Der NATO-Gipfel 2026 fand am 7. und 8. Juli im Präsidentenpalast Beştepe in Ankara, Türkei, statt. An dem Gipfel, dessen Vorsitz NATO-Generalsekretär Mark Rutte innehatte, nahmen die Staats- und Regierungschefs der 32 NATO-Mitgliedstaaten sowie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teil.
Zu den wichtigsten Themen zählten die Verteidigungsausgaben, die militärische Unterstützung für die Ukraine, die Ausweitung der Waffenproduktion und der anhaltende Konflikt im Iran.
In einer Podiumsdiskussion am 7. Juli betonte Präsidentin von der Leyen, dass die EU und die NATO viel enger zusammenarbeiten müssten, da die europäischen Länder auf einen gemeinsamen Streitkräftepool angewiesen seien, weshalb eine Angleichung an die Fähigkeitsziele der NATO unerlässlich sei. Sie betonte, dass die EU ihre Verteidigungsausgaben durch Instrumente wie „ReArm Europe“, „SAFE“ und den nächsten langfristigen Haushalt deutlich erhöht. Diese Investitionen stärken Europas eigene verteidigungsindustrielle Basis, Arbeitsplätze und Forschung. Sie plädierte außerdem für eine umfassende Zusammenarbeit mit Nicht-EU-Verbündeten wie der Türkei und Kanada, engere Beziehungen zur Ukraine im Bereich der Verteidigungsinnovation sowie einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz zur Bekämpfung hybrider Bedrohungen und zum Aufbau von Resilienz.