Anfangszeit die fast alle noch zusammen wohnen. Und auch wenn alle alt, dick, haarig, spiessig, kinderreich, geldorientiert und senil werden, leben wir doch zu billigen Mieten mehr recht als schlecht zusammen. Und manchmal machen wir auch noch was zusammen, wie zum Beispiel ein Radio (Herbstradio). Wahrscheinlich auch ein Grund warum Frau R. und ihr Freund auch mal wieder vor 3-4 Jahren anklopften um bei uns einzuziehen.
  5. Das Geld, was in S. Bett lag, waren Einnahmen/Rücklagen (rund 1800 DM nach meiner Schätzung) aus dem im Punkt 1. genannten Cafe, die er einfach „einbehalten“ hatte.

(Fortsetzung folgt vielleicht)

Meiner Meinung nach ist es halt blöd wenn man in die wahren Hintergründe, auf die der Film basiert, direkt und indirekt involviert ist. Aber das Teil stimmt vorne und hinten nicht. Auch stößt mir negativ auf, daß die Autorin sich in dem Film als positive Figur einbaut um ihr Ego zu retten. Sie tut dem Andenken an S. damit keinen Gefallen und trägt Ihre persönlichen Defizite auf dem Rücken anderer und auch auf der Hauptfigur aus. Aber naja irgendwie muss man ja anscheinend sein Geld verdienen.

Titel:

  1. Verlorene Unschuld: Sinnlos
  2. Verlorene Unschuld: Böser Tanz
  3. Verlorene Unschuld: V.U und die Zauberfee

Lose Folgen im Auswärts: Erreichbares im Juli (Lydia Lunch)

In loser Folge möchte ich zu einem Thema Stellung nehmen, was hören andere und gefällt mir auch gerade so:

Diesen Monat ein Lydia Lunch Spezial (unvollständig):

Teenage Jesus & The Jerks: Baby Doll (1979)/Pre (1979)/Orphans (1978)

Lydia-BabyDoll Lydia-Pre Lydia-Orphans

Die jungen Jahre, der Anfang.

Teenage Jesus & The Jerks: Orphans (1978)

Ein Video, um 1978–1979.

Lydia Lunch: Queen Of Siam (1980)

Lydia-Siam

Ihre wohl erste eigene Platte. Gelungen.

8 Eyed Spy: Live (1980)

Lydia-8

Einstiegsdroge.

The Birthday Party/Lydia Lunch: Drunk On The Pope’s Blood/The Agony Is The Ecstacy (1982)

Lydia-Nick

Die Seite mit Lydia ist schön lang und durchgehend morbide.

Lydia Lunch – Hysterie (1987)

Lydia

Eine Zusammenstellung verschiedener Platten an denen Lydia beteiligt war. Unter anderen auch ein kleiner Hit Der karibische Western mit der Haut zusammen.

Teenage Jesus & The Jerks: Everything (1995)

Lydia-Jerks

Standard. Hörbar.

Omar A. Rodriguez-Lopez & Lydia Lunch: Omar A. Rodriguez Lopez & Lydia Lunch (2007)

Lydia-Omar

Neues Werk, ist hörbar. Es gab schlechteres.

Nachdenkliche Wehrpflichtige: Politik für junge Leute

NachdenklicheWehrpflichtige-Front NachdenklicheWehrpflichtige-Back NachdenklicheWehrpflichtige-SideA NachdenklicheWehrpflichtige-SideB

Von den nachdenklichen Wehrpflichtigen gibts eigentlich zu wenig. Deswegen mal hier die Ausnahme von den Regeln, mit hochkarätiger Besetzung.

NachdenklicheWehrpflichtige

Da machen Blasinstrumente wieder Spass, nur der Fussball ist etwas überbewertet.

Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert – Aber die Musiker haben alles aufgegessen

Hier noch der offizielle Song „Hol das Lasso raus im fernen Usbekistan…“ von den „Cowboys in der Einsamkeit“. Ein Nachtrag zum letzten kriegsbegleitenden Musikstück aus Usbekistan (privates Musikvideo des Deutschen Einsatzgeschwaders in Termez an der Grenze zu Afghanistan). Das macht schon etwas nachdenklich.

Titel:

  1. Nachdenkliche Wehrpflichtige: Hundert Mann
  2. Nachdenkliche Wehrpflichtige: Er Steht Im Tor (Wenn Es Sein Muss)
  3. Nachdenkliche Wehrpflichtige: Das Traumendspiel: Freunde Müsst Ihr Sein/Hrubesch
  4. Nachdenkliche Wehrpflichtige: Schwierigkeiten/Gerittene Manifeste
  5. Nachdenkliche Wehrpflichtige: Arbeitereinheitsfrontlied

Lose Folgen im Auswärts: Erreichbares im April

In loser Folge möchte ich zu einem Thema Stellung nehmen, was hören andere und gefällt mir auch gerade so:

Der moderne Mann: Unmodern (1982)

dermodernemann-unmodern

Immer noch eine Moderne Scheibe.

ALU: Licht (1982)

alu-licht

Lange gesuchtes Werk mit dem Hit „Scheiss DDR“.

KFC: Kriminalpogo (1980)

kfc-kriminalpogo

Kann man so ungesehen mitnehmen.


Über alles

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Dieser Blog ist entstanden als inoffizielle Antwort auf "Berlin Beatet Bestes", der mir sehr ans Herz gewachsen ist. Deswegen gibt es öfters ein Ping-Pong über die Stadtgrenze hinweg in die Richtung.

Ansonsten ist dies ein Blick über die Sandhügel von Ost-Berlin hinweg in die Scheinwelt, mit Plattennadel und Fingerknipser

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