Nachdem ich die schönen Gardinen auf „Spinnes“ Webstuhl
(http://spinnwebe.info/2013/10/11/der-vorhang-wachst/)
bewundert habe, dachte ich mir, ich zeig mal die Gardinen, die meine Mutter neulich fertig gewebt hatte. Auch aus Leinen. In der mittleren Bahn ist eine stilisierte Rose eingelegt. Weil das so umständlich war, entschied sie sich nur eine Rose zu arbeiten.
Aber so in der Mitte ist sie ein echter Blickfang.


Die andere Gardine meiner Mutter ist auch in der VHS-Webstube entstanden:
Mit unterschiedlichen Rietlücken . Auch ein schöner Effekt. !
Beim Thema Leinen kann ich von meinen Recherchen für Schlichte-Rezepte berichten. In der VHS habe ich eine „Man nimmt was man hat“ Kette aufgezogen. Dieser Begriff, von Winnie Poulsen gefällt mir so gut und motiviert mich immer wieder neu Webideen mit meinem vorhandenen Garnfundus umzusetzen.
Bei dieser schönen Grün-Blauen Kette hat sich ein einfädiges blaues Leinengarn untergemogelt. Normalerweise ist das kein Problem. Aber in der VHS-Webwerkstatt muss man mit dem arbeiten, was da ist. In meinem Fall hätte ich gerne ein 40er Blatt gehabt, fand aber nur ein 80er Blatt für den kleinen Webstuhl, an dem ich gerade webe ( immer noch zur Überbrückung, bis die Lamawolle aus der Herbstschur für den Teppich wieder da ist ).

Beim ersten Anweben konnte ich schon merken, wie das Blatt den Leinenfaden durchscheuert. Also brauche ich etwas, was den Faden schützt. Das nennt sich „Schlichte“. Ich hatte schon oft davon gelesen: meistens eine Pampe aus Leinsamen oder ähnlichem gekocht und dann eigentlich schon vor dem Bäumen auf die Kettfäden aufgetränkt. Eine andere Möglichkeit wäre auch nach und nach die Kettfäden am Webstuhl einzustreichen. Bisher hatte ich mit Sprühstärke schon mal labile Fädchen stabilisiert, was ganz gut ging. Jetzt habe ich mal ein bisschen rumgefragt und verschiedene Rezepte gefunden.
Zb:
- Maisstärke mit Spüli + Öl gekocht ( der „andere Pudding“ ) oder
- Tapetenkleister,
- Haarspray
- Bügelsprühstärke
- oder dann eben wohl der Klassiker aus Leinsamen gekocht ( schön schleimig….) mit Essig und Shampoo . Ein Rezept aus dem Buch“ Reflexions from a Flaxen Past“ von Katie Meek.
Naja, in den Herbstferien ist die VHS erstmal geschlossen. Nach den Ferien werde ich alles ausprobieren, Damit ich endlich „Trellis“ anweben kann.
Bis dahin ziehe ich jetzt zu Hause auf dem Klik eine Kette aus Bourette-Seide für das SAORI – Restprojekt auf. Ich liebe Bourette.

Sie hat einfach einen herrlichen Griff. Geplant ist endlich alle kleinen Spinnrestchen und selbstgesponnenes Shifugarn einzuarbeiten .

Also dann den „man nimmt was man hat- Schuss“ ( statt „Man nimmt was man hat -Kette“;O) .
Zum Abschluss ein paar Bildimpressionen aus der VHS_Webwerkstatt in Dillenburg, von der ich nun schon oft berichtet habe.
