Transatlantische Beziehungen: die Vereinigten Staaten und Kanada
In dieser Kurzdarstellung werden die Beziehungen der Europäischen Union zu den Vereinigten Staaten und Kanada erläutert, die auf einer langen gemeinsamen Geschichte beruhen. Alle drei sind Mitglieder der G7, eines informellen zwischenstaatlichen Forums, das große fortgeschrittene Volkswirtschaften zusammenbringt, um wirtschaftliche und politische Fragen zu erörtern.
Bei der Bewältigung komplexer globaler Herausforderungen, einschließlich Handelsspannungen, räumt die EU dem Dialog und der Zusammenarbeit sowohl mit den Vereinigten Staaten als auch mit Kanada Vorrang ein. Zu den wichtigsten Bereichen der Zusammenarbeit gehören die Außenpolitik, Sicherheit und Verteidigung sowie die Handels- und Wirtschaftspolitik.
Die EU ist entschlossen, die transatlantischen Beziehungen zu pflegen und zu stärken und sie gleichzeitig an die sich wandelnden globalen Herausforderungen anzupassen. Dieser Ansatz zielt darauf ab, Stabilität und Resilienz zu gewährleisten und die regelbasierte internationale Ordnung zu wahren.
Rechtsgrundlagen
- Vertrag über die Europäische Union: Titel V enthält die allgemeinen Bestimmungen über das auswärtige Handeln der Union sowie die besonderen Bestimmungen über die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik;
- Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union: Die Artikel 206 und 207 bilden die Rechtsgrundlage für die gemeinsame Handelspolitik der EU, während die Artikel 216 bis 219 den Rechtsrahmen für die Aushandlung und den Abschluss internationaler Übereinkünfte bilden;
- Gemeinsame Erklärung von 1999 zur Einrichtung des Transatlantischen Dialogs der Gesetzgeber.
Ziele
- Aufrechterhaltung eines dynamischen interparlamentarischen Dialogs mit den Vereinigten Staaten und Kanada mit dem Ziel, das gegenseitige Verständnis auf beiden Seiten des Atlantiks zu verbessern.
- Stärkung der parlamentarischen Diplomatie durch kontinuierlichen Austausch mit allen wichtigen Akteuren, von der Wissenschaft über die Zivilgesellschaft bis hin zum Privatsektor.
- Stärkung der Beziehungen der EU sowohl zu Kanada als auch zu den Vereinigten Staaten und Beobachtung der Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen der Außen- und Innenpolitik und in unterschiedlichen geografischen Kontexten.
- Zusammenarbeit mit Kanada und den Vereinigten Staaten, um den Multilateralismus, die regelbasierte internationale Ordnung und die demokratischen Werte in einem zunehmend schwierigen geopolitischen Umfeld zu wahren.
Politischer Dialog zwischen der EU und den Vereinigten Staaten
Die Vereinigten Staaten sind seit Langem der engste und wichtigste Partner der EU in der Außen-, Wirtschafts- und Verteidigungspolitik. Ihre Beziehung stützt sich auf die weltweit größte Handels- und Investitionspartnerschaft. Durch eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Handel und Wirtschaft wurde traditionell sichergestellt, dass globale Herausforderungen durch die Partnerschaft zwischen der EU und den Vereinigten Staaten wirksam bewältigt werden können. Die Beziehungen sind vielschichtig und entwickeln sich im Rahmen eines kontinuierlichen Dialogs ständig weiter, um neuen Herausforderungen zu begegnen. Dieser Dialog ist unerlässlich, um gemeinsame Anliegen wie die Global Governance wirksam anzugehen.
Seit Donald J. Trump am 20. Januar 2025 sein Amt als 47. Präsident der Vereinigten Staaten antrat, wird die US-Regierung in dreierlei Hinsicht von der Republikanischen Partei geführt, da diese sowohl den Präsidenten stellt als auch in beiden Kammern des 119. Kongresses die Mehrheit hat. In der zweiten Amtszeit von Präsident Trump wurde der zentrale Grundsatz „America First“ wiederbelebt, was zur Anwendung von Auflagen bei allen wichtigen außenpolitischen Verpflichtungen der Vereinigten Staaten geführt hat.
In seiner Entschließung vom 21. Januar 2026 zur Umsetzung der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik – Jahresbericht 2025 bringt das Parlament sein Bedauern über den eher transaktionalen Ansatz der US-Regierung in der Außenpolitik zum Ausdruck, der durch ein geringeres Engagement für Multilateralismus und europäische Sicherheit gekennzeichnet ist.
Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten
Die EU und die Vereinigten Staaten sind füreinander jeweils der größte Handels- und Investitionspartner. Zwischen ihnen bestehen solide und eng verflochtene Wirtschaftsbeziehungen.
Die EU und die Vereinigten Staaten setzen derzeit die Vereinbarungen der gemeinsamen Erklärung über einen Rahmen für ein Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union über einen auf Gegenseitigkeit beruhenden, gerechten und ausgewogenen Handel um, die am 21. August 2025 veröffentlicht wurde, nachdem Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump am 27. Juli 2025 in Turnberry (Schottland) eine politische Einigung erzielt hatten.
In diesem Umsetzungsprozess wurden bereits wichtige Schritte unternommen, die insbesondere die Zölle betreffen.
Die Vereinigten Staaten haben Dekrete und Durchführungsmaßnahmen erlassen, mit denen ein Höchstzollsatz eingeführt wurde und bestimmte EU-Waren von den Zöllen befreit wurden.
Auf EU-Seite hat die Kommission am 28. August 2025 zwei Legislativvorschläge zur Umsetzung der Einigung mit den USA vorgelegt:
- einen Vorschlag, mit dem US-Waren ein präferenzieller Zugang zum EU-Markt gewährt wird, und
- einen Vorschlag zur Verlängerung der bestehenden Nullzollregelung für die Einfuhr bestimmter Hummerarten.
Am 26. März 2026 nahm das Parlament seinen Standpunkt zu zwei Vorschlägen im Zusammenhang mit dem Handelsabkommen zwischen der EU und den USA im Plenum an. Die vom Parlament unterstützten Texte enthalten die folgenden zusätzlichen Merkmale:
- Aussetzungsklausel: Die Zollpräferenzen werden ausgesetzt, wenn die Vereinigten Staaten neue Zölle einführen.
- Sunrise-Klausel: Die Zollpräferenzen werden nur dann wirksam, wenn die Vereinigten Staaten ihren Verpflichtungen nachkommen.
- Sunset-Klausel: Die Zollpräferenzen laufen am 31. März 2028 aus, sofern sie nicht verlängert werden.
Die beiden gesetzgebenden Organe der EU – das Parlament und der Rat – können nun im Rahmen des ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens Verhandlungen aufnehmen, um sich auf die endgültige Form des Rechtsakts zu einigen. Sobald sie dies getan haben, können die Zollsenkungen der EU in Kraft treten.
Rolle des Europäischen Parlaments – der Transatlantische Dialog der Gesetzgeber
Mit der Einrichtung des Transatlantischen Dialogs der Gesetzgeber im Jahr 1999 wurde die Beziehung zwischen dem Europäischen Parlament und dem US-Kongress ausgebaut und institutionalisiert. Bei diesem Dialog kommen Mitglieder des Europäischen Parlaments und des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten zweimal im Jahr zusammen. Diese Treffen finden abwechselnd an Standorten in Europa und in den Vereinigten Staaten statt. Die Treffen in Europa werden in der Regel in der Hauptstadt des Landes abgehalten, das den turnusmäßig wechselnden Ratsvorsitz innehat.
Die Gesetzgeber, die an diesen Treffen teilnehmen, tauschen sich über zentrale politische Themen aus, die von beiderseitigem Interesse sind, beispielsweise Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit, außenpolitische Herausforderungen, Sicherheit und Verteidigung, Energie und digitale Technologien. Der transatlantische politische Dialog ist angesichts der Gesetzgebungsbefugnisse des Kongresses und seiner Befugnis, bei weltweiten Krisen Interventionen der Vereinigten Staaten zu genehmigen und über die Form der Beteiligung der Vereinigten Staaten an globalen Lenkungsinstitutionen zu bestimmen, von wesentlicher Bedeutung.
Das jüngste, 90. Interparlamentarische Treffen EU-USA im Rahmen des Transatlantischen Dialogs der Gesetzgeber fand am 14./15. Juni 2025 in Warschau (Polen) statt. Die Mitglieder des Europäischen Parlaments und des US-Repräsentantenhauses erörterten die aktuellen und künftigen Beziehungen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten. Dabei ging es unter anderem um die Bereiche Sicherheit und Verteidigung, Handels- und Wirtschaftsbeziehungen, Energieversorgungssicherheit sowie künstliche Intelligenz und digitale Technologie. Am Ende des Treffens unterzeichneten die beiden Ko-Vorsitzenden des Transatlantischen Dialogs der Gesetzgeber (ein Vertreter des Europäischen Parlaments und ein Vertreter des US-Repräsentantenhauses) eine gemeinsame Erklärung, in der sie ihre Entschlossenheit bekräftigten, die transatlantischen Beziehungen weiter zu stärken. Die nächsten interparlamentarischen Treffen im Rahmen des Transatlantischen Dialogs der Gesetzgeber werden voraussichtlich im Juni 2026 in Zypern und im August 2026 in Kalifornien stattfinden.
