Martin Luther King touched and moved many people. He organized and lead the Civil Rights Movement in the United States of America. His ideas and activities inspired the peace movement in Europe as well. Along with his fellows, he achieved a lot. As do his followers today in the anti-gun-movement. In his book „Strength of Love“, he wrote about the sources of courage. For twenty years, King’s home town of Atlanta is sister city with Nuremberg.
Zum 50. Todestag von Martin Luther King
Martin Luther King berührte und bewegte viele Menschen. Er sammelte und leitete die Bürgerrechtsbewegung in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Seine Ideen und Aktivitäten inspirierten zahlreiche Menschen in der Friedensbewegung in Europa. Beim Ostermarsch sangen wir zum Gedenken an ihn und seinen Traum: „We shall overcome“.
Vieles haben Martin Luther King und seine Weggefährten erreichen können. Anderes bleibt offen. Kürzlich haben viele Menschen auch in seinem Sinne gegen die Waffengewalt in den USA demonstriert.
Die Heimatstadt von Martin Luther King, Atlanta, und Nürnberg pflegen seit 1998 eine Städte-Partnerschaft.
http://www.anko-nue.org/ANKONue/Willkommen.html
Hier etwas Lesestoff:
„Wir können unsere Furcht durch eine der höchsten menschlichen Tugenden bezwingen: durch den Mut. Plato betrachtete den Mut als jenes Element der Seele, das den Widerspruch zwischen Verstand und Trieb überbrückt. Aristoteles hielt den Mut für den Ausdruck der eigentlichen menschlichen Natur. Thomas von Aquin sagte, der Mut sei die Stärke des Geistes, die alles zu überwinden vermag, was uns daran hindern will, die höchsten Güter zu erringen.
Der Mut also ist die Kraft des Geistes, die Furcht zu überwinden. Anders als die Angst hat die Furcht stets einen bestimmten faßbaren Gegenstand zum Inhalt, den man betrachten, begreifen, zergliedern und notfalls ertragen kann. Wie oft ist Gegenstand der Furcht die Furcht selbst! In seinem ‚Journal‘ schrieb Henry David Thoreau: ‚Nichts ist so sehr zu fürchten wie die Furcht!‘ Jahrhunderte früher schrieb Epiktet: ‚Nicht Tod und Not sind zu fürchten, sondern nur die Furcht vor Tod und Not.‘ Der Mut greift die Furcht an und überwindet sie. Paul Tillich sagt: ‚Mut ist Selbstbehauptung trotz allem … was das Selbst daran hindern will, sich zu behaupten.‘ Mut ist Selbstbehauptung trotz Tod und Vergänglichkeit. Der Mutige bezieht die Furcht vor dem Tod in seine Selbstbehauptung ein und handelt entsprechend. Diese mutige Selbstbehauptung, die gewiß ein Heilmittel gegen die Furcht ist, hat nichts mit Selbstsucht zu tun. Sie umschließt sowohl eine vernünftige Eigenliebe als auch einen gehörigen Grad an Nächstenliebe. Erich Fromm hat in überzeugenden Worten erklärt, daß die rechte Art der Eigenliebe und die rechte Art der Liebe zum Nächsten voneinander abhängen.“
Seite 176 – 177
Martin Luther King jr., Kraft zum Lieben, (Strength to Love), Konstanz 1971
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