
So hier mal eine Rocksingle des Berliner Senates.
Vom Berliner Senat (für Wissenschaft und Kulturelle Angelegenheiten) ins Leben gerufener Talentwettbewerb lokaler Musiker unterschiedlichster Musikstile. Den Siegern winkte ein Vertrag für eine Singleveröffentlichung in 1000er Auflage (mit Infoblatt!), der Vertrieb wurde von den Musikern selbst übernommen. Von manchen Gruppen hat man später mehr gehört, für die meisten war es ein einmaliges Erscheinen auf dem Musikmarkt. Als Partner für die Tonträger wurden jährlich eine andere Plattenfirma gewonnen, dies erklärt die angegebene Nummerierung.
Quelle: http://www.ndw-wiki.org/index.php?title=Berlin_Rock_News

Irgendwie lief ja heute Nacht ein Film im ZDF (Die EX bin ich) der meinen ehemaligen Nachbarn (Bert, eigentlich S. der am gleichen Tag im gleichen Monat im gleichen Jahr geboren ist wie ich) beschreiben soll. Deswegen eine Reaktion…
Ich fang mal mit Korrekturen an, da der Film ja zum Teil versucht Autobiografisch/Dokumentarisch/Authentisch zu sein.
- In dem kollektiven Cafe, was es ja immer noch gibt, hat es eine Espressomaschine. (War im Abspann) Nach meinen Erinnerungen wollte S. keine Expressomaschine, da der Filterkaffee im Cafe F. sehr legendär war. War irgendwie ein Statment gegen die Gentrifizierung der Besetzerkneipen.
- S. wurde nicht in bei den Unruhen in der Mainzer Straße verhaftet, er war da nach meinen Erinnerungen auch nicht bei den Strassenkämpfen dabei, vielleicht bei den Unterstützerdemos am darauffolgenden Tag (hier kann man mich gern korrigieren). Er ist im Umfeld einer Fernsehdiskussion in der Kulturbrauerei (Explosive – Der heisse Stuhl) verhaftet worden, als er Bierflaschen nach Polizisten geworfen hat.
- Die Nutzer mussten keine Mietverträge machen da sie zu der Zeit als der Film spielt, schon 25jährige Nutzungsverträge als Verein mit dem Besitzer (KWV) hatten. Natürlich wurden den Mietern einzelne Mietverträge kurz nach der Räumung der Mainzer Straße direkt von der KWV angeboten, was aber im konkreten Fall eine Auflösung der Hausbesetzung und der Gemeinschaft bedeutet hätte und den finanziellen Ruin/Auflösung des Hausvereines ausgelöst hätte, da die Wohnungen dann über den Staat verwaltet worden wären und die Autonomie der Hausgemeinschaft untergraben hätte.
- Das Haus gehört immer noch den Hausbesetzern der Anfangszeit die fast alle noch zusammen wohnen. Und auch wenn alle alt, dick, haarig, spiessig, kinderreich, geldorientiert und senil werden, leben wir doch zu billigen Mieten mehr recht als schlecht zusammen. Und manchmal machen wir auch noch was zusammen, wie zum Beispiel ein Radio (Herbstradio). Wahrscheinlich auch ein Grund warum Frau R. und ihr Freund auch mal wieder vor 3-4 Jahren anklopften um bei uns einzuziehen.
- Das Geld, was in S. Bett lag, waren Einnahmen/Rücklagen (rund 1800 DM nach meiner Schätzung) aus dem im Punkt 1. genannten Cafe, die er einfach „einbehalten“ hatte.
(Fortsetzung folgt vielleicht)
Meiner Meinung nach ist es halt blöd wenn man in die wahren Hintergründe, auf die der Film basiert, direkt und indirekt involviert ist. Aber das Teil stimmt vorne und hinten nicht. Auch stößt mir negativ auf, daß die Autorin sich in dem Film als positive Figur einbaut um ihr Ego zu retten. Sie tut dem Andenken an S. damit keinen Gefallen und trägt Ihre persönlichen Defizite auf dem Rücken anderer und auch auf der Hauptfigur aus. Aber naja irgendwie muss man ja anscheinend sein Geld verdienen.
Titel:
- Verlorene Unschuld: Sinnlos
- Verlorene Unschuld: Böser Tanz
- Verlorene Unschuld: V.U und die Zauberfee
Gefällt mir Wird geladen …