Wenn sie sich nicht gerade mit dem US-Kongress trifft, kommt die Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten in Brüssel und Straßburg zusammen und empfängt Politiker, Botschafter, Wissenschaftler und andere Sachverständige aus den Vereinigten Staaten. Sie ist mit 64 Mitgliedern und 64 Stellvertretern eine der größten Delegationen im Europäischen Parlament. Zu Beginn der laufenden Wahlperiode des Europäischen Parlaments im Jahr 2024 wurde Brando Benifei (S&D-Fraktion, Italien) zum Vorsitzenden der Delegation für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten gewählt. Regelmäßige Delegationssitzungen helfen den Mitgliedern des Europäischen Parlaments, über die politischen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten und die Beziehungen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten auf dem Laufenden zu bleiben.
Politischer Dialog zwischen der EU und Kanada
Kanada zählt zu den ältesten und engsten Partnern der EU. Die Beziehungen zwischen der EU und Kanada beruhen auf gemeinsamen Werten wie Demokratie, Menschenrechten, freiem und fairem Handel und einem starken Bekenntnis zu einer regelbasierten internationalen Ordnung. Die EU und Kanada arbeiten an einem breiten Spektrum von Themen zusammen, darunter Außenpolitik, Sicherheit und Verteidigung, Global Governance, Handel, Energieversorgungssicherheit, Forschung und Entwicklung, Umwelt und Klimawandel. Kanada ist das erste nichteuropäische Land, das sich am Instrument für Sicherheitsmaßnahmen für Europa (SAFE) beteiligt, einer mit 150 Mrd. EUR ausgestatteten Verteidigungsinitiative, mit der die EU-Mitgliedstaaten bei Investitionen in die Verteidigungsindustrie durch die Erleichterung gemeinsamer Beschaffungen unterstützt werden.
Die politische Zusammenarbeit zwischen der EU und Kanada orientiert sich an dem Abkommen über eine strategische Partnerschaft zwischen der EU und Kanada, das seit 2017 vorläufig angewandt wird. Zusätzlich zu den bilateralen Beziehungen arbeiten die EU und Kanada auch in wichtigen internationalen Foren wie den Vereinten Nationen, der G7 und der G20 Hand in Hand, in denen ihre Standpunkte häufig übereinstimmen.
Das jüngste Gipfeltreffen zwischen der EU und Kanada fand am 23. Juni 2025 in Brüssel statt. Die gemeinsame Erklärung der Führungsspitzen mit dem Titel „Enduring Partnership, Ambitious Agenda“ (langfristige Partnerschaft, ambitionierte Agenda) enthält einen ehrgeizigen zukunftsorientierten Plan zur Stärkung der Zusammenarbeit in mehreren Bereichen. Die neue Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft ist ein wichtiger Meilenstein in den bilateralen Beziehungen und ein Zeichen für das gemeinsame Engagement für globale Stabilität. Derzeit laufen Verhandlungen über ein Abkommen zwischen der EU und Kanada über den digitalen Handel, das darauf abzielt, den grenzüberschreitenden digitalen Handel für Unternehmen sicherer und reibungsloser zu gestalten und gleichzeitig den Online-Verbraucherschutz zu stärken.
Das Abkommen zwischen der EU und Kanada über die Übermittlung und Verarbeitung von Fluggastdatensätzen wurde im März 2025 vom Europäischen Parlament gebilligt. Es bietet einen starken Schutz für die Privatsphäre der Fluggäste und trägt gleichzeitig zu den gemeinsamen Anstrengungen Kanadas und der EU zur Bekämpfung von Terrorismus und schwerer grenzüberschreitender Kriminalität bei.
Am 11. März 2026 verabschiedete das Parlament eine Empfehlung zu verstärkter Zusammenarbeit zwischen der EU und Kanada, in der es sein starkes Interesse an einer Vertiefung der Zusammenarbeit in Bereichen wie Handel, Sicherheit und Verteidigung, Global Governance, Arktis und direkte Kontakte zwischen den Menschen zum Ausdruck brachte.
Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und Kanada
Die EU und Kanada gehören zu den größten Handelsakteuren der Welt, sowohl was Waren als auch was Dienstleistungen betrifft. Die EU ist der zweitgrößte Handelspartner Kanadas nach den Vereinigten Staaten, während Kanada der zwölftgrößte Handelspartner der EU ist. Die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen der EU und Kanada werden durch das Umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada (CETA) geregelt, das seit 2017 vorläufig angewandt wird. Es tritt uneingeschränkt in Kraft, sobald es von allen Mitgliedstaaten der EU ratifiziert worden ist.
Durch das CETA wurden die Wirtschafts-, Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen der EU und Kanada erheblich verbessert, indem die Märkte geöffnet wurden, auch für die Vergabe öffentlicher Aufträge. Das CETA hat seit 2017 zu einem Anstieg des Warenhandels um mehr als 63 % auf 75,6 Mrd. EUR im Jahr 2024 geführt.
Außerdem wurden durch das CETA Möglichkeiten für nachhaltiges Wachstum geschaffen, und im Kapitel über Handel und nachhaltige Entwicklung sowie im Rahmen eines breiten Spektrums an CETA-Dialogen, zu denen das regelmäßige Forum der Zivilgesellschaft gehört, wird gemeinsamen Werten Rechnung getragen. Das CETA ist das erste bilaterale Handelsabkommen der EU, in dessen Rahmen eine Investitionsgerichtsbarkeit für die Beilegung von Streitigkeiten zwischen Investoren und Staaten vorgesehen ist.
Im Juni 2021 unterzeichneten die EU und Kanada ihre strategische Rohstoffpartnerschaft. Diese soll die Integration der Wertschöpfungsketten für Rohstoffe weiter vorantreiben und die Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Innovation, bei Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien sowie in Bezug auf Normen zwischen den Parteien verbessern.
Am 17. Januar 2024 nahm das Europäische Parlament eine Entschließung zur Umsetzung des CETA an.
Rolle des Europäischen Parlaments – Interparlamentarisches Treffen EU-Kanada
Seit fast 50 Jahren kommen Mitglieder der Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zu Kanada und ihre kanadischen Amtskollegen in der parlamentarischen Vereinigung Kanada-Europa jedes Jahr zu interparlamentarischen Treffen zusammen. Diese Treffen finden abwechselnd an Orten in der EU und in Kanada statt und ermöglichen es gewählten Vertretern, politische Entwicklungen zu erörtern und sich über Fragen von beiderseitigem Interesse auszutauschen.
Das 43. Interparlamentarische Treffen EU-Kanada fand am 27./28. Oktober 2025 in Ottawa statt. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Förderung des Handels und der Energieversorgungssicherheit, die Gewährleistung einer verantwortungsvollen Entwicklung und Steuerung künstlicher Intelligenz sowie die Stärkung der sicherheits- und verteidigungspolitischen Zusammenarbeit zwischen der EU und Kanada. Zum Abschluss des Treffens wurde eine gemeinsame Erklärung mit dem Titel „Exploring new partnerships in transatlantic cooperation“ (Neue Partnerschaften in der transatlantischen Zusammenarbeit) veröffentlicht.
Zu Beginn der laufenden Wahlperiode des Europäischen Parlaments im Jahr 2024 wurde Javier Moreno Sánchez (S&D-Fraktion, Spanien) zum Vorsitzenden der Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zu Kanada gewählt. Regelmäßige Delegationssitzungen helfen den Mitgliedern des Europäischen Parlaments, über die politischen Entwicklungen in Kanada und die Beziehungen zwischen der EU und Kanada auf dem Laufenden zu bleiben. Mitglieder des kanadischen Parlaments nehmen gelegentlich per Fernteilnahme an den Aussprachen teil. Diese Treffen sind ein wichtiger Bestandteil der parlamentarischen Diplomatie und tragen dazu bei, die Beziehungen zu stärken, den Dialog zu fördern und gemeinsame Prioritäten zu finden.
Diese Kurzdarstellung wurde vom Referat Transatlantische Beziehungen und Global Governance des Europäischen Parlaments erstellt. Weitere Informationen finden Sie auf den Websites der Delegation für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten (D-US) und der Delegation für die Beziehungen zu Kanada (D-CA).
Tuula Turunen / KADRI PARIS