What do you think?


Hamnet
Goodreads Choice Award
Nominee for Readers' Favorite Historical Fiction (2020)Drawing on Maggie O'Farrell's long-term fascination with the little-known story behind Shakespeare's most enigmatic play, Hamnet is a luminous portrait of a marriage, at its heart the loss of a beloved child.
Warwickshire in the 1580s. Agnes is a woman as feared as she is sought after for her unusual gifts. She settles with her husband in Henley street, Stratford, and has three children: a daughter, Susanna, and then twins, Hamnet and Judith. The boy, Hamnet, dies in 1596, aged eleven. Four years or so later, the husband writes a play called Hamlet.
Award-winning author Maggie O'Farrell's new novel breathes full-blooded life into the story of a loss usually consigned to literary footnotes, and provides an unforgettable vindication of Agnes, a woman intriguingly absent from history.
A New York Times Notable Book (2020), Best Book of 2020: Guardian, Financial Times, Literary Hub, and NPR.
Warwickshire in the 1580s. Agnes is a woman as feared as she is sought after for her unusual gifts. She settles with her husband in Henley street, Stratford, and has three children: a daughter, Susanna, and then twins, Hamnet and Judith. The boy, Hamnet, dies in 1596, aged eleven. Four years or so later, the husband writes a play called Hamlet.
Award-winning author Maggie O'Farrell's new novel breathes full-blooded life into the story of a loss usually consigned to literary footnotes, and provides an unforgettable vindication of Agnes, a woman intriguingly absent from history.
A New York Times Notable Book (2020), Best Book of 2020: Guardian, Financial Times, Literary Hub, and NPR.
372 pages, Hardcover
First published March 31, 2020
About the author
Maggie O'Farrell
48 books20.9k followersMaggie O'Farrell (born 1972, Coleraine Northern Ireland) is a British author of contemporary fiction, who features in Waterstones' 25 Authors for the Future. It is possible to identify several common themes in her novels - the relationship between sisters is one, another is loss and the psychological impact of those losses on the lives of her characters.
Ratings & Reviews
Friends & Following
Create a free account to discover what your friends think of this book!
Community Reviews
Displaying 1 - 30 of 151 reviews
October 24, 2020
Ich liebe Geschichten, die eine bekannte Geschichte aus einem anderen Blickwinkel erzählen. Shakespeare kennt jeder und Geschichten um/von ihm gibt es zur Genüge. Aber wie viele Bücher gibt es, die die Geschichte dieser Familie aus wechselnden Perspektiven erzählen, wobei Shakespeare sogar nur eine Randerscheinung ist? Auch wenn das Buch Judith und Hamnet heißt, war die Heldin der Geschichte Agnes, die Frau von Shakespeare und die Mutter von Judith und Hamnet. Auch wenn ich sie am Anfang sehr eigen und speziell fand, war sie stark. Die Autorin hat sich bei dieser Geschichte nicht auf den Namen Shakespeare ausgeruht, sondern hat eine ganz eigene, besondere Geschichte um die Kinder und Agnes gesponnen, die bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
Ich gebe dem Buch 4,5 Punkte, da der Anfang des Buches im Gegensatz zum Ende eher schwach und zu langgezogen war. Klar, ich sehe irgendwo, dass es nötig war, aber trotzdem musste ich in den ersten Seiten kämpfen.
***MINOR SPOILER***
Weil ich die Kurzbeschreibung zu diesem Buch gelesen hatte, wusste ich was mich erwartet, aber trotzdem hat es mich doch mehr berührt als ich dachte. Das Buch macht es eigentlich ziemlich geschickt; indem die Kinder am Anfang im Fokus stehen, bindet man sich zu ihnen, und sobald ein Kind stirbt, trifft es einen doch härter als gedacht, Vor allem die Reaktion von Agnes war wirklich herzzerreissend, vielleicht auch weil sie am Anfang des Buchs so emotionslos war. Auch das Ende fand ich elegant gelöst wie der Bogen zu Shakespeares Meisterwerk "Hamlet" gezogen wurde.
** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **
Ich gebe dem Buch 4,5 Punkte, da der Anfang des Buches im Gegensatz zum Ende eher schwach und zu langgezogen war. Klar, ich sehe irgendwo, dass es nötig war, aber trotzdem musste ich in den ersten Seiten kämpfen.
***MINOR SPOILER***
Weil ich die Kurzbeschreibung zu diesem Buch gelesen hatte, wusste ich was mich erwartet, aber trotzdem hat es mich doch mehr berührt als ich dachte. Das Buch macht es eigentlich ziemlich geschickt; indem die Kinder am Anfang im Fokus stehen, bindet man sich zu ihnen, und sobald ein Kind stirbt, trifft es einen doch härter als gedacht, Vor allem die Reaktion von Agnes war wirklich herzzerreissend, vielleicht auch weil sie am Anfang des Buchs so emotionslos war. Auch das Ende fand ich elegant gelöst wie der Bogen zu Shakespeares Meisterwerk "Hamlet" gezogen wurde.
** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **
August 15, 2020
So leid es mir tut, aber meine Erwartungshaltung war mir wieder im Weg. Ich habe das Buch bei 52 % abgebrochen. Das Buch bestand hauptsächlich aus detaillierten Rückblicken, Agnes (die Hauptfigur) ist eine „weise“ Frau und der Erzähler ist stets nah an ihr dran. Sie lernt ihren Mann (Shakespeare) kennen und ihnen werden viele Steine in den Weg gelegt. Sie ist bereits schwanger, sie bekommt das Kind. Sie wird wieder schwanger. Merkt es natürlich mit ihrem sechsten Sinn, usw....
Bereits am Anfang der Geschichte lernen wir aber ihre Kinder kennen und ich wollte eigentlich nur wissen, wie die Zwillingsschwester von Hamnet die Pest überlebt.
Leider ist das alles nicht mal historisch korrekt, da Shakespeare nur ein Kind hatte. Es geht hier um eine „atmosphärisch aufgeladene“ Familiengeschichte die in einem Drama endet. Mir war das alles viel zu sehr in die Länge gezogen und ich habe nichts gefühlt.
Bereits am Anfang der Geschichte lernen wir aber ihre Kinder kennen und ich wollte eigentlich nur wissen, wie die Zwillingsschwester von Hamnet die Pest überlebt.
Leider ist das alles nicht mal historisch korrekt, da Shakespeare nur ein Kind hatte. Es geht hier um eine „atmosphärisch aufgeladene“ Familiengeschichte die in einem Drama endet. Mir war das alles viel zu sehr in die Länge gezogen und ich habe nichts gefühlt.
September 5, 2026
Weiß gar nicht was ich dazu sagen soll, außer: Wow!
Der Schreibstil, die Geschichte, die Figuren, hier stimmte für mich einfach alles.
Schon "Ich bin, ich bin, ich bin" hat mich begeistert, Judith und Hamnet legen noch eine Schippe Begeisterung drauf.
Neue Lieblingsautorin gefunden! Welch ein Glückspilz ich bin :)
Der Schreibstil, die Geschichte, die Figuren, hier stimmte für mich einfach alles.
Schon "Ich bin, ich bin, ich bin" hat mich begeistert, Judith und Hamnet legen noch eine Schippe Begeisterung drauf.
Neue Lieblingsautorin gefunden! Welch ein Glückspilz ich bin :)
January 21, 2026
Ich habe dieses Buch vor ein paar Jahren schon einmal begonnen und da war es nicht die richtige Zeit für uns beide. Jetzt bin ich, auch unter den Eindrücken zu den Berichten über den Film, durchgeflogen. Ich mochte vor allem die Sprache, den Fokus auf die weiblichen Rollen und die wirklich eindrückliche Darstellung von Trauer. 4,5 Sterne!
February 15, 2026
Alles, was ich sage, ist, dass Emerald Fernell, oder wie die auch heißt, Maggie O'Farrells Hinterteil gerettet hat. Im direkten Vergleich ist das Buch echt okay. Herzlichen Glückwunsch! Ich habe gestern Wuthering Heights gesehen und das heute fertig gelesen. Es ist echt okay, wtf. Let's go I guess.
- dieses Buch liest sich wie ein Screenplay: von den kameraartigen Bewegungen, zu den Flashbacks, zu den Beschreibungen, die tatsächlich auch mal mit "Downstairs is the following scene:[...]" beginnen, bis hin zu den komischen Dialogen. naja
- für ein Buch, welches sich mit Hamlet, dem Tod und auch John Shakespeare beschäftigt, hat es mich dermaßen verwundert, dass O'Farrell JS Strafe wegen Abwesenheit im Gottesdienst erwähnt, es für ein Kapitel explizit behandelt und damit nichts macht. Mal wieder fällt das Buch flach. Hamlet ist DAS Stück, das sich mit der Reformation, den zwei Konfessionen und den verschiedenen Vorstellungen nach dem Tod beschäftigt. Auch mit dem Thema des Todes des Sohnes und der freudiansischen Interpretation, Shakespeare hätte das Stück in Antwort auf sein eigenes Trauma (und btw auch nachdem sein Vater JS verstorben ist) geschrieben, ist es absolut flach und langweilig, dieses echte Detail (eines der wenigen, die wir sicher bestätigen können) als reine Ausgrenzung der Familie zu interpretieren. Die Bände zu Shakespeares Glauben sowie der vermutlichen katholischen Konfession seines Vaters können Bibliotheken füllen. Mach was damit!
- aber was ist denn mit den Frauenfiguren? Die Frauen sind ja so präsent! Das ist wichtig! Und jetzt? Die Frauenfiguren sind einfach wahnsinnig zweidimensional. Zwischen böser Stief/Schwiegermutter und Frau die mit Heilpflanzen hantiert (weil das ja feministisch ist und sie ja jetzt emanzipiert und cool ist), lesen sich die Hauptfiguren wie schlechte Figuren aus Historien und Fantasyromanen des Protofeminismus der 80er
- Die subtilen Hamlet-Referenzen (z.B. über sechs Anspielungen auf The Rest Is Silence) waren anfangs ganz witzig, aber dann doch nervig. Sie waren auch so subtil, dass ich mich zwischendrin gefragt hatte, ob ich mir diese Schnitzeljagd einbilde, ob nicht Shakespeareforschende die überhaupt finden und erkennen würden, und was ich hier eigentlich mache.
- wir wissen, wie gesagt, fast gar nichts über Shakespeare. Jedoch wissen wir, die Autorin auch, dass Hamnet NICHT an der Pest gestorben ist. Und doch tut er das in diesem Buch. Warum? Keine Ahnung. Die Autorin vermerkt sogar im Nachwort, dass sie es weiß. Dann kann ich ihr auch nicht weiterhelfen.
- ich könnte was zu dem komischen Doppelungseffekt und vielleicht Freuds Unheimlichen sagen, jedoch ist mein Kaffee zum zweiten Mal kalt geworden und ich will nicht mehr. Das Buch ist einfach 360 Seiten leere und flache Erzählhandlung
- die Gemeinde Stratford-upon-Avon hat nach der Veröffentlichung dieses Buches einen Erinnerungsbaum für Hamnet auf deren Friedhof gepflanzt, da anscheinend so viele Touristen Hamnets Grab sehen wollen. Leicht peinliche Aktion, nachdem dort auch für das fiktive Grab Shakespeares ganze fünf Pfund Eintritt verlangt wird. Fiktive Grabstätten scheinen in Warwickshire eine Marktlücke zu sein. Egal, ich finde die Errichtung der Grabstätte peinlich.
+ mich interessiert WS als Person überhaupt nicht, deswegen ist mir so ziemlich wurscht, was wir mit dem shit hier machen
+ herzlichen Glückwunsch an O'Farrell, die ja tatsächlich einen Film für ihr glorifiziertes Screenplay erstanden hat
+ der Gedenkbaum für Hamnet ist ein Baum mehr auf der Welt, idk? Danke?
- dieses Buch liest sich wie ein Screenplay: von den kameraartigen Bewegungen, zu den Flashbacks, zu den Beschreibungen, die tatsächlich auch mal mit "Downstairs is the following scene:[...]" beginnen, bis hin zu den komischen Dialogen. naja
- für ein Buch, welches sich mit Hamlet, dem Tod und auch John Shakespeare beschäftigt, hat es mich dermaßen verwundert, dass O'Farrell JS Strafe wegen Abwesenheit im Gottesdienst erwähnt, es für ein Kapitel explizit behandelt und damit nichts macht. Mal wieder fällt das Buch flach. Hamlet ist DAS Stück, das sich mit der Reformation, den zwei Konfessionen und den verschiedenen Vorstellungen nach dem Tod beschäftigt. Auch mit dem Thema des Todes des Sohnes und der freudiansischen Interpretation, Shakespeare hätte das Stück in Antwort auf sein eigenes Trauma (und btw auch nachdem sein Vater JS verstorben ist) geschrieben, ist es absolut flach und langweilig, dieses echte Detail (eines der wenigen, die wir sicher bestätigen können) als reine Ausgrenzung der Familie zu interpretieren. Die Bände zu Shakespeares Glauben sowie der vermutlichen katholischen Konfession seines Vaters können Bibliotheken füllen. Mach was damit!
- aber was ist denn mit den Frauenfiguren? Die Frauen sind ja so präsent! Das ist wichtig! Und jetzt? Die Frauenfiguren sind einfach wahnsinnig zweidimensional. Zwischen böser Stief/Schwiegermutter und Frau die mit Heilpflanzen hantiert (weil das ja feministisch ist und sie ja jetzt emanzipiert und cool ist), lesen sich die Hauptfiguren wie schlechte Figuren aus Historien und Fantasyromanen des Protofeminismus der 80er
- Die subtilen Hamlet-Referenzen (z.B. über sechs Anspielungen auf The Rest Is Silence) waren anfangs ganz witzig, aber dann doch nervig. Sie waren auch so subtil, dass ich mich zwischendrin gefragt hatte, ob ich mir diese Schnitzeljagd einbilde, ob nicht Shakespeareforschende die überhaupt finden und erkennen würden, und was ich hier eigentlich mache.
- wir wissen, wie gesagt, fast gar nichts über Shakespeare. Jedoch wissen wir, die Autorin auch, dass Hamnet NICHT an der Pest gestorben ist. Und doch tut er das in diesem Buch. Warum? Keine Ahnung. Die Autorin vermerkt sogar im Nachwort, dass sie es weiß. Dann kann ich ihr auch nicht weiterhelfen.
- ich könnte was zu dem komischen Doppelungseffekt und vielleicht Freuds Unheimlichen sagen, jedoch ist mein Kaffee zum zweiten Mal kalt geworden und ich will nicht mehr. Das Buch ist einfach 360 Seiten leere und flache Erzählhandlung
- die Gemeinde Stratford-upon-Avon hat nach der Veröffentlichung dieses Buches einen Erinnerungsbaum für Hamnet auf deren Friedhof gepflanzt, da anscheinend so viele Touristen Hamnets Grab sehen wollen. Leicht peinliche Aktion, nachdem dort auch für das fiktive Grab Shakespeares ganze fünf Pfund Eintritt verlangt wird. Fiktive Grabstätten scheinen in Warwickshire eine Marktlücke zu sein. Egal, ich finde die Errichtung der Grabstätte peinlich.
+ mich interessiert WS als Person überhaupt nicht, deswegen ist mir so ziemlich wurscht, was wir mit dem shit hier machen
+ herzlichen Glückwunsch an O'Farrell, die ja tatsächlich einen Film für ihr glorifiziertes Screenplay erstanden hat
+ der Gedenkbaum für Hamnet ist ein Baum mehr auf der Welt, idk? Danke?
April 26, 2026
4,75 ⭐️ Hilfe …
Ich hatte vorab einige Reviews gelesen und war nervös, weil der Schreibstil mehrfach hart kritisiert wurde. Dem kann ich nicht zustimmen. WUNDERSCHÖN ist es geschrieben, poetisch, neu, ein wenig schief und gewöhnungsbedürftig, aber ich war mittendrin. Und tief berührt. Ich weine nicht oft bei Büchern, aber das hier hat mich eiskalt erwischt. Der Schmerz des Verlustes ist spürbar bis in die letzte Faser. Das Buch tut weh, mehrfach. Es ist nicht kitschig, es ist nicht hoffnungsvoll, es gibt keine Erleichterung. Nur diese allerletzten Worte, die so richtig ins Mark gehen. Es hat mich an Circe erinnert, weder vom Inhalt noch vom Schreibstil, aber irgendwas in dem Fluss der Worte hat mich daran zurückdenken lassen. Ich hab Circe geliebt.
Hamnet ist keine leichte Kost, keine beiläufige Unterhaltung. Wer schon einmal einen massiven Verlust erlitten hat – und das haben wir doch fast alle –, der wird seine Gefühle hier wiederfinden. Das ist nicht einfach zu lesen. Den kleinen Abzug gebe ich, weil es wirklich SO niederschmetternd ist. Ich mag keine Schleife ums Ende, keinen ‘Alles wieder gut’-Abschluss, aber das hier ist wie eine noch offene Wunde, kein Schorf in Sicht.
Wer Metaphern mag, eine Schreibe, die manchmal ein bisschen aneckt, an den inneren vier Wänden, wer rohe Gefühle sucht und einen Hauch magischen Realismus – Hamnet hat all das und mehr!
Ich hatte vorab einige Reviews gelesen und war nervös, weil der Schreibstil mehrfach hart kritisiert wurde. Dem kann ich nicht zustimmen. WUNDERSCHÖN ist es geschrieben, poetisch, neu, ein wenig schief und gewöhnungsbedürftig, aber ich war mittendrin. Und tief berührt. Ich weine nicht oft bei Büchern, aber das hier hat mich eiskalt erwischt. Der Schmerz des Verlustes ist spürbar bis in die letzte Faser. Das Buch tut weh, mehrfach. Es ist nicht kitschig, es ist nicht hoffnungsvoll, es gibt keine Erleichterung. Nur diese allerletzten Worte, die so richtig ins Mark gehen. Es hat mich an Circe erinnert, weder vom Inhalt noch vom Schreibstil, aber irgendwas in dem Fluss der Worte hat mich daran zurückdenken lassen. Ich hab Circe geliebt.
Hamnet ist keine leichte Kost, keine beiläufige Unterhaltung. Wer schon einmal einen massiven Verlust erlitten hat – und das haben wir doch fast alle –, der wird seine Gefühle hier wiederfinden. Das ist nicht einfach zu lesen. Den kleinen Abzug gebe ich, weil es wirklich SO niederschmetternd ist. Ich mag keine Schleife ums Ende, keinen ‘Alles wieder gut’-Abschluss, aber das hier ist wie eine noch offene Wunde, kein Schorf in Sicht.
Wer Metaphern mag, eine Schreibe, die manchmal ein bisschen aneckt, an den inneren vier Wänden, wer rohe Gefühle sucht und einen Hauch magischen Realismus – Hamnet hat all das und mehr!
March 4, 2026
unglaublich schöne sprache! insgesamt hat mir vieles an dem buch gut gefallen, es ist eine super kreative und gut ausgearbeitete background story zu shakespeares familie, seinem sohn und dem stück „hamlet“ mit einem starken fokus auf hamnets mutter agnes.
iiiirgendwie hat es mich aber trotzdem nicht 100% gecatcht, teilweise war es mir glaub ich zu slow-paced.
es hat sich aber gelohnt, davor hamlet zu lesen und ich freu mich auf die film adaptation :)
iiiirgendwie hat es mich aber trotzdem nicht 100% gecatcht, teilweise war es mir glaub ich zu slow-paced.
es hat sich aber gelohnt, davor hamlet zu lesen und ich freu mich auf die film adaptation :)
February 16, 2026
Schon wieder ein unglaubliches Buch - ich habe ganz viel geweint und mich gefreut, so ein Buch habe lesen dürfen. Auch der Film ist sehr zu empfehlen!
August 21, 2022
Demnächst werde ich eine Neuinszenierung von "Hamlet" im Theater besuchen. Als ungewöhnliche "Vorbereitung" wurde mir das Buch "Judith und Hamnet" empfohlen. Judith und Hamnet sind Kinder William Shakespeares. Hamnet diente als Inspiration für Hamlet. Seine Frau Agnes ist aber der eigentliche Mittelpunkt, um den sich alle anderen Personen und die Geschichten um die Personen drehen. Obwohl es in dem Roman um Pest und Tod geht, ist es kein schweres Buch. Mit Agnes als "Falkenfrau" fügt Maggie O'Farrell den vielen Außenseitern in der Literatur eine neue starke Figur hinzu. Ein Buch, das bei aller Ernsthaftigkeit Spaß macht.
September 8, 2024
⭐️4.25/5⭐️ Zwischendurch ein paar Hänger, und ein wenig verwirrt vom Ende, aber sonst hats mich sehr gepackt! Die Sprünge zwischen den verschiedenen Zeitsträngen fand ich spannend gemacht und wie auch schon bei Marriage Portrait war ich großer Fan des Schreibstils. Mein liebster Maggie O'Farrell Roman bisher! 🥳
February 10, 2026
eigentlich 4.5 Stern!
March 13, 2026
Eher langsam erzählter Roman, der eine fiktive Geschichte über William Shakespeares Familie, insbesondere seine Frau Agnes/Anne, erzählt. Das Leben im 16. Jahrhundert wird sehr atmosphärisch geschildert – man fühlt sich fast, als blicke man durch eine Kamera in das Leben dieser Menschen. Die Szenen im Garten, im Wald und in der Küche spürt und riecht man beinahe durch die Seiten hindurch. Besonders berührend fand ich die Darstellung von Trauer und davon, was sie in einem Menschen und einer Familie auslösen kann. Auch die magischen Elemente, die immer wieder in die Geschichte hineinspielen, mochte ich sehr.
October 11, 2021
Zwei neben ihr
Der Vater des jungen William Shakespeare hat Schulden und sein guter Ruf ist dahin. William muss deshalb, um einen Teil der Schulden abzutragen, Latein unterrichten. Eine sehr öde Aufgabe, hätte er nicht einen Blick auf das Mädchen mit dem Falken geworfen. Es handelt sich um Agnes, die älteste Tochter des Hauses. Kurz darauf heiraten sie und William. Im folgenden Sommer wird die erste gemeinsame Tochter Susanna geboren und nicht viel später die Zwillinge Hamnet und Judith. Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Als die Zwillinge elf Jahre alt sind, fühlt sich Judith plötzlich unwohl. Hamnet ist in großer Sorge, der er ertastet die verdächtigen Beulen am Hals seiner Schwester.
Über das Leben William Shakespeares und seiner Familie sind nur wenige Fakten bekannt. So stimmt es, dass seine Frau einige Jahre älter war als er und sie drei Kinder hatten. Auch ist belegt, dass Hamnet mit elf Jahren verstarb. Um diese wenigen Daten entwickelt die Autorin ein fesselndes Familiendrama. Erzählt wird von den letzten Lebenstagen des aufgeweckten Hamnet. Er entdeckt die Krankheit seiner Schwester und versucht vergeblich Hilfe zu holen. Erst später als Agnes aus dem Wald nach Hause kommt, kann sie sich um Judith kümmern. In Rückblenden wird die Geschichte von William und Agnes erzählt. Die Gesamtkomposition bildet eine anrührende Ausschmückung der wenigen gesicherten Lebensdaten.
Shakespeare mal nicht in erster Linie als Dichter, sondern als junger Mann, Geliebter und Vater. Die Erzählweise ist etwas verwickelt, doch nachdem man sich eingelesen hat, bietet sie eine besondere Facette. Im Mittelpunkt der Geschichte steht jedoch Agnes, die sehende Frau, die sich sofort sicher ist, dass William der Richtige ist, dass mehr in ihm steckt. Sie ist sich auch sicher, dass zwei Kinder an ihrem Sterbebett stehen. Auf welch tragische Weise sie Recht behalten wird, kann sie nicht ahnen. Agnes ist eine eigenwillige und starke Frau, die zum Besten anderer in der Lage ist, Verzicht zu üben. Diese Familiengeschichte wirft einen anderen Blickwinkel auf Shakespeare und fesselt damit ungemein.
Der Vater des jungen William Shakespeare hat Schulden und sein guter Ruf ist dahin. William muss deshalb, um einen Teil der Schulden abzutragen, Latein unterrichten. Eine sehr öde Aufgabe, hätte er nicht einen Blick auf das Mädchen mit dem Falken geworfen. Es handelt sich um Agnes, die älteste Tochter des Hauses. Kurz darauf heiraten sie und William. Im folgenden Sommer wird die erste gemeinsame Tochter Susanna geboren und nicht viel später die Zwillinge Hamnet und Judith. Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Als die Zwillinge elf Jahre alt sind, fühlt sich Judith plötzlich unwohl. Hamnet ist in großer Sorge, der er ertastet die verdächtigen Beulen am Hals seiner Schwester.
Über das Leben William Shakespeares und seiner Familie sind nur wenige Fakten bekannt. So stimmt es, dass seine Frau einige Jahre älter war als er und sie drei Kinder hatten. Auch ist belegt, dass Hamnet mit elf Jahren verstarb. Um diese wenigen Daten entwickelt die Autorin ein fesselndes Familiendrama. Erzählt wird von den letzten Lebenstagen des aufgeweckten Hamnet. Er entdeckt die Krankheit seiner Schwester und versucht vergeblich Hilfe zu holen. Erst später als Agnes aus dem Wald nach Hause kommt, kann sie sich um Judith kümmern. In Rückblenden wird die Geschichte von William und Agnes erzählt. Die Gesamtkomposition bildet eine anrührende Ausschmückung der wenigen gesicherten Lebensdaten.
Shakespeare mal nicht in erster Linie als Dichter, sondern als junger Mann, Geliebter und Vater. Die Erzählweise ist etwas verwickelt, doch nachdem man sich eingelesen hat, bietet sie eine besondere Facette. Im Mittelpunkt der Geschichte steht jedoch Agnes, die sehende Frau, die sich sofort sicher ist, dass William der Richtige ist, dass mehr in ihm steckt. Sie ist sich auch sicher, dass zwei Kinder an ihrem Sterbebett stehen. Auf welch tragische Weise sie Recht behalten wird, kann sie nicht ahnen. Agnes ist eine eigenwillige und starke Frau, die zum Besten anderer in der Lage ist, Verzicht zu üben. Diese Familiengeschichte wirft einen anderen Blickwinkel auf Shakespeare und fesselt damit ungemein.
November 13, 2025
manchmal lw wegen zu viel Beschreibung aber sehr gute Geschichte, viel zu analysieren (in uni) und auch emotional (deshalb will ich vlt keine kinder)
October 9, 2023
Dieses Buch ist eine Sturmflut, die mich überrollt und alles überspült. Ein tiefer Sog zieht in Maggie O’Farells literarische Welt hinab, deren Figuren mich ergreifen. Nach dem traurigen Höhepunkt des Buches konnte ich es zum Schlafen kaum aus der Hand legen, hatte das Gefühl, ich dürfe die Figuren nach der Tragödie nicht loslassen, sondern müsse in ihrem Schmerz bei ihnen bleiben. Ich habe das Buch in dieser Nacht nicht auf das Tischchen neben das Bett gelegt, sondern es in der Hand behalten.
Diese immersive Lebendigkeit der historischen Welt und der Menschen, die sie bewohnen, ist der sprachlichen Originalität der Autorin zu verdanken. Alles klingt leicht und luftig und echt und neu. Die Form des ersten Teils - Präsens in der Kammer mit dem sterbenden Kind, Präteritum in der rückblickenden Liebesgeschichte der Eltern - ist dynamisch, und kontrastiert die drückende Schwermut des zweiten Teils.
Ein Meisterwerk über die Frau des Barden, die zu keinem Zeitpunkt der Geschichte in seinem Schatten steht. Ich habe das Buch in meinem Herzen eingeschlossen.
„Als sie an jenem Tag bei ihrer ersten Begegnung, seine Hand nahm, hatte sie - was gefühlt? Dergleichen war ihr nie begegnet. Dergleichen hätte sie nie in der Hand eines Schuljungen aus der Stadt mit geleckten Stiefeln vermutet. Es war gewaltig, so viel wusste sie. Es hatte Schichten und Lagen wie eine Landschaft. Da waren Weite und Leere, geballte Punkte, unterirdische Höhlen, Gipfel und Tiefen. Die Zeit reichte nicht aus, um eine Ahnung davon zu bekommen - es war zu immens, zu verschlungen.“
„Eliza hatte auf die Hälfte des Strohsacks hinuntergesehen, die näher am Fenster und seit dem Tod ihrer Schwester Anne leer geblieben war. Sie hatte aufgeblickt und ihre Mutter dabei ertappt, das Gleiche zu tun, und wollte sagen: denkst du an sie, merkst du, dass du manchmal auf ihre Schritte lauschst, ihren Atem nachts? Ich nämlich schon, die ganze Zeit. Ich glaube immer noch, dass ich vielleicht eines Tages aufwache und sie wieder da sein wird, neben mir. Es wird nur irgendein Knick oder eine Falte in der Zeit gegeben haben, und wir werden wieder sein wie zuvor, als sie noch lebte und atmete.“
„Er hebt ihre Finger einzeln an seine Lippen und küsst sie. ‚Ich weiß es nicht‘, antwortete er. ‚Nichts. Eine Art Schwermut, Melancholie. Es ist nichts.‘
Gerade wollen sie ihr die Augen zufallen, als er sagt oder zu sagen scheint: ‚Ich weiß nicht mehr weiter. Ich habe mich verirrt.‘
Darauf rückt er näher und umschlingt ihre Hüfte, als triebe sie von ihm fort in unermessliche Fluten.“
„In diesem Jahr jedoch sind die üppige Reife und die schamlose Farbe der Hagebutten eine Zumutung, ebenso wie die violett leuchtenden Brombeeren und die langsam dunkler werdenden Früchte des Holunderstrauchs.“
Diese immersive Lebendigkeit der historischen Welt und der Menschen, die sie bewohnen, ist der sprachlichen Originalität der Autorin zu verdanken. Alles klingt leicht und luftig und echt und neu. Die Form des ersten Teils - Präsens in der Kammer mit dem sterbenden Kind, Präteritum in der rückblickenden Liebesgeschichte der Eltern - ist dynamisch, und kontrastiert die drückende Schwermut des zweiten Teils.
Ein Meisterwerk über die Frau des Barden, die zu keinem Zeitpunkt der Geschichte in seinem Schatten steht. Ich habe das Buch in meinem Herzen eingeschlossen.
„Als sie an jenem Tag bei ihrer ersten Begegnung, seine Hand nahm, hatte sie - was gefühlt? Dergleichen war ihr nie begegnet. Dergleichen hätte sie nie in der Hand eines Schuljungen aus der Stadt mit geleckten Stiefeln vermutet. Es war gewaltig, so viel wusste sie. Es hatte Schichten und Lagen wie eine Landschaft. Da waren Weite und Leere, geballte Punkte, unterirdische Höhlen, Gipfel und Tiefen. Die Zeit reichte nicht aus, um eine Ahnung davon zu bekommen - es war zu immens, zu verschlungen.“
„Eliza hatte auf die Hälfte des Strohsacks hinuntergesehen, die näher am Fenster und seit dem Tod ihrer Schwester Anne leer geblieben war. Sie hatte aufgeblickt und ihre Mutter dabei ertappt, das Gleiche zu tun, und wollte sagen: denkst du an sie, merkst du, dass du manchmal auf ihre Schritte lauschst, ihren Atem nachts? Ich nämlich schon, die ganze Zeit. Ich glaube immer noch, dass ich vielleicht eines Tages aufwache und sie wieder da sein wird, neben mir. Es wird nur irgendein Knick oder eine Falte in der Zeit gegeben haben, und wir werden wieder sein wie zuvor, als sie noch lebte und atmete.“
„Er hebt ihre Finger einzeln an seine Lippen und küsst sie. ‚Ich weiß es nicht‘, antwortete er. ‚Nichts. Eine Art Schwermut, Melancholie. Es ist nichts.‘
Gerade wollen sie ihr die Augen zufallen, als er sagt oder zu sagen scheint: ‚Ich weiß nicht mehr weiter. Ich habe mich verirrt.‘
Darauf rückt er näher und umschlingt ihre Hüfte, als triebe sie von ihm fort in unermessliche Fluten.“
„In diesem Jahr jedoch sind die üppige Reife und die schamlose Farbe der Hagebutten eine Zumutung, ebenso wie die violett leuchtenden Brombeeren und die langsam dunkler werdenden Früchte des Holunderstrauchs.“
August 2, 2026
Das Buch wird auf jeden Fall von dem tollen Schreibstil von Maggie O‘Farrell getragen. Es gibt nicht super viel Handlung und dafür war es dann doch einfach ein bisschen dolle lang. Als ES dann passiert, war es ne 5/5, aber die Längen davor und danach hab ich nur mitgemacht, weil die Autorin so toll schreiben kann.
July 28, 2023
hmmm schwer zu sagen…bis zur mitte eigentlich echt gut- danach hatte es sich ein wenig gezogen…:/
February 22, 2026
Zu Beginn hatte ich keinen richtigen Zugang zum Buch. Doch dann war es wie ein Sog. Die Wortwahl und Beschreibungen haben einen in eine andere Zeit und Welt gebracht, einfach wundervoll.
August 22, 2026
6/5 Sternen, was ein tolles Buch!
June 3, 2026
Wow, was ein tolles Buch.
Für mich sind diese wenigen winzigkleinen Szenen hängengeblieben, die die ungleichen Frauenfiguren in diesem Buch verbinden: der Verlust ihrer Kinder. Konnte kaum aufhören zu weinen. Die Emotionen von Agnes waren so toll geschrieben!
Ich mochte auch die kleinen Abschweife, die die Autorin immer wieder genommen hat, um bestimmte Umstände zu erklären.
Hatte den Film vorher schon gesehen, da kamen die Emotionen genauso gut rüber :) kann ich auch empfehlen!
Für mich sind diese wenigen winzigkleinen Szenen hängengeblieben, die die ungleichen Frauenfiguren in diesem Buch verbinden: der Verlust ihrer Kinder. Konnte kaum aufhören zu weinen. Die Emotionen von Agnes waren so toll geschrieben!
Ich mochte auch die kleinen Abschweife, die die Autorin immer wieder genommen hat, um bestimmte Umstände zu erklären.
Hatte den Film vorher schon gesehen, da kamen die Emotionen genauso gut rüber :) kann ich auch empfehlen!
February 10, 2026
Möchte gern den Film sehen, aber das Buch hat mir leider nicht gefallen 🥲
January 18, 2026
"Hamnet" gaukelt eine Perspektivverschiebung vor, die dennoch vom künstlerischen Genie überschattet wird. Nicht im Familien-, sondern im Künstlerdrama Shakespeares schließt sich der Kreis. Dort entscheidet sich alles und dort suggeriert dieses Werk einen fragwürdigen Schlüssel. Warum bei dieser Rückkehr zur biografischen Kunstdeutung Skepsis und Kritik angebracht sind; darüber spreche ich 20 Minuten lang auf meinem YouTube-Kanal @NoltingHill. Ich betrachte dabei sowohl den Roman als auch die Verfilmung von Chloé Zhao.
https://youtu.be/fHbZ87NQQ9w?si=o_-pZ...
https://youtu.be/fHbZ87NQQ9w?si=o_-pZ...
January 30, 2026
Das Ende ging ging mir etwas zu schnell, aber sonst sehr toll! Tolle Sprache, wahnsinnig gute Beschreibung des Lebens in der damaligen Zeit.
April 8, 2026
Würde gerne 6 Sterne geben!!
May 12, 2026
das ist jetzt ggf kontrovers aber ich find film besser als buch und das kommt selten vor… war nicht wirklich invested in die charakter und daher war es dann auch nicht sonderlich spannend. intressant die unterschiede zum film und sich shakespeare als paul mescal vorzustellen. ich hätte ggf. besser gefunden wenn zweiter teil mehr platz bekommen hätte, spannender als ein kapitel wie die pest es in das kleine dorf geschafft hat….
July 21, 2022
Literarisch, historisch, gefühlvoll, lehrreich.
Einfach nur toll!
Einfach nur toll!
February 8, 2026
Ein Meisterwerk. Wunderschöne Bilder blühen in meinem Kopf bei der Geschichte über Shakespeare‘s Sohn. Magie. Ich rieche, fühle und koste das Leben dieser Familie in Stratfort des 16. Jahrhunderts. (Und das, obwohl ich historische Romane und Filme niemals anrühre).
Und verbrauche sehr viele Taschentücher.
Lesen ist Leben! ♥️
Und verbrauche sehr viele Taschentücher.
Lesen ist Leben! ♥️
July 24, 2022
Während es interessant war, von einer Interpretation der wenig beachteten Familienmitglieder Shakespeares zu lesen, konnte mich das Buch nicht begeistern.
Zunächst fand ich die Einbeziehung von Magie? Hexerei? Wahrsagerei? recht eigenartig, weil das Buch sonst recht direkt die Realität abbildet. Ich hätte es besser gefunden, wenn Agnes sich eher nur in das Bild von Kräuterfrauen und Heilerinnen eingefügt hätte, das wäre weitaus glaubwürdiger gewesen. Vor allem kommt mir nun vor, dass diese hellseherischen Fähigkeiten nicht wirklich etwas zur Handlung beigetragen haben und wohl nur eine Rolle spielten, damit sich die Figur Agnes nach ihrem Verlust noch verzweifelter fühlen konnte. Diese Stelle war sehr gefühlvoll beschrieben und ich konnte die Emotionen hier auch gut nachempfinden. Bei manchen Szenen kam mir aber vor, dass man emotional wahrscheinlich nur dann abgeholt wird, wenn man selbst Erfahrungen mit solchen Situationen gemacht hat. Der zweite "Akt", der auch wesentlich kürzer ausfiel, konnte mich dann nicht mehr sonderlich begeistern. Vor allem das Ende fand ich wenig gelungen, weil es im Grunde nur auf einer Vermutung von Agnes basiert und keinen runden Abschluss hat.
Eigenartig fand ich auch, dass trotz der Eingebundenheit Shakespeares weder sein Vor- noch Nachname jemals vorkommt. Wie auch jemand anderes in einer Rezension geschrieben hat: es sollte die berühmte Person nicht ignoriert werden, nur um den weniger relevanten Personen, in diesem Fall seiner Familie, eine Stimme zu geben.
Der Schreibstil wirkt sehr poetisch, malerisch und anschaulich. Leider ist dadurch aber auch die Nähe zu den Charakteren und deren Empfindungen für mich verloren gegangen. Es fühlte sich an, als ob man eher aus großer Ferne auf das Geschehen blickt, statt mittendrin zu sein.
Zunächst fand ich die Einbeziehung von Magie? Hexerei? Wahrsagerei? recht eigenartig, weil das Buch sonst recht direkt die Realität abbildet. Ich hätte es besser gefunden, wenn Agnes sich eher nur in das Bild von Kräuterfrauen und Heilerinnen eingefügt hätte, das wäre weitaus glaubwürdiger gewesen. Vor allem kommt mir nun vor, dass diese hellseherischen Fähigkeiten nicht wirklich etwas zur Handlung beigetragen haben und wohl nur eine Rolle spielten, damit sich die Figur Agnes nach ihrem Verlust noch verzweifelter fühlen konnte. Diese Stelle war sehr gefühlvoll beschrieben und ich konnte die Emotionen hier auch gut nachempfinden. Bei manchen Szenen kam mir aber vor, dass man emotional wahrscheinlich nur dann abgeholt wird, wenn man selbst Erfahrungen mit solchen Situationen gemacht hat. Der zweite "Akt", der auch wesentlich kürzer ausfiel, konnte mich dann nicht mehr sonderlich begeistern. Vor allem das Ende fand ich wenig gelungen, weil es im Grunde nur auf einer Vermutung von Agnes basiert und keinen runden Abschluss hat.
Eigenartig fand ich auch, dass trotz der Eingebundenheit Shakespeares weder sein Vor- noch Nachname jemals vorkommt. Wie auch jemand anderes in einer Rezension geschrieben hat: es sollte die berühmte Person nicht ignoriert werden, nur um den weniger relevanten Personen, in diesem Fall seiner Familie, eine Stimme zu geben.
Der Schreibstil wirkt sehr poetisch, malerisch und anschaulich. Leider ist dadurch aber auch die Nähe zu den Charakteren und deren Empfindungen für mich verloren gegangen. Es fühlte sich an, als ob man eher aus großer Ferne auf das Geschehen blickt, statt mittendrin zu sein.
July 28, 2022
Hamnet ist eine sehr dicht gewebte Erzählung, in der viele Personen zu Wort kommen. Zum einen Hamnet selbst. Der geht mit wachen Augen durchs Leben und sieht so mehr als die meisten Menschen in seiner Umgebung. Er ist ein aufgeweckter Junge, aus dem Größeres werden könnte als seine Herkunft und vor allem sein Großvater ihm erlauben. Als seine Schwester ernsthaft erkrankt, tut er alles in seiner Macht stehende, um ihr zu helfen. Aber seine Möglichkeiten sind begrenzt und weil er alleine im Haus ist, ist er mit der Situation überfordert.
Die zweite Erzählerin ist Agnes, die Mutter von Hamnet und Judith. Ihre Gedanken reichen von der Vergangenheit in die Gegenwart. Ich habe erfahren, wie sie ihren Mann kennengelernt hat und wie sie in die Konventionen der damaligen Zeit gezwängt wurde, aus denen sie nur teilweise mit ihrem Garten und ihren Bienen ausbrechen konnte.
Ihr Mann ist zu dieser Zeit weit weg in London, wo er es wiederum geschafft hat, sich den Plänen seines Vaters zu entziehen und das zu tun, was er liebt. Anfangs hatte ich den Eindruck, als ob genau das ihn und Agnes auseinander gebracht hat. Denn während er in London seinen Traum lebt, fühlt sie sich in Stratford wie manchmal wie eine Gefangene. Auch in ihrem Schmerz bleiben die Eheleute alleine und zerbrechen fast daran bis sie erkennen, dass sie das Gleiche fühlen.
Mein Fazit
Ich wusste von Anfang an, dass die Geschichte nicht gut ausgehen würde. Trotzdem habe ich gemeinsam mit den Figuren gehofft, dass es anders werden würde. Vielleicht würde die Seuche, die von der Autorin fast wie eine weitere Person beschrieben würde, doch einen anderen Weg nehmen. Dem war nicht so. Aber trotz des traurigen Ausgangs bleibt Hamnet für mich ein wunderbares Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.
Die zweite Erzählerin ist Agnes, die Mutter von Hamnet und Judith. Ihre Gedanken reichen von der Vergangenheit in die Gegenwart. Ich habe erfahren, wie sie ihren Mann kennengelernt hat und wie sie in die Konventionen der damaligen Zeit gezwängt wurde, aus denen sie nur teilweise mit ihrem Garten und ihren Bienen ausbrechen konnte.
Ihr Mann ist zu dieser Zeit weit weg in London, wo er es wiederum geschafft hat, sich den Plänen seines Vaters zu entziehen und das zu tun, was er liebt. Anfangs hatte ich den Eindruck, als ob genau das ihn und Agnes auseinander gebracht hat. Denn während er in London seinen Traum lebt, fühlt sie sich in Stratford wie manchmal wie eine Gefangene. Auch in ihrem Schmerz bleiben die Eheleute alleine und zerbrechen fast daran bis sie erkennen, dass sie das Gleiche fühlen.
Mein Fazit
Ich wusste von Anfang an, dass die Geschichte nicht gut ausgehen würde. Trotzdem habe ich gemeinsam mit den Figuren gehofft, dass es anders werden würde. Vielleicht würde die Seuche, die von der Autorin fast wie eine weitere Person beschrieben würde, doch einen anderen Weg nehmen. Dem war nicht so. Aber trotz des traurigen Ausgangs bleibt Hamnet für mich ein wunderbares Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.
September 5, 2023
Hallo Buchclub,
Ich habe etwas gebraucht um Hamnet zu beenden und zu beginn wusste ich nicht genau, warum ich solche Schwierigkeiten hatte in das Buch hineinzufinden.
Doch zuerst eine Kurze Übersicht. Hamnet dreht sich um den Sohn Shakespeares (besser bekannt als Hamlet) und seinen frühen, unvorhersehbaren Tod. Interessant fande ich, dass Shakespear kein einziges Mal namentlich erwähnt wird, sondern als Sohn, Vater, Ehemann oder änliches bezeichnet wird. Ich denke O’Farrell hat dies zuteils gemacht, um klarzustellen, dass er nicht im Mittelpunkt dieser Geschichte steht. Die Handlung dreht sich nämlich hauptsächlich um seine Frau Agnes. Um ihr Leben und wie sie schlussendlich mit dem Tod ihres Sohnes umgeht.
Das Buch liest sich beinahe wie ein Lied oder ein Gedicht. Man fliegt über die Zeilen. Das war Größtenteils interessant zu erleben, doch zu Teils habe ich festgestellt, dass dadurch die Bedeutung der Worte etwas verschwunden ist. Das bringt mich zu meinen ersten Punkt zurück. Durch den gewählten Schreibstil hatte ich Probleme die Charaktere wirklich fassen zu können. Gerade da dieses Buch ein solches Thema wie Verlust behandelt, hat mir die Härte, die Abruptheit von den Emotionen die die Charaktere empfinden gefehlt. Es hat mich nie wirklich berührt, mich nie wirklich im Lesen stoppen lassen, da man einfach weiter über die Zeilen geflogen ist.
Trotzdem fande ich es ein sehr interessantes Buch, da es einem einen (wenn auch hauptsächlich fiktiven) Einblick in das Leben von Shakespeare gibt. Agnes im großen Ganzen war ein sehr faszinierender Charakter und deshalb bin ich zu meiner 4-Sterne Bewertung gekommen.
Liebe Grüße an alle, nun über Europa verteilten, Mitglieder und bis bald!
Ich habe etwas gebraucht um Hamnet zu beenden und zu beginn wusste ich nicht genau, warum ich solche Schwierigkeiten hatte in das Buch hineinzufinden.
Doch zuerst eine Kurze Übersicht. Hamnet dreht sich um den Sohn Shakespeares (besser bekannt als Hamlet) und seinen frühen, unvorhersehbaren Tod. Interessant fande ich, dass Shakespear kein einziges Mal namentlich erwähnt wird, sondern als Sohn, Vater, Ehemann oder änliches bezeichnet wird. Ich denke O’Farrell hat dies zuteils gemacht, um klarzustellen, dass er nicht im Mittelpunkt dieser Geschichte steht. Die Handlung dreht sich nämlich hauptsächlich um seine Frau Agnes. Um ihr Leben und wie sie schlussendlich mit dem Tod ihres Sohnes umgeht.
Das Buch liest sich beinahe wie ein Lied oder ein Gedicht. Man fliegt über die Zeilen. Das war Größtenteils interessant zu erleben, doch zu Teils habe ich festgestellt, dass dadurch die Bedeutung der Worte etwas verschwunden ist. Das bringt mich zu meinen ersten Punkt zurück. Durch den gewählten Schreibstil hatte ich Probleme die Charaktere wirklich fassen zu können. Gerade da dieses Buch ein solches Thema wie Verlust behandelt, hat mir die Härte, die Abruptheit von den Emotionen die die Charaktere empfinden gefehlt. Es hat mich nie wirklich berührt, mich nie wirklich im Lesen stoppen lassen, da man einfach weiter über die Zeilen geflogen ist.
Trotzdem fande ich es ein sehr interessantes Buch, da es einem einen (wenn auch hauptsächlich fiktiven) Einblick in das Leben von Shakespeare gibt. Agnes im großen Ganzen war ein sehr faszinierender Charakter und deshalb bin ich zu meiner 4-Sterne Bewertung gekommen.
Liebe Grüße an alle, nun über Europa verteilten, Mitglieder und bis bald!
Displaying 1 - 30 of 151 reviews